Vorsorge mit Rendite

Fondsgebundene Lebensversicherung: Die bequeme Vorsorge für Anleger mit langfristiger Perspektive

Mit einer fondsgebundenen Lebensversicherung können Sie langfristig für Ihr Alter vorsorgen und dabei von den Renditechancen an den Kapitalmärkten profitieren. Doch wie funktioniert das genau? Wir erklären Ihnen, welche Vorteile Ihnen diese Vorsorgeprodukte bieten, worauf Sie bei der Auswahl der Fonds achten sollten und wie Sie die richtige Versicherung für Ihre individuellen Bedürfnisse finden. Direkt zu Beginn gibt es das Wichtigste in Kürze sowie unsere besten Tipps und redaktionellen Empfehlungen!

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Fondsgebundene Lebensversicherung – das Wichtigste in Kürze

  • Überlegen Sie, ob eine fondsgebundene Lebensversicherung zu Ihrem Risikoprofil und Ihren Investitionszielen passt.
  • Unsere Empfehlung: Stellen Sie sicher, dass Sie die Bedingungen der fondsgebundenen Lebensversicherung vollständig verstehen, bevor Sie diese abschließen.
  • Tipp: Verfolgen Sie die Wertentwicklung Ihrer Anlagen in der fondsgebundenen Lebensversicherung regelmäßig, um auf Änderungen reagieren zu können.
  • Eine frühzeitige Investition in eine fondsgebundene Lebensversicherung kann langfristig zu einem höheren Vermögen führen.
  • Die Auswahl der Fonds sollte sorgfältig erfolgen, um das Risiko zu minimieren. Außerdem sollten Sie die Kosten und Gebühren bei der Wahl Ihrer fondsgebundenen Lebensversicherung berücksichtigen.
  • Wichtig: Informieren Sie sich über die steuerlichen Vorteile einer fondsgebundenen Lebensversicherung, um eine optimale Rendite zu erzielen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine fondsgebundene Lebensversicherung?

Eine fondsgebundene Lebensversicherung ist eine Form der privaten Altersvorsorge, bei der das angesparte Kapital in Investmentfonds angelegt wird. Im Gegensatz zur klassischen Lebensversicherung wird bei der fondsgebundenen Variante ein Teil der Beiträge in Fonds investiert, die sich in der Regel aus verschiedenen Anlageklassen wie Aktien, Renten oder Immobilien zusammensetzen. Die Fondsauswahl obliegt in der Regel dem Versicherungsnehmer, der somit Einfluss auf die Zusammensetzung seines Portfolios nehmen kann. Falls der Versicherte vor Vertragsablauf stirbt, bietet die fondsgebundene Lebensversicherung auch eine lebenslange Altersrente und Zahlungen an Angehörige.

Wie unterscheidet sie sich von einer klassischen Lebensversicherung?

Bei einer herkömmlichen Lebensversicherung wird Ihr Geld in festverzinsliche Wertpapiere oder Immobilien angelegt. Die fondsgebundene Lebensversicherung ist eine interessante Alternative zur klassischen Lebensversicherung, da sie höhere Renditechancen bietet. Allerdings gibt es auch ein höheres Risiko, da die Wertentwicklung der Fonds stark schwanken kann und es keine garantierte Verzinsung wie bei der klassischen Lebensversicherung gibt. Die Wahl der Fonds sollte daher gut überlegt sein und auch Ihre persönliche Risikobereitschaft berücksichtigen.

Eine besondere Form der fondsgebundenen Lebensversicherung ist die sogenannte Riester-Rente. Hierbei handelt es sich um eine staatlich geförderte Variante der privaten Altersvorsorge, bei der der Versicherungsnehmer bestimmte Voraussetzungen erfüllen muss, um die staatliche Förderung in Anspruch nehmen zu können.

