Aktion: Jetzt Depot eröffnen bei unserem Broker finanzen.net ZERO und mit Lufthansa + MSCI World durchstarten!
ETFs, das Taschenmesser der Geldanlage. ImageFlow/Shutterstock

Was sind ETFs? Exchange Traded Funds einfach erklärt!

Mit einer einzigen Transaktion gleichzeitig in hunderte Unternehmen investieren – genau das ermöglichen ETFs. Kein Wunder, dass sie zu den beliebtesten Anlageprodukten für Privatanleger zählen. Doch was sind ETFs genau?

In diesem Artikel erfährst du, was ETFs sind, wie sie funktionieren, welche Arten von ETFs es gibt und wie sich ETFs von aktiven Investmentfonds und Aktien unterscheiden. Nachdem du den Artikel gelesen hast, kennst du Vor- und Nachteile von ETFs in der Geldanlage und bist bereit für den nächsten Schritt bei deinem Vermögensaufbau.

Was ist ein ETF? – Das Wichtigste in Kürze

  • Einen ETF (Exchange Traded Fund) kannst du dir wie einen Korb voll Aktien vorstellen. Er wird täglich an der Börse gehandelt und macht nichts anderes, als einen Index wie den DAX 1:1 nachzubilden.

  • Durch die möglichst genaue Nachbildung eines Index brauchst du keinen Finanzexperten, der dein Geld verwaltet. Das macht der ETF selbst. Deswegen spricht man bei ETFs von passiver Geldanlage.

  • Der Vorteil für dich: Passive ETFs sind sehr günstig. Die jährliche Kostenquote (TER) liegt meist zwischen 0,05 % und 0,6 % von deiner jeweiligen Anlagesumme.

  • Aktive Fonds, bei denen ein Fondsmanager entscheidet, welche Aktien sich im Fonds befinden, sind deutlich teurer – meist zwischen 1,5 % und 2,0 % pro Jahr.

  • Der Vorteil für dich: Mit einem ETF investierst du in mehrere Unternehmen. So sinkt dein Verlustrisiko, weil dein Vermögen nicht von einem Unternehmen abhängt, wie es bei einer einzelnen Aktie der Fall wäre.

  • Schon ab 1 Euro monatlich kannst du in viele ETFs investieren. Ein ETF-Sparplan eignet sich besonders gut für den langfristigen Vermögensaufbau.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein ETF? Die einfache Erklärung!

Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Indexfonds. Das klingt komplizierter als es ist: Einen ETF kannst du dir vorstellen wie einen Korb voller Aktien. Der ETF kauft automatisch alle Wertpapiere eines bestimmten Index wie beispielsweise dem DAX. Er ahmt ihn einfach nach. Das ist wichtig und vorteilhaft, denn auf diese Weise bildet der ETF die Wertentwicklung seines Index fast 1:1 nach. Ein ETF sorgt also dafür, dass du in einen Index investieren kannst. Dafür brauchst du nur dieses eine Anlageprodukt: den ETF.

Aber was ist dann ein Index? Ein Index ist eine Sammlung von Wertpapieren, die einen Markt repräsentieren. Deutschlands bekanntester Index ist der DAX. Er enthält die 40 größten Aktiengesellschaften Deutschlands. Die Größe definiert sich nach ihrem Börsenwert, also dem Kurswert aller im Umlauf befindlichen Aktien. Ein weiteres Beispiel für einen Index ist der MSCI World. Dieser Index umfasst rund 1.500 Unternehmen aus mehr als 23 Industrieländern. Für alle Indizes gilt: Steigen die im Index enthaltenen Aktien im (Kurs-)Wert, steigt auch der Index.

💡 Gut zu wissen

Merke: Wenn du einen ETF auf den DAX oder den MSCI World kaufst, besitzt du Anteile an allen 40 DAX-Unternehmen (MSCI World-Unternehmen) – und das mit einer einzigen Transaktion. Das macht ETFs zu einem der effizientesten Wege, mit wenig Geld und nur einem Produkt breit in den Markt zu investieren.

