Mit dem Altersvorsorgedepot öffnet der Staat die Tür für renditestarke Investments in ETFs und Aktien-Fonds – inklusive staatlicher Förderung. Doch Rendite ist nicht alles: Hohe Gebühren können über die Jahrzehnte ein tiefes Loch in dein Polster reißen. Mit unserem Altersvorsorgedepot-Rechner findest du sofort heraus, wie viel von der Förderung nach Abzug aller Kosten wirklich in deinem Geldbeutel landet.
Unser kostenloser Rechner zeigt dir in Sekunden:
- Wie hoch deine jährliche Förderung durch Grundzulage, Kinderzulage und Berufseinsteiger-Bonus ausfällt
- Ob du zusätzlich einen steuerlichen Vorteil durch die Günstigerprüfung erhältst
- Wie viel Vermögen nach deiner gewählten Spardauer realistisch in deinem Depot landen könnte – inklusive Rendite und Inflation
Gib einfach deine monatliche Sparsumme, dein Einkommen, die Anzahl deiner Kinder und dein Geburtsjahr ein – der Rechner erledigt den Rest.
Depot & Altersvorsorgedepot aus einer Hand. Schon jetzt kostenlos eröffnen und ab Januar keine Förderung verpassen.
🔒 Kostenlos · Komplett online · In wenigen Minuten erledigt
Was ist das Altersvorsorgedepot?
Das Altersvorsorgedepot ist ein neues, staatlich gefördertes Anlageprodukt für die private Altersvorsorge. Wer für das Alter vorsorgen möchte, zahlt in der Ansparphase regelmäßig Geld ein und investiert es in Wertpapiere wie ETFs oder Fonds – mit dem Ziel, langfristig eine attraktive Rendite zu erzielen. Ab dem Rentenalter folgt dann die Auszahlphase, in der das aufgebaute Kapital in der Regel monatlich ausgezahlt wird. Das neue Depot löst die Riester-Rente ab und soll Sparerinnen und Sparern den Einstieg in den Kapitalmarkt mit staatlicher Unterstützung deutlich leichter machen. Die Konditionen stehen fest, der Bundestag hat das Gesetz verabschiedet. Starttermin bleibt der 1. Januar 2027.
Wie hoch ist die staatliche Förderung beim Altersvorsorgedepot?
Der Staat unterstützt das Sparen mit dem Altersvorsorgedepot durch Zulagen, Steuerersparnisse oder eine Kombination aus beiden. Wer bis zu 360 Euro im Jahr einzahlt, erhält einen staatlichen Zuschuss von 50 Cent pro Euro – das sind bis zu 180 Euro jährlich. Für Einzahlungen zwischen 361 und 1.800 Euro gibt es zusätzlich 25 Cent pro Euro, also nochmals bis zu 360 Euro. Die maximale Grundzulage beläuft sich damit auf 540 Euro pro Jahr. Familien profitieren besonders: Die volle Kinderzulage von 300 Euro pro Kind wird bereits ab einem Eigenbeitrag von 25 Euro im Monat erreicht. Ergänzend dazu kann über die Steuererklärung eine weitere steuerliche Entlastung beantragt werden. Die Förderstruktur ist gegenüber Riester deutlich vereinfacht und fällt nach der parlamentarischen Nachbesserung nochmals höher aus als im ersten Entwurf.
Drei Produktvarianten zur Auswahl
Ab 2027 stehen dir drei Produktkategorien offen. Welche zu dir passt, hängt von deinem Anlagehorizont und deiner Risikobereitschaft ab.
Altersvorsorgedepot ohne Garantie. Du investierst direkt in ETFs und Fonds – mit bis zu 100 Prozent Aktienquote. Keine Beitragsgarantie, dafür die höchsten Renditechancen. Historisch hat der MSCI World über jeden 15-Jahres-Zeitraum seit 1970 eine positive Rendite erzielt. Diese Variante eignet sich für alle mit einem Anlagehorizont von mindestens 15 Jahren.
Standarddepot. Jeder Anbieter muss verpflichtend ein Standardprodukt anbieten. Es besteht aus zwei vorausgewählten Fonds – einem risikoarmen und einem chancenorientierteren. Die Effektivkosten sind auf maximal 1 Prozent pro Jahr gedeckelt. Zusätzlich wird ein öffentlicher Träger ein eigenes Standarddepot bereitstellen. Das Standarddepot richtet sich an Einsteiger, die sich nicht selbst um die Fondsauswahl kümmern wollen. Wer sich auch nur grundlegend mit ETFs beschäftigt, fährt mit der selbst zusammengestellten Variante günstiger.