Fondsgebundene Lebensversicherung: Vorteile und Nachteile

Eine fondsgebundene Lebensversicherung bietet einige Vorteile, zum Beispiel die Chance auf höhere Renditen durch die Anlage in verschiedene Fonds. Dadurch kann man langfristig mehr Erträge erzielen als mit einer herkömmlichen Kapitallebensversicherung. Auch ist es möglich, die Fonds je nach Anlagestrategie und Risikobereitschaft selbst auszuwählen. Zudem ist die fondsgebundene Lebensversicherung oft flexibler gestaltet als andere Altersvorsorgeprodukte. Sie ermöglicht beispielsweise Sonderzahlungen oder eine Beitragsfreistellung bei finanziellen Engpässen.

Allerdings birgt die fondsgebundene Lebensversicherung auch einige Nachteile. Zum einen sind für Verwaltung, Abschluss und Fondsmanagement die Kosten höher als bei einer klassischen Kapitallebensversicherung. Zudem unterliegt die Rendite den Schwankungen der Finanzmärkte, sodass es zu Verlusten kommen kann. Ein weiterer Nachteil ist, dass die fondsgebundene Lebensversicherung in der Regel nicht so transparent ist wie andere Anlageprodukte, da die Zusammensetzung der Fonds und die damit verbundenen Risiken oft nur schwer zu durchschauen sind.

Auf diese Kosten und Gebühren sollten Sie achten!

Neben den Chancen und Risiken der Fondsanlage sollten bei der Wahl einer fondsgebundenen Lebensversicherung auch die Kosten berücksichtigt werden.

In erster Linie fallen Kosten für den Abschluss der Versicherung an, die als Abschlussprovision bezeichnet werden. Diese Kosten sind oft in den ersten Jahren der Vertragslaufzeit am höchsten. Daneben gibt es laufende Posten, die als Verwaltungskosten bezeichnet werden. Diese Gebühren werden jährlich berechnet und können bis zu zwei Prozent des Vertragswertes betragen.

Ein weiterer wichtiger Kostenfaktor sind die Abgaben für die Fonds, in die Ihr Kapital investiert wird. Diese Kosten werden als jährliche Managementgebühren und gegebenenfalls auch als Ausgabeaufschläge berechnet und können je nach Fonds unterschiedlich hoch sein.

Hinweis: Einige Versicherer erheben auch Kosten für die Umschichtung des Vermögens in andere Fonds oder für Sonderleistungen wie Beitragspausen oder -reduzierungen. Darüber hinaus können Gebühren bei vorzeitiger Kündigung oder Beendigung des Vertrags anfallen.

Bietet eine fondsgebundene Lebensversicherung steuerliche Vorteile?

Die Beiträge für eine fondsgebundene Lebensversicherung können nicht als Sonderausgaben in der Einkommenssteuererklärung geltend gemacht werden. Trotzdem bieten sie Steuervorteile in der Auszahlungsphase, die Sparer bei der Erfüllung von zwei wichtigen Voraussetzungen nutzen können: einer Vertragslaufzeit von mindestens zwölf Jahren und einer Auszahlung frühestens ab dem 62. Lebensjahr. Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, müssen Sparer nur den halben Gewinn – also die Auszahlungssumme abzüglich der geleisteten Beiträge – versteuern. Andernfalls werden 25 Prozent Abgeltungssteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer fällig. Während der Vertragslaufzeit sind die Erträge aus den angelegten Fonds steuerfrei.

Wie wählt man die richtigen Fonds für die fondsgebundene Lebensversicherung aus?

Welche Lebensversicherung für Sie passt und welcher Fonds der richtige ist, müssen Sie als Anleger selbst entscheiden. Dabei kann es jedoch hilfreich sein, verschiedene Angebote und Anbieter miteinander zu vergleichen, bevor Sie einen Vertrag abschließen. Um den richtigen Fonds zu finden, sollten Sie bei der Anbieter-Auswahl darauf achten, wie zahlreich und wie leistungsstark die Fonds sind, die Ihnen zur Wahl stehen. Außerdem sollten Sie unbedingt darauf achten, ob und wie einfach Sie einen Fonds während der Versicherungszeit wechseln können.