Wie funktioniert ein ETF?

Wie du nun weißt, ist ein ETF ein Anlageprodukt auf einen Index. Diese Produkte werden durch eine Fondsgesellschaft (z. B. Amundi, iShares oder Vanguard) herausgegeben und in den Markt gebracht. Die Fondsgesellschaft wird auch Emittent genannt. Um ETFs zu emittieren, sammelt sie das Kapital vieler einzelner Anleger ein und investiert es in die Wertpapiere (Aktien, Anleihen…) des Index. Du kaufst durch dein Investment über die Fondsgesellschaft Anteile an diesem ETF und profitierst automatisch von der Wertentwicklung aller im Index enthaltenen Unternehmen.

Einfaches Beispiel: Du investierst 100 Euro in einen DAX-ETF. Dein Geld wird anteilig auf alle 40 DAX-Unternehmen verteilt – von Adidas bis Zalando. Steigt der DAX um 10 %, steigt auch dein ETF-Anteil um rund 10 %. Fällt der DAX, fällt dein ETF entsprechend mit.

 

Wie bildet ein ETF seinen Index ab? Die Replikationsmethoden

Du hast nun gelernt, dass ein ETF einen Index abbildet. Das macht er auf unterschiedliche Weisen. Grundsätzlich gibt es drei Varianten, die jeweils Vor- und Nachteile (siehe auch Tabelle) bieten.

Physische Replikation (Vollreplikation) Der ETF kauft tatsächlich alle Wertpapiere des Index nach. Diese Methode ist die transparenteste: Du weißt jederzeit genau, in was du investiert bist. Besonders bei Indizes mit wenigen Positionen (z. B. DAX mit 40 Titeln) gut geeignet.

Sampling (Optimierte Replikation) Bei großen Indizes mit hunderten Positionen (z. B. MSCI World mit ~1.500 Titeln) kauft der ETF häufig nur die wichtigsten Wertpapiere nach. Und zwar jene, die die Rendite des Index am stärksten beeinflussen. Sampling verursacht in der Regel geringere Transaktionskosten als eine vollständige Replikation.

Synthetische Replikation (Swap-ETF) Der ETF bildet den Index nicht durch direkten Kauf nach, sondern über ein Tauschgeschäft (Swap) mit einer Bank. Die Bank stellt über einen Tauschvertrag die Indexrendite bereit. Das ist kostengünstiger, aber etwas komplexer.

Replikationsmethode Vorteil🟢 Nachteil🔴

Physische Replikation

Replikationsmethode

Genaueste Abbildung des Index durch direkten Kauf der Werte

Vorteil🟢

Der Kauf aller Index-Werte sorgt tendenziell für höhere Kosten

Nachteil🔴

Sampling

Replikationsmethode

Tendenziell geringere Kosten durch geringere Käufe

Vorteil🟢

Die reduzierte Titelauswahl kann zu Abweichungen vom Index führen

Nachteil🔴

Synthetische Replikation

Replikationsmethode

Ermöglichen Investoren (günstigen) Zugang zu Nischenmärkten

Vorteil🟢

Kontrahenten-Risiko: Möglicher Ausfall eines Partners kann Verluste zeitigen

Nachteil🔴

Jens Jüttner

ETFs sind das Schweizer Taschenmesser der Geldanlage – einfach, günstig und für fast jeden Anlegertyp geeignet.

Jens Jüttner
Jens Jüttner
Redakteur bei finanzen.net Ratgeber

ETFs unterscheiden sich nicht nur darin, wie sie ihren Index abbilden. Auch beim Umgang mit den Dividenden der Unternehmen aus dem Index gibt es Unterschiede. Dividenden sind Zahlungen des Unternehmens an seine Aktionäre. Und wie du weißt, bist du als Aktionär Miteigentümer des Unternehmens entsprechend deiner Anzahl an Aktien. Wirtschaftet das Unternehmen erfolgreich und erzielt einen Gewinn, kann es den Betrag entweder in die Finanzierung weiterer Ideen oder die Entwicklung neuer Produkte investieren. Oder es kann den Gewinn voll oder in Teilen an die Aktionäre ausschütten.