Garantieprodukt. Produkte mit 80 oder 100 Prozent Beitragserhalt zum Rentenbeginn. Die Garantie kostet Rendite, weil ein Teil des Geldes in sichere Anlagen fließen muss. Für Sparer kurz vor der Rente oder mit sehr geringer Risikotoleranz kann das sinnvoll sein – für alle anderen überwiegen die Nachteile der eingeschränkten Aktienquote.
Wenn das Altersvorsorgedepot am 1. Januar 2027 startet, werden hunderttausende Sparer gleichzeitig versuchen, ein Depot zu eröffnen. Die Folge: überlastete Systeme, lange Wartezeiten bei der Identitätsprüfung, verzögerte Freischaltungen. Und jeder Tag Verzögerung ist ein Tag ohne Förderung – denn die Zulagen fließen nicht rückwirkend. Wer jetzt bei finanzen.net ZERO ein kostenloses Depot eröffnet, hat die Identitätsprüfung bereits erledigt und kann am 1. Januar direkt loslegen – ohne Warteschlange, ohne verpasste Förderung.
Wie hoch sind die Kosten beim Altersvorsorgedepot?
Bei einem langfristigen Sparprodukt können selbst geringe laufende Kosten über die Jahre einen erheblichen Teil der erzielten Rendite aufzehren. Für das Altersvorsorgedepot gilt ein Kostendeckel von maximal 1 Prozent Effektivkosten pro Jahr für das sogenannte Standardprodukt, das jeder Anbieter zwingend im Angebot haben muss. Zusätzlich wird ein öffentlicher Träger ein eigenes Standarddepot anbieten, das den Kostendruck im Markt weiter erhöhen dürfte. Wer sich selbst um die ETF-Auswahl kümmert, kommt mit typischerweise 0,1 bis 0,2 Prozent pro Jahr deutlich günstiger. Über 40 Jahre macht der Unterschied zwischen 0,2 und 1 Prozent Kosten rund 65.000 Euro aus – Eigeninitiative bei der Fondsauswahl zahlt sich also aus.
Besteuerung: Nachgelagert und vorteilhaft
Das Altersvorsorgedepot folgt dem Prinzip der nachgelagerten Besteuerung: Jetzt steuerfrei einzahlen und investieren, später im Ruhestand versteuern – wenn dein Steuersatz in der Regel deutlich niedriger liegt.
In der Ansparphase: Alle Erträge bleiben komplett steuerfrei. Keine Abgeltungssteuer auf Kursgewinne, keine Vorabpauschale, keine Steuern bei Umschichtungen zwischen Fonds. Der Zinseszins arbeitet über Jahrzehnte ungebremst. In einem normalen Depot zahlst du bei jedem Verkauf mit Gewinn sofort Steuern – im Altersvorsorgedepot nicht.
In der Auszahlphase: Die monatlichen Auszahlungen werden mit deinem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert. Da du im Ruhestand typischerweise weniger verdienst als im Erwerbsleben, fällt der Steuersatz niedriger aus. Bei einem Grenzsteuersatz von 42 Prozent im Berufsleben und 25 Prozent im Ruhestand sparst du auf jeden ausgezahlten Euro 17 Prozentpunkte Steuern.
Wichtiger Vorteil gegenüber Betriebsrenten: Auf Auszahlungen aus dem Altersvorsorgedepot fallen keine Sozialabgaben an – keine Krankenversicherungsbeiträge, keine Pflegeversicherungsbeiträge. Bei einer Betriebsrente gehen dagegen rund 11 Prozent für Sozialabgaben ab. Dieser Unterschied allein kann über die Auszahlphase tausende Euro ausmachen.
Kann man das Altersvorsorgedepot vorzeitig kündigen?
Das Kapital im Altersvorsorgedepot ist ausdrücklich für den Ruhestand vorgesehen und soll während der Ansparphase investiert bleiben. Wer vor dem 65. Geburtstag auf das angesparte Geld zugreift, muss erhaltene Förderungen und Steuervorteile zurückzahlen. Eine reguläre Auszahlung beginnt erst nach diesem Zeitpunkt, typischerweise als Auszahlplan bis 85 oder als lebenslange Rente. Nach den aktuellen Plänen muss das Kapital spätestens mit 70 Jahren entnommen werden. Das Depot ist also bewusst als langfristiges Vorsorgevehikel konzipiert und nicht als flexibles Sparkonto.
