Die gesetzliche Rente reicht für ein gutes Leben im Alter oft nicht aus. Durch die gestiegene Lebenserwartung haben immer mehr Menschen Anspruch auf diese Form der Altersvorsorge – daher wird das Rentenniveau immer geringer. Vielen Rentnern in Deutschland droht deshalb die Altersarmut.
Während hierzulande der Anteil der gesetzlichen Rente am Nettoeinkommen vor Renteneintritt bei nur rund 51 Prozent liegt, sind es laut OECD-Daten in der gesamten Europäischen Union im Schnitt 71. Spitzenreiter ist Kroatien mit 129 Prozent des Nettoeinkommens gefolgt von den Niederlanden mit 101. Deutschland liegt innerhalb der EU gerade einmal auf dem fünftletzten Rang und hat damit ein vergleichsweise niedriges Rentenniveau. Dennoch hält der überwiegende Teil der Bevölkerung an der gesetzlichen Rente als alleiniger Absicherung im Alter fest. Das könnte zukünftig jedoch zu einem geringen Lebensstandard bei Rentnern sorgen.
Ein Beispiel: Ein Ruheständler, der 45 Jahre lang Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt und immer durchschnittlich verdient hat, erhält in Deutschland knapp 1.538 Euro – nach Abzug von Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag sowie vor Steuern. Diese Rente wird auch als Standardrente bezeichnet.
Hinweis: Das Grundrenten-Modell könnte das Problem der Altersarmut in Zukunft verkleinern. Ob dies die Rentenlücke schließen kann, ist jedoch fraglich. Wer später einen guten Lebensstandard haben möchte, kommt an einer privaten Altersvorsorge, zum Beispiel in Form einer privaten Aktienrente, auch dann kaum vorbei.