Je Aktie, also je Unternehmensanteil, gibt es dann einen gewissen Geldbetrag, der auf der jährlichen Hauptversammlung der Aktionäre beschlossen wird. Nicht anders verhält es sich bei ETFs. Bei ETFs hältst du anteilig die Aktien aus einem Index. Somit stehen dir auch die jeweiligen Dividenden zu. Nun existieren zwei Möglichkeiten, wie ETFs mit den Dividenden umgehen. Entweder schütten sie die Dividenden an die ETF-Anteilseigner aus oder sie legen sie wieder an. Deshalb gibt es ausschüttende ETFs und thesaurierende ETFs.

Merkmal Thesaurierender ETF 🔒 Ausschüttender ETF 💸

Was passiert mit den Erträgen (Dividenden)?

Merkmal

Werden automatisch in weitere Indexanteile reinvestiert

Thesaurierender ETF 🔒

Werden regelmäßig ausgezahlt

Ausschüttender ETF 💸

Wofür geeignet?

Merkmal

Langfristiger Vermögensaufbau

Thesaurierender ETF 🔒

Wer regelmäßige Auszahlungen bevorzugt

Ausschüttender ETF 💸

Zinseszinseffekt

Merkmal

Maximaler Effekt ✅

Thesaurierender ETF 🔒

Geringer (Erträge verlassen den Fonds) ⚠️

Ausschüttender ETF 💸

Steuerliche Handhabung

Merkmal

Vorabpauschale einmal jährlich

Thesaurierender ETF 🔒

Erträge werden direkt besteuert

Ausschüttender ETF 💸
💡 Gut zu wissen

Zinseszinseffekt: Der Zinseszinseffekt ist ein zentraler Baustein für deine Vermögensstrategie. Nutze unseren Zinseszinsrechner, um die Kraft dieses Renditeturbos zu visualisieren.

Welche ETF-Typen gibt es?

ETFs gibt es für nahezu jeden Markt und jede Anlageklasse. Die ETF-Typen werden anhand der Anlageklasse unterschieden, in die sie investieren. In Europa sind aufgrund der UCITS-Richtlinie folgende ETF-Typen bekannt:

Aktien-ETFs sind die bekannteste und für Einsteiger empfehlenswerteste Kategorie. Sie investieren in Aktienindizes wie DAX, MSCI World oder S&P 500 und eignen sich gut für den langfristigen Vermögensaufbau.

Anleihen-ETFs investieren in festverzinsliche Wertpapiere wie Staats- oder Unternehmensanleihen. Sie schwanken weniger stark als konventionelle Aktien-ETFs und können als stabilisierender Portfolio-Baustein dienen.

Themen- und Branchen-ETFs fokussieren sich auf bestimmte Investmentthemen und/oder Branchen (zum Beispiel Technologie, Gesundheit, Erneuerbare Energien). Höheres Renditepotenzial, aber auch höheres Risiko – für Einsteiger weniger geeignet.

Geldmarkt-ETFs sind die konservativste ETF-Variante. Sie investieren in kurzlaufende, „sichere“ Wertpapiere und entwickeln sich ähnlich wie ein Tagesgeldkonto – allerdings mit börsentäglicher Verfügbarkeit.

Rohstoff-ETCs investieren in Rohstoffe. Aufgrund der UCITS-Richtlinie handelt es sich nicht um ETFs sondern um ETCs (Exchange Traded Commodities). So kannst du beispielsweise in Gold, Stahl, Öl oder Agrarrohstoffe investieren.