Denn wenn Sie eine fondsgebundene Lebensversicherung abschließen, bedeutet das nicht, dass Sie bis zum Ende des Vertrags in die gewählten Fonds investieren müssen. Es gibt zwei Möglichkeiten, um Ihr Portfolio aktiv anzupassen. Beim „Shifting“ wird ein Teil oder das gesamte vorhandene Fondsguthaben auf einen oder mehrere andere Fonds übertragen. Beim „Switching“ fließen Ihre zukünftigen Zahlungen in einen oder mehrere neue Fonds, während Ihre bisherigen Anlagen unverändert bleiben.

Allgemeine Tipps zur Fondsauswahl

  • Wählen Sie einen Fonds, der zu Ihrer Anlagestrategie passt. Überlegen Sie, ob Sie auf Sicherheit oder auf Wachstum setzen möchten.
  • Beachten Sie die Kosten, die mit dem Fonds verbunden sind. Diese können sich auf Ihre Rendite auswirken.
  • Berücksichtigen Sie die historische Performance des Fonds und vergleichen Sie sie mit anderen Fonds in der gleichen Kategorie.
  • Stellen Sie sicher, dass Sie in verschiedene Anlageklassen investieren, um das Risiko zu minimieren.
  • Berücksichtigen Sie auch die Meinungen von Experten und Analysten in Ihrer Entscheidungsfindung.
  • Überprüfen Sie regelmäßig die Performance des Fonds und passen Sie gegebenenfalls Ihre Anlagestrategie an.

Fondsgebundene Lebensversicherung auszahlen – so geht’s!

Ihr Berater oder Ihre Beraterin wird Sie vor Ablauf Ihres fondsgebundenen Lebensversicherungsvertrags kontaktieren, um das Ablaufmanagement zu besprechen. Dabei wird diskutiert, ob eine automatische Umschichtung in risikoärmere Fonds vor Ablauf des Vertrags sinnvoll ist, um möglichen Kurseinbrüchen bei den bisherigen risikobehafteten Anlagen entgegenzuwirken.

Sie haben die freie Wahl, wie Sie Ihre Auszahlung gestalten möchten: Sie können sich bei Rentenbeginn zwischen einer Einmalzahlung oder einer lebenslangen monatlichen Rente entscheiden.

Zusätzlich stehen Ihnen bereits bei Vertragsabschluss weitere Optionen zur Verfügung. Mit der Verlängerungsoption können Sie Ihren Vertrag auf Wunsch um eine variable Laufzeit verlängern, was sinnvoll sein kann, wenn die gewählten Fonds zum Vertragsende auf einem niedrigen Stand sind. Durch eine Abrufoption können Sie während der Vertragslaufzeit Teilbeträge aus Ihrem vorhandenen Guthaben auszahlen lassen. Die Sonderzahlungsoption ermöglicht es Ihnen, Ihr bereits investiertes Kapital durch zusätzliche Sonderzahlungen zu erhöhen.

Fondsgebundene Lebensversicherung – das sollten Sie tun

  1. Vergleichen Sie verschiedene Anbieter und Tarife, um die für Sie am besten geeignete fondsgebundene Lebensversicherung zu finden.

  2. Berücksichtigen Sie Ihre individuellen Bedürfnisse und Ziele bei der Wahl Ihrer fondsgebundenen Lebensversicherung und der darin enthaltenen Fonds.
  3. Behalten Sie die Kosten und Gebühren Ihrer fondsgebundenen Lebensversicherung im Auge – diese sollten nicht die Rendite schmälern.
  4. Überprüfen Sie regelmäßig die Wertentwicklung Ihrer gewählten Fonds und passen Sie diese gegebenenfalls an.

  5. Informieren Sie sich über mögliche Steuervorteile bei der Investition in eine fondsgebundene Lebensversicherung.

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