Auszahlphase: Deine Optionen im Ruhestand
Zwischen deinem 65. und 70. Geburtstag wechselst du in die Auszahlphase. Beziehst du schon vorher eine gesetzliche Altersrente, darfst du auch früher starten. Du hast zwei Grundoptionen:
Option 1: Auszahlplan bis 85. Dein Depotguthaben wird gleichmäßig auf die verbleibenden Monate bis zum 85. Geburtstag aufgeteilt. Das Kapital bleibt während der Auszahlphase investiert und kann weiter Rendite erwirtschaften. Großer Vorteil: Noch nicht ausgezahltes Vermögen ist vererbbar. Nachteil: Nach dem 85. Geburtstag endet die Zahlung.
Option 2: Lebenslange Leibrente. Dein Anbieter rechnet das Guthaben in eine monatliche Zahlung um, die bis zu deinem Tod läuft. Die monatlichen Beträge fallen niedriger aus als beim Auszahlplan, dafür bist du gegen das Langlebigkeitsrisiko abgesichert. Wer sehr alt wird, profitiert.
Bei beiden Varianten darfst du zu Beginn einmalig bis zu 30 Prozent deines Depotwerts auf einen Schlag entnehmen. So kannst du zum Beispiel Schulden tilgen oder dir einen langgehegten Wunsch erfüllen, während der Rest als regelmäßiges Einkommen fließt.
Altersvorsorgedepot vs. eigenes ETF-Depot
Die kurze Antwort: Am besten beides. Die ausführliche Antwort:
Vorteile des Altersvorsorgedepots: Bis zu 540 Euro Grundzulage pro Jahr, bis zu 300 Euro Kinderzulage pro Kind, komplett steuerfreie Ansparphase, steuerfreie Umschichtungen und zusätzliche Steuerersparnis über die Günstigerprüfung. Bei Familien mit Kindern kann die Förderquote über 80 Prozent liegen.
Vorteile des normalen ETF-Depots: Volle Flexibilität bei der Wertpapierauswahl (auch Einzelaktien, Krypto, Hebelprodukte), jederzeit verfügbar ohne Rückzahlung von Förderungen, keine Bindung ans Rentenalter und günstigere Besteuerung bei der Auszahlung (Abgeltungssteuer mit Teilfreistellung statt voller Einkommensteuersatz).
Die optimale Kombination: Bespare das Altersvorsorgedepot bis zur Förderhöchstgrenze von 1.800 Euro pro Jahr (150 Euro monatlich) und führe parallel ein normales ETF-Depot für alles darüber. So sicherst du dir die volle staatliche Förderung und behältst gleichzeitig Zugriff auf flexibles Kapital. Beide Depots laufen bei finanzen.net ZERO in einer App, mit einem Login.
Für wen lohnt sich das Altersvorsorgedepot besonders?
Familien mit Kindern. Die Kinderzulage von 300 Euro pro Kind wird bereits ab 25 Euro Eigenbeitrag im Monat voll gewährt. Bei zwei Kindern und 100 Euro monatlichem Eigenbeitrag landen 2.190 Euro im Depot – bei nur 1.200 Euro aus eigener Tasche. Förderquote: 83 Prozent.
Geringverdiener. Wer unter 26.250 Euro brutto verdient, bekommt zusätzlich 175 Euro Geringverdiener-Bonus pro Jahr. Schon mit 60 Euro monatlich lohnt sich das Depot – die Förderquote übersteigt bei kleinen Beiträgen häufig 100 Prozent.
Berufseinsteiger unter 25. Einmalig 200 Euro Startbonus – direkt ins Depot. Bei 6 Prozent Rendite werden daraus über 40 Jahre rund 2.000 Euro. Eine Starthilfe, die nichts kostet und sich über Jahrzehnte vervielfacht.
Gutverdiener über 50. Bei 42 Prozent Grenzsteuersatz bringt die Günstigerprüfung bis zu 980 Euro Gesamtförderung pro Jahr – deutlich mehr als die 540 Euro Grundzulage allein. Und: Die steuerfreie Umschichtung im Altersvorsorgedepot spart bei der Gleitpfad-Strategie vor der Rente tausende Euro Abgeltungssteuer.
Riester-Sparer. Bestehende Riester-Verträge können ab 2027 ins Altersvorsorgedepot übertragen werden – alle Zulagen bleiben erhalten, nach fünf Vertragsjahren ist der Wechsel kostenlos. Wer von 2 Prozent Riester-Kosten auf 0,2 Prozent ETF-Kosten wechselt, spart bei 25.000 Euro Guthaben und 20 Jahren Restlaufzeit rund 15.000 Euro an Gebühren. Alle Details zu Förderung, Übertragung und Kosten im Ratgeber zum Altersvorsorgedepot.
Depot & Altersvorsorgedepot aus einer Hand. Schon jetzt kostenlos eröffnen und ab Januar keine Förderung verpassen.
🔒 Kostenlos · Komplett online · In wenigen Minuten erledigt