Krypto-ETNs/-ETPs machen Kryptowährungen einzeln oder in Kombination (Körben) investierbar. Genauso wie bei den Rohstoff-ETCs handelt es sich nicht um ETFs sondern um Exchange Traded Notes (ETNs) bzw. Exchange Traded Products (ETPs).

💡 Gut zu wissen

UCITS-Richtlinie: In der EU unterliegen alle ETFs der UCITS-Richtlinie. Sie schreibt strenge Diversifikations- und Transparenzpflichten vor. Daher kann ein ETF auch nicht ausschließlich in eine Anlageklasse investieren wie beispielsweise der Bitcoin-ETF in den USA.

ETF vs. aktiver Fonds vs. Aktie: Die Unterschiede

Der entscheidende Unterschied ist: Ein ETF folgt einem Index automatisch. Ein aktiver Fonds hat dagegen ein Fondsmanagement-Team, das versucht, durch gezielte Auswahl von Aktien, Anleihen, Rohstoffen und Krypto besser als der Markt abzuschneiden.

Merkmal ETF (passiv) 🏖️ Aktiver Fonds 🏃‍♂️‍➡️

Verwaltung

Merkmal

Automatisch, kein Fondsmanager

ETF (passiv) 🏖️

Fondsmanager trifft Anlageentscheidungen

Aktiver Fonds 🏃‍♂️‍➡️

Kosten (TER)

Merkmal

0,05 % – 0,6 % p. a.

ETF (passiv) 🏖️

1,0 % – 2,0 % p. a.

Aktiver Fonds 🏃‍♂️‍➡️

Ausgabeaufschlag 

Merkmal

Keiner

ETF (passiv) 🏖️

Bis zu 5 %

Aktiver Fonds 🏃‍♂️‍➡️

Transparenz

Merkmal

Hoch (täglich einsehbar)

ETF (passiv) 🏖️

Begrenzt (abhängig von der Veröffentlichung des Managements)

Aktiver Fonds 🏃‍♂️‍➡️

Langfristige Rendite 

Merkmal

Entspricht dem Index (Marktrendite)

ETF (passiv) 🏖️

Abhängig vom Fondsmanagement, langfristig meist unterhalb des Vergleichsindex

Aktiver Fonds 🏃‍♂️‍➡️

Einfaches Beispiel: Du hast jetzt schon häufiger gelesen, dass ETFs mit einer Gesamtkostenquote (TER) von 0,05 % bis 0,6 % sehr günstig sind. Hier nun ein einfaches Rechenbeispiel zur Veranschaulichung. Angenommen du investierst 1.000 Euro in einen ETF mit einer TER von 0,5 %, dann betragen deine laufenden Kosten pro Jahr fünf Euro. Diese werden allerdings nicht abgebucht, sondern reduzieren die Rendite deines ETFs. Erzielt dein Aktien-ETF im Jahr beispielsweise eine Rendite von 6,0 %, musst du bei einer TER von 0,5 % mit einer Rendite von 5,5 % rechnen.

💡 Gut zu wissen

Studienlage: Laut einer Scope-Auswertung schafft es die große Mehrheit aktiver Fonds nicht, ihren Vergleichsindex über einen Zeitraum von zehn oder mehr Jahren nach Kosten zu übertreffen. Die hohen Gebühren fressen zudem häufig eine mögliche Mehrrendite auf.

ETF vs. Einzelaktie

Mit einer Einzelaktie investierst du in genau ein Unternehmen. Will sagen: Wenn du eine Adidas- oder eine Zalando-Aktie kaufst, verfügst du über einen Anteil an dem Unternehmen. Und nur dieses einen Unternehmens. Das birgt ein hohes Klumpenrisiko: Wirtschaftet der CEO des Unternehmens schlecht, leidet dein gesamtes Investment. So gesehen ist der Erfolg deines Vermögensaufbaus von der Entwicklung dieses einen Unternehmens abhängig.

