Warum Bargeldgeschenke Rendite fressen und wie die eigene IBAN das Problem löst
von Jennifer Kus
Veröffentlicht am
Der Klassiker nach der Taufe, dem Geburtstag oder zu Weihnachten. Oma steckt dem Enkelkind diskret einen 50-Euro-Schein zu. Was gut gemeint ist, stellt Eltern oft vor ein logistisches Problem. Entweder landet das Geld in einer Spardose, wo es durch die Inflation schleichend an Kaufkraft verliert, oder es verschwindet im „Schwarzen Loch“ des elterlichen Girokontos. Am Monatsende ist der Betrag für den Wocheneinkauf oder die Tankfüllung aufgebraucht, und der ursprüngliche Zweck, also die finanzielle Vorsorge für das Kind, ist verfehlt.
Um für Kinder ein echtes Startkapital aufzubauen, ist der Abschied vom Bargeld-Umschlag notwendig. Eine strukturierte, digitale Lösung ist nicht nur effizienter, sondern nutzt auch die Zeit als wertvollsten Hebel am Kapitalmarkt.
Wer Geld für Kinder spart, hat einen entscheidenden Vorteil – den Anlagehorizont. Bei einer Laufzeit von 18 Jahren entfaltet der Zinseszins (also der Effekt, bei dem erwirtschaftete Erträge wieder angelegt werden und ihrerseits Gewinne abwerfen) seine volle Kraft.
In der folgenden Tabelle siehst du, wie sich unterschiedliche monatliche Sparraten entwickeln und wie hoch der Anteil der Zinsgewinne am Ende tatsächlich ist:
| Monatliche Sparrate | Einzahlung (Summe) | Endkapital (6 % p.a.) | Davon Zinsgewinn |
| 25 € | 5.400 € | ~9.610 € | ~4.210 € |
| 50 € | 10.800 € | ~19.220 € | ~8.420 € |
| 100 € | 21.600 € | ~38.440 € | ~16.840 € |
| 250 € | 54.000 € | ~96.100 € | ~42.100 € |
Wichtige Erkenntnisse aus der Berechnung:
Wichtig zu wissen: Die 6 % sind ein Durchschnittswert. Da die Märkte schwanken, wird das Depot zwischendurch auch mal im Minus stehen. Über 18 Jahre haben sich breit gestreute Welt-Indizes in der Vergangenheit jedoch immer positiv entwickelt.
Einmalige Geldgeschenke, die lediglich auf einem unverzinsten Tagesgeldkonto liegen, verlieren bei einer moderaten Inflationsrate von ~2 % pro Jahr hingegen in 18 Jahren fast ein Drittel ihres realen Wertes.
Die einzig sinnvolle Antwort darauf ist also die Investition in den Kapitalmarkt, beispielsweise über ETFs (Exchange Traded Funds). Diese bilden ganze Indizes ab und ermöglichen eine breite Diversifikation (Risikostreuung). Anstatt auf einzelne Aktien zu setzen, verteilt man das Kapital auf Tausende Unternehmen weltweit. Das reduziert das Ausfallrisiko erheblich. Zudem arbeiten moderne Kinder-Depots oft mit der Thesaurierung. Das bedeutet, dass Dividenden automatisch reinvestiert werden, was den Zinseszinseffekt ohne manuelles Zutun verstärkt.
Ein weiterer oft unterschätzter Punkt ist der steuerliche Aspekt. Kinder haben in Deutschland eigene Steuerfreibeträge (Grundfreibetrag sowie Sparer-Pauschbetrag). Werden Kapitalerträge direkt auf den Namen des Kindes erwirtschaftet, bleiben diese oft komplett steuerfrei, sofern die jährlichen Einkünfte unter der Grenze für die Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung) liegen.
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Theoretisch könnten Eltern für jedes Kind ein eigenes Depot bei einem Online-Broker eröffnen, manuell ETFs auswählen und jedes Geldgeschenk der Verwandtschaft per Einzelkauf investieren. In der Praxis scheitert dieses Modell jedoch oft an der Komplexität und dem Zeitaufwand:
Hier setzt die Logik moderner Vermögensverwalter an, die den Prozess vollständig automatisieren. Als Beispiel für eine solche Lösung dient OSKAR2. Der entscheidende Vorteil liegt hier in der technologischen Infrastruktur. OSKAR stellt für jedes Kind-Depot eine eigene, dedizierte IBAN zur Verfügung.
Dank dem IBAN-Ansatz müssen Verwandte den Eltern kein Bargeld mehr geben oder es auf deren Privatkonto überweisen. Sie können bequem per Dauerauftrag oder Einzelüberweisung direkt auf das Verrechnungskonto des Kindes bei OSKAR einzahlen. Sobald das Geld eingeht, wird es automatisch gemäß der gewählten Strategie in das ETF-Portfolio investiert. Es gibt keine ungenutzten Cash-Bestände und keine Notwendigkeit für die Eltern, als „Zwischenhändler“ für das Geld zu agieren.
