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Riester-Rente umwandeln: 7 Gründe, warum Sparer ins Altersvorsorgedepot übertragen sollten

15.000 Euro weniger Gebühren, dreimal so viel Förderung, volle Aktienquote – wer seinen Riester-Vertrag ins neue Altersvorsorgedepot überträgt, gewinnt auf ganzer Linie. Alle bisherigen Zulagen bleiben erhalten, kein Cent geht verloren. Der Wechsel ist ab 2027 möglich, nach fünf Vertragsjahren kostenlos, und ohne Zustimmung des alten Anbieters. Lohnen tut sich der Umstieg für praktisch alle, nur Geringverdiener mit Kindern, die unter 25 Euro monatlich sparen können, fahren mit dem alten Riester-System weiter besser.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ab 2027 werden keine neuen Riester-Verträge mehr abgeschlossen. Bestehende Verträge genießen vollen Bestandsschutz, alle bereits erhaltenen Zulagen und Steuervorteile aus der Vergangenheit bleiben dir, auch wenn du den Vertrag später wechselst.
  • Niemals kündigen: Bei einer Kündigung musst du sämtliche Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen. Bei 15 Jahren Laufzeit können das mehrere tausend Euro sein.
  • Drei Optionen stehen offen: Vertrag ruhen lassen, ins Altersvorsorgedepot übertragen oder mit alter Fördersystematik weiterlaufen lassen. Für die meisten Sparer ist der Übertrag die wirtschaftlich beste Wahl.
  • Der Wechsel ins Altersvorsorgedepot ist ab 2027 möglich, nach fünf Vertragsjahren kostenlos, und ohne Zustimmung des bisherigen Anbieters.
  • Das Altersvorsorgedepot bietet deutlich mehr: bis zu 540 Euro Grundzulage statt 175 Euro, gedeckelte Kosten von maximal 1 % statt durchschnittlich 1,5–2 % bei Riester-Verträgen, volle Aktienquote statt Garantie-Bremse.
  • Bei 100 Euro monatlich und 25 Jahren Laufzeit steht im Altersvorsorgedepot rund 60.000 Euro zur Verfügung, etwa doppelt so viel Vermögen wie im alten Riester-Vertrag. (Eurozahl mit deinem Rechner gegenprüfen.)
  • Drei Sonderförderungen ergänzen das System: 200 Euro Startbonus für unter 25-Jährige, 175 Euro Geringverdiener-Bonus und volle Grundzulage erstmals auch für Selbstständige.
  • Geringverdiener mit Kindern sollten genau rechnen: Nur wer weniger als 25 Euro monatlich sparen kann, profitiert weiterhin vom alten System. Für alle anderen ist das neue Depot besser.
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Dein Riester-Guthaben kann ab 2027 in ein Altersvorsorgedepot bei unserem Broker finanzen.net ZERO wechseln – alle bisherigen Zulagen bleiben erhalten. Melde dich jetzt an, damit du am 1. Januar startklar bist.

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Riester-Rente abgeschafft: Was das konkret bedeutet

Ab 2027 können keine neuen Riester-Verträge mehr abgeschlossen werden. Bestehende Verträge genießen vollen Bestandsschutz – wer seinen Vertrag behält, bekommt weiterhin die bisherigen Zulagen von 175 Euro Grundzulage und bis zu 300 Euro pro Kind. Die Beitragsgarantie bleibt ebenfalls bestehen.

Der Riester-Nachfolger heißt Altersvorsorgedepot. Die Koalition hat die Förderung gegenüber dem ersten Entwurf nochmals angehoben: 50 Cent pro eingezahltem Euro bis 360 Euro, 25 Cent für jeden weiteren Euro bis 1.800 Euro. Die maximale Grundzulage steigt damit auf 540 Euro pro Jahr. Kinderzulagen von 300 Euro pro Kind werden bereits ab 25 Euro monatlichem Eigenbeitrag voll gewährt. Erstmals sind auch alle Selbstständigen förderberechtigt.

Lohnt sich der Wechsel vom Riester-Vertrag ins Altersvorsorgedepot?

Mit dem folgenden Rechner vergleichst du, ob ein Umstieg auf das AVD oder ein klassischer ETF-Sparplan mehr aus deinen Beiträgen macht.

Riester behalten – oder zum Altersvorsorgedepot wechseln?