Ein ETF verteilt dein Kapital dagegen auf viele Unternehmen gleichzeitig. Ein Kursrückgang bei einem einzelnen Unternehmen hat damit eine geringere Auswirkung auf dein Gesamtportfolio. Denn es ist recht unwahrscheinlich, dass die Kurse aller Unternehmen deines ETFs gleichzeitig sinken. Der Grundgedanke folgt der Modernen Portfolio-Theorie nach Harry Markowitz. Die wichtigste Erkenntnis des US-Ökonomen lautet: Ein diversifiziertes Portfolio ist einem Einzelinvestment immer überlegen. Oder kurz gesagt: Lege nicht alle Eier in einen Korb.

💡 Gut zu wissen

Du hast noch kein Depot oder zahlst zu hohe Gebühren? Dann nutze jetzt den Online-Broker-Vergleich von finanzen.net und finde das für dich günstigste Depot.

Vorteile und Nachteile von ETFs

Viele Anleger entscheiden sich für ETFs, weil sie einfach, transparent und vergleichsweise günstig sind. Dennoch lohnt sich ein genauer Blick auf die Stärken und Schwächen dieses Anlageprodukts. In der Übersicht siehst du die wichtigsten Vor- und Nachteile von ETFs.

Vorteile ✅ Nachteile ⚠️
Günstig: ETFs weisen im Vergleich zu den meisten
Produkten geringe laufende Kosten auf (TER 0,05–0,6 %).
Kursrisiko: Der Anteilswert des ETFs sowie der Kurswert
der enthaltenen Aktien kann stark schwanken
Breite Streuung: Die Investition mit nur einem Produkt
in mehrere Wertpapiere senkt das Verlustrisiko.
Keine Überrendite: Im Gegensatz zu aktiven Fonds können
ETFs keine (potenzielle) Überrendite erzielen.
Transparent: Zusammensetzung des Index ist täglich
einsehbar (beispielsweise beim Emittenten).
Eingeschränkte Aktionärsrechte: Die Aktien gehören der
Fondsgesellschaft. Damit hält sie auch das Stimmrecht.
Flexibilität: ETFs sind börsentäglich handelbar. Das macht
den Handel sehr flexibel.
Passivität: Anleger haben keinen Einfluss auf die
Zusammensetzung des Index.
Sondervermögen: Dein ETF-Vermögen ist sogar bei
einer Insolvenz der Fondsgesellschaft geschützt.
Rollverluste: Anleihen-ETFs können Rollverluste beim Tausch
ausgelaufener Papiere gegen neue Anlagen aufweisen.
Niedrigschwellig: ETF-Sparpläne sind bereits ab einer
Rate von 1 € möglich.
Klumpenrisiken: Themen-ETFs und nach Marktkapitalisierung
gewichtete ETFs können Klumpenrisiken aufweisen/entwickeln.

Für wen eignen sich ETFs?

ETFs eignen sich besonders gut für:

  • Einsteiger, die einfach, kostengünstig und ohne Börsenkenntnisse investieren möchten
  • Langfristige Anleger, die 10, 15 oder mehr Jahre ihr Geld arbeiten lassen wollen
  • Sparer, die mit kleinen monatlichen Beträgen Vermögen aufbauen möchten
  • Menschen, die für die Rente vorsorgen, aber keine teure Lebensversicherung abschließen wollen
⚠️ Wichtig

Achtung: ETFs sind keine risikofreie Anlage. Sie werden an der Börse ge- und verkauft. Daher kann der Kurs eines ETFs schwanken. Kurzfristig können Verluste entstehen. Falls du dein Geld in wenigen Jahren benötigst, solltest du eher auf konservative Anlageformen wie Tagesgeld oder Festgeld zurückgreifen. Such dir dein passendes Angebot in unserem Tagesgeld– und Festgeld-Vergleich heraus.