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Möchtest du deinem Enkelkind langfristig eine Freude machen? So einfach funktioniert der moderne „Umschlag“:
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Ein moderner Vermögensaufbau für die nächste Generation sollte zudem zwei weitere Faktoren berücksichtigen: Ethik und Sicherheit. Viele Eltern legen heute Wert auf ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance). Das bedeutet, dass bei der Auswahl der ETFs Unternehmen ausgeschlossen werden, die in kontroversen Branchen wie Rüstung oder Tabak tätig sind oder Umweltstandards missachten.
Die Asset Allokation, also die Mischung aus risikoreicheren Aktien und wertstabileren Anleihen, muss zudem zum Alter des Kindes passen. Während bei einem Neugeborenen eine hohe Aktienquote aufgrund der langen Laufzeit sinnvoll ist, kann es kurz vor dem 18. Geburtstag ratsam sein, das Risiko zu reduzieren. Ein automatisierter Service übernimmt dieses Rebalancing und sorgt dafür, dass die ursprüngliche Strategie gewahrt bleibt, ohne dass die Eltern die Märkte täglich beobachten müssen.
Ein ganzheitlicher Ansatz geht zudem über reine Aktien-ETFs hinaus. Um das Depot zusätzlich gegen extreme Kaufkraftverluste abzusichern, integrieren Anbieter wie OSKAR neben globalen Aktien auch Sachwerte wie Gold oder inflationsgeschützte Anleihen in die Anlagestruktur.
Der Bargeld-Umschlag ist ein Relikt aus einer Zeit, in der das Sparbuch noch Zinsen abwarf. In der heutigen Marktsituation ist er eine Form der schleichenden Enteignung des kindlichen Vermögens. Der Übergang zu einer automatisierten, ETF-basierten Lösung ist daher unverzichtbar und durch die Vergabe einer eigenen IBAN, wie es OSKAR2 praktiziert, wird das Sparen für Kinder zu einem Gemeinschaftsprojekt der gesamten Familie.
Es entlastet die Eltern von der Buchhaltung und stellt sicher, dass jeder Euro, ganz egal ob von den Großeltern, Paten oder Eltern, sofort dort arbeitet, wo er den größten Nutzen stiftet: im Zinseszins-Kreislauf des globalen Kapitalmarkts.
Ab welchem Betrag lohnt sich die Anlage?
Dank moderner Bruchteil-Käufe kann man bereits ab 25 € monatlich oder einmalig starten. Jeder Euro profitiert ab dem ersten Tag vom Zinseszins.
Gehört das Geld rechtlich dem Kind?
Bei einer Eröffnung auf den Namen des Kindes (wie bei OSKAR möglich) ist das Kind der rechtliche Eigentümer. Das schützt das Vermögen und sichert die steuerlichen Freibeträge des Kindes.
Wie flexibel ist das Ersparte?
Auch wenn der Anlagehorizont langfristig sein sollte, bleibt das Geld verfügbar. Es gibt keine festen Laufzeiten. Auszahlungen oder Anpassungen der Sparrate sind jederzeit möglich.
Was passiert, wenn die Kurse fallen?
Schwankungen gehören am Kapitalmarkt dazu. Da das Geld für das Kind jedoch viele Jahre Zeit hat, gleichen sich diese Phasen historisch gesehen aus. Eine breite Streuung über Tausende Unternehmen weltweit minimiert das Risiko zusätzlich.
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2Hinweis: Oskar ist eine Marke der Oskar.de GmbH, eine Ausgründung der finanzen.net GmbH. Die Scalable Capital Vermögensverwaltung GmbH verwaltet das Vermögen, die Baader Bank AG führt die Depots mit Verrechnungskonten. Weitere Informationen finden Sie hier.
Disclaimer: Die in diesem Artikel enthaltenen Inhalte dienen ausschließlich allgemeinen Informations-, Bildungs- und Marketingzwecken ohne Gewähr auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität. Die Inhalte stellen keine Anlageberatung, Anlagestrategieempfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten dar. Die Informationen berücksichtigen nicht die individuellen Anlageziele und finanzielle Situation des Lesers. Jede Anlageentscheidung sollte eigenverantwortlich getroffen und sorgfältig geprüft werden. Vor einer Anlageentscheidung sollte der Rat eines Anlage- und Steuerberaters eingeholt werden. Der Handel mit Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten ist mit hohen Risiken verbunden, bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Aussagen über zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen basieren grundsätzlich auf Annahmen und Einschätzungen, die sich im Zeitablauf als nicht zutreffend erweisen können. Wir übernehmen keine Haftung für Verluste, die durch die Umsetzung der in diesem Artikel genannten Informationen entstehen.
1Hinweis: finanzen.net zero ist ein Angebot der finanzen.net zero GmbH, einer Tochter der finanzen.net GmbH.