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Deine Eingaben – jederzeit anpassbar
Schritt 1 von 5
Wie alt bist du, und wann möchtest du in Rente gehen?
Daraus ergibt sich deine Ansparphase. Renteneintritt frühestens mit 65, spätestens mit 70.
Dein Alter i• Gültige Eingabe: 16–66 Jahre
• Renteneintrittsalter einstellbar (65 bis 70)
Bitte gib ein Alter unter dem Renteneintrittsalter ein
Renteneintrittsalter i• Alter, ab dem die Auszahlung beginnt (Ende der Ansparphase)
• Frühestens mit 65, spätestens mit 70
• Standard: 67 (Regelaltersgrenze)
67 Jahre
Hast du eine Riester-Rente, und möchtest du die Förderung wechseln?
Bestehendes Riester-Guthaben kann per freiwilligem Wechsel ins Altersvorsorgedepot überführt werden. Es geht dann in allen Varianten als Startkapital in den Vergleich ein und wird mitverzinst. Ein Wechsel ins Altersvorsorgedepot ist förderunschädlich – deine Zulagen bleiben erhalten. Anders als ein Riester-Vertrag mit Beitragsgarantie ist das Altersvorsorgedepot ohne Garantie (mehr Renditechance, aber Kapitalmarktrisiko); ob ein Wechsel für dich passt, hängt von deinem Vertrag ab.
Wie viel zahlst du monatlich ein? i• 50% auf erste 360 €/Jahr → max. 180 € Grundzulage
• 25% auf weitere 1.440 €/Jahr → max. 360 € Grundzulage
• Max. Einzahlung: 570 €/Monat
Wähle einen Richtwert oder stelle den Regler frei ein.
0 €150 €570 € max.
Unter 10 €/Monat: keine Grundzulage Max. Förderung ab 150 €/Monat Max. 570 €/Monat
So funktioniert die Förderung: Der Staat gibt auf die ersten 360 €/Jahr 50 % dazu, auf die nächsten 1.440 €/Jahr 25 %. Ab 150 €/Monat (1.800 €/Jahr) nutzt du die volle Grundzulage. Unter 10 €/Monat gibt es keine Zulage. Einzahlen kannst du bis 570 €/Monat – gefördert wird allerdings nur bis 1.800 €/Jahr.
Hast du Kinder – oder planst du welche? i• 300 €/Kind/Jahr Kinderzulage
• Ab 25 €/Monat voll erreichbar
• Voraussetzung: Kindergeldberechtigung
Für jedes kindergeldberechtigte Kind gibt es eine zusätzliche Zulage. Gib die Geburtsjahre ein (auch geplante) – daraus ergibt sich, wie lange die Zulage läuft.
Anzahl Kinder
Kinderzulage: Im Altersvorsorgedepot gibt es einheitlich 300 €/Jahr pro Kind – unabhängig vom Geburtsjahr. (Bei Riester sind es 300 €/Jahr für ab 2008 geborene und 185 €/Jahr für vorher geborene Kinder.) Voraussetzung ist die Kindergeldberechtigung – sie kann i. d. R. bis zum 25. Geburtstag laufen.
Inflation berücksichtigen (2 % p. a.)i• Zeigt zusätzlich, was die zukünftigen Beträge in heutiger Kaufkraft wert sind
• Annahme: 2 % Inflation pro Jahr (langfristiges Ziel der EZB)
• Abgezinst auf den Renteneintritt – die Rangfolge der Produkte ändert sich dadurch nicht
Nettobetrag berechnen (vereinfachte Rechnung)i• Riester & AVD: nachgelagerte Besteuerung – die volle Rente wird im Alter mit deinem persönlichen Steuersatz versteuert
• ETF/Fonds: Abgeltungsteuer (effektiv ~18,5 %) nur auf die Gewinne (inkl. 30 % Teilfreistellung), abzüglich Sparer-Pauschbetrag (1.000 €/Jahr, 2.000 € bei Zusammenveranlagung)
• Vereinfachte Annahme – ersetzt keine Steuerberatung
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Wir speichern deine E-Mail-Adresse, um dich über den Start des Altersvorsorgedepots zu informieren. Näheres in der Datenschutzerklärung.
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Ergebnis
Welche Renditeerwartung legst du zugrunde? Historische Renditeannahmen i• Aktien-/AVD-Renditen abgeleitet aus dem langfristigen DAX-Durchschnitt (Deutsches Aktieninstitut, DAX-Rendite-Dreieck: ~7–9 % p.a. über 30 Jahre)
• Riester: je nach Studie ~0,8 % (Finanzwende/Kleinlein) bis ~2,5 % (IVFP) – nach Kosten und Garantieabzügen
• Altersvorsorgedepot/ETF/Fonds: Nettorendite nach TER