ETF kaufen: So startest du

Um in ETFs zu investieren, brauchst du nur drei Dinge:

Schritt 1: Depot eröffnen: Ein Wertpapierdepot ist dein „Konto für Wertpapiere“. Dort werden deine ETF-Anteile (und alle anderen Wertpapiere wie Aktien und Anleihen) verwahrt. Bei Neobrokern und Direktbanken ist die Depotführung oft kostenlos. Für ETF-Sparpläne fallen bei vielen Anbietern keine Ordergebühren an. Grundsätzlich gilt: Kein Depot → Kein Wertpapier.

Schritt 2: ETF auswählen: Entscheide dich für einen Index, den du nachbilden möchtest. Für Einsteiger empfiehlt sich ein weltweit streuender Aktien-ETF, z. B. auf den MSCI World, den MSCI ACWI oder den FTSE All-World. Achte dabei auf geringe Kosten (TER), ausreichendes Fondsvolumen (mind. 100 Mio. Euro) und möglichst eine physische Replikation.

Schritt 3: Einmal-Investments oder Sparplan: Du kannst entweder eine Einmalanlage tätigen oder einen ETF-Sparplan einrichten, der monatlich automatisch einen festen Betrag investiert. Letzteres hat den Vorteil des sogenannten Cost-Average-Effekts: Du kaufst bei niedrigen Kursen mehr Anteile, bei hohen Kursen weniger.

Top-Empfehlung

ETFs bei finanzen.net ZERO kaufen!

ETFs kaufen ohne Ordergebühren (zzgl. Spreads)

Sparen ab 1 € im Monat
Keine Depot- oder Ordergebühren (zzgl. marktüblicher Spreads)
In wenigen Minuten online eröffnen – komplett papierlos
Kostensieger bei Stiftung Warentest (Ausgabe 12/2025)

Zum Anbieter1
💡 Gut zu wissen

Was bringt’s? Wenn du 25 Jahre lang monatlich 200 Euro in einen weltweiten Aktien-ETF investierst, kommst du bei einer historisch realistischen Rendite von 7 % p. a. auf ein Endvermögen von rund 160.000 Euro – bei eingezahlten 60.000 Euro. Teste unseren ETF-Sparplanrechner und visualisiere deine Vermögensziele.

Häufige Fragen zu ETFs

Was ist der Unterschied zwischen ETF und Indexfonds?

Ein ETF ist ein Indexfonds – mit dem Unterschied, dass er an der Börse gehandelt wird. Klassische Indexfonds werden direkt beim Anbieter gekauft und nur einmal täglich bewertet. ETFs können dagegen jederzeit während der Börsenöffnungszeiten zu aktuellen Kursen gehandelt werden. Für Privatanleger sind ETFs daher in der Regel die flexiblere Wahl.

Sind ETFs sicher?

ETFs gelten als vergleichsweise sichere Anlageform – aber nicht risikolos. Dein investiertes Kapital ist als Sondervermögen geschützt, auch wenn der ETF-Anbieter insolvent werden sollte. Marktrisiken – also Kursschwankungen – kannst du jedoch nicht ausschließen. Wer breit gestreut und langfristig investiert, kann diese Schwankungen in der Regel aussitzen.

Wie viel Rendite kann ich mit ETFs erwarten?

Das lässt sich nicht garantieren. Historisch haben breit gestreute weltweite Aktien-ETFs wie ein MSCI-World-ETF langfristig (über 15+ Jahre) durchschnittlich 7–8 % pro Jahr erzielt. Für realistische Planungen empfehlen Experten, mit 5–6 % nach Kosten zu rechnen. Vergangene Renditen sind keine Garantie für die Zukunft.

Ab wie viel Euro kann ich in ETFs investieren?

Bei vielen Brokern kannst du bereits ab 1 Euro einen ETF-Sparplan einrichten. Üblicherweise starten Sparpläne bei 25 Euro pro Monat. Eine Einmalanlage ist ebenfalls ab kleinen Beträgen möglich.

Muss ich ETFs versteuern?

Ja. Auf Kursgewinne beim Verkauf und auf Ausschüttungen fällt die Abgeltungssteuer (25 % + Solidaritätszuschlag) an. Der jährliche Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro (2.000 Euro für Ehepaare) bleibt steuerfrei. Bei einem inländischen Broker wird die Steuer automatisch abgeführt. Bei thesaurierenden ETFs fällt jährlich eine geringe Vorabpauschale an.

Was passiert mit meinem ETF, wenn der Anbieter pleitegeht?

Dein ETF-Kapital ist als Sondervermögen rechtlich vom Vermögen des Anbieters getrennt. Im Insolvenzfall würde ein Treuhänder die Verwaltung übernehmen, dein Geld bleibt erhalten. Du verlierst deine Anteile also nicht.

Fazit

ETFs sind der einfachste und günstigste Weg, um als Privatanleger breit gestreut in den Markt zu investieren. Niedrige Kosten, gesetzlicher Anlegerschutz als Sondervermögen und die Möglichkeit, bereits ab kleinen Beträgen zu starten, machen sie zur Grundlage jeder modernen Anlagestrategie. Wer langfristig denkt – mindestens 10 bis 15 Jahre – und auf einen breit gestreuten weltweiten Aktien-ETF setzt, hat die besten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Vermögensaufbau.

Der erste Schritt: Eröffne hier dein kostenloses Depot bei finanzen.net ZERO!

Fazit: Was sind ETFs?

  1. ETFs werden von ETF-Emittenten herausgebracht und bilden einen Index wie den DAX oder MSCI World ab.
  2. ETFs bilden den Index unterschiedlich ab. Und zwar entweder physisch, per Sampling oder synthetisch.
  3. ETFs können Erträge wie Dividenden wieder anlegen (thesaurieren) oder an die Anleger ausschütten.
  4. ETF-Typen sind: Aktien-ETFs, Themen-ETFs, Anleihen-ETFs, Geldmarkt-ETFs, Rohstoff-ETCs, Krypto-ETPs.
  5. ETFs sind passive Anlageformen ohne Fondsmanager. Das unterscheidet sie von teureren aktiven Fonds.
  6. ETFs eignen sich für Einsteiger, langfristig orientierte Anleger, regelmäßige Sparer und für die Altersvorsorge.
  7. Um mit ETFs zu starten und in sie zu investieren, brauchst du zunächst ein Depot.

Du hast immer noch kein Depot? Dann klicke auf finanzen.net ZERO und werde zum Investor!

Disclaimer: Die in diesem Artikel enthaltenen Inhalte dienen ausschließlich allgemeinen Informations-, Bildungs- und Marketingzwecken ohne Gewähr auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität. Die Inhalte stellen keine Anlageberatung, Anlagestrategieempfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten dar. Die Informationen berücksichtigen nicht die individuellen Anlageziele und finanzielle Situation des Lesers. Jede Anlageentscheidung sollte eigenverantwortlich getroffen und sorgfältig geprüft werden. Vor einer Anlageentscheidung sollte der Rat eines Anlage- und Steuerberaters eingeholt werden. Der Handel mit Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten ist mit hohen Risiken verbunden, bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Aussagen über zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen basieren grundsätzlich auf Annahmen und Einschätzungen, die sich im Zeitablauf als nicht zutreffend erweisen können. Wir übernehmen keine Haftung für Verluste, die durch die Umsetzung der in diesem Artikel genannten Informationen entstehen.

1Hinweis zu ZERO: finanzen.net zero ist ein Angebot der finanzen.net zero GmbH, einer Tochter der finanzen.net GmbH.

*Hinweis zu Affiliate-Links: Unsere Ratgeber-Artikel sind objektiv und unabhängig erstellt, wobei mit Sternchen gekennzeichnete Links zur Finanzierung der kostenlosen Inhalte dienen. Die Vergütung aus diesen Links hat keinen Einfluss auf unsere Inhalte.