• Defensiv: konservativ (Anleihen-lastig) · Neutral: ausgewogen (60/40) · Offensiv: aktienstark (max. 7,5 % p.a.)
• Die vergangene Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung
Neutral
Riester 1,0% · Altersvorsorgedepot 5,5% · ETF/Fonds 5,5%
In dieser Beispielrechnung liegt das AVD Flex-Depot vorn
+0 €
in heutiger Kaufkraft: +0 €
Vergleich Altersvorsorgedepot vs. Riester
+0 €
voraussichtlich mehr mit dem Altersvorsorgedepot
in heutiger Kaufkraft: +0 €
Brutto-Vergleich: +0 € · in heutiger Kaufkraft +0 €
Hinweis: Bei Entnahme in schwachen Börsenjahren oder bei geringem Anlagehorizont kann das Ergebnis geringer ausfallen. Die Werte sind Schätzungen mit Durchschnittsannahmen – keine Anlageempfehlung, keine Prognose.
Warum kann der ETF-Sparplan netto vorn liegen? Riester und das Altersvorsorgedepot werden nachgelagert besteuert: Im Alter wird die gesamte Auszahlung (Einzahlungen + Förderung + Erträge) mit deinem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert. Beim ETF-Sparplan fällt dagegen nur auf die Erträge Abgeltungsteuer an (effektiv ca. 18,5 % nach Teilfreistellung, zusätzlich gemindert um den jährlichen Sparer-Pauschbetrag) – die Einzahlungen selbst bleiben steuerfrei, da bereits versteuert. Je höher dein Steuersatz im Alter (z. B. durch eine hohe gesetzliche Rente oder weitere Einkünfte), desto stärker schmilzt der Fördervorteil – netto kann der ETF-Sparplan dann trotz Förderung vorn liegen.
Riester
0 €
Kapital netto (nach Steuer)
= heute 0 €
0 €
Kapital zum Renteneintritt (Brutto)
= heute 0 €
Brutto: 0 €(heute 0 €)
Automatische Sicherheitsumschichtung vor Renteneintritti• Ziel ist es, das Risiko vor Renteneintritt zu reduzieren
• 4–5 Jahre vor Renteneintritt: Aktienanteil wird auf 50 % reduziert
• 1–3 Jahre vor Renteneintritt: Aktienanteil sinkt weiter auf 30 %
Nein
Eigenbeitrag gesamti• Startguthaben + monatliche Einzahlungen bis Renteneintritt
• In allen vier Varianten identisch
0 €
Förderung Gesamt0 €
Wertzuwachsi• Endkapital abzüglich Eigenbeitrag und Förderung
• Kurs-/Zinsgewinne vor Steuern
0 €
Monatsrente0 €
Monatsrente (heute)0 €
Monatsrente (netto)0 €
Monatsrente (netto, heute)0 €
AVD Standarddepot
0 €
Kapital netto (nach Steuer)
= heute 0 €
0 €
Kapital zum Renteneintritt (Brutto)
= heute 0 €
Brutto: 0 €(heute 0 €)
Automatische Sicherheitsumschichtung vor Renteneintritti• Ziel ist es, das Risiko vor Renteneintritt zu reduzieren
• 4–5 Jahre vor Renteneintritt: Aktienanteil wird auf 50 % reduziert
• 1–3 Jahre vor Renteneintritt: Aktienanteil sinkt weiter auf 30 %
Ja ✓
Eigenbeitrag gesamti• Startguthaben + monatliche Einzahlungen bis Renteneintritt
• In allen vier Varianten identisch
0 €
Förderung Gesamt0 €
Wertzuwachsi• Endkapital abzüglich Eigenbeitrag und Förderung
• Kurs-/Zinsgewinne vor Steuern
0 €
Monatsrente0 €
Monatsrente (heute)0 €
Monatsrente (netto)0 €
Monatsrente (netto, heute)0 €
ETF-Sparplan (ohne Förderung)
0 €
Kapital netto (nach Steuer)
inkl. 30 % Teilfreistellung & Sparer-Pauschbetrag (1.000 €/Jahr)
= heute 0 €
0 €
Kapital zum Renteneintritt (Brutto)
= heute 0 €
Brutto: 0 €(heute 0 €)
Automatische Sicherheitsumschichtung vor Renteneintritti• Ziel ist es, das Risiko vor Renteneintritt zu reduzieren
• 4–5 Jahre vor Renteneintritt: Aktienanteil wird auf 50 % reduziert
• 1–3 Jahre vor Renteneintritt: Aktienanteil sinkt weiter auf 30 %
Nein
Eigenbeitrag gesamti• Startguthaben + monatliche Einzahlungen bis Renteneintritt
• In allen vier Varianten identisch
0 €
Förderung Gesamt
Wertzuwachsi• Endkapital abzüglich Eigenbeitrag
• Kurs-/Zinsgewinne vor Steuern (Abgeltungsteuer fällt nur hierauf an)
0 €
Monatsrente0 €
Monatsrente (heute)0 €
Monatsrente (netto)0 €
Monatsrente (netto, heute)0 €
AVD Flex-Depot
0 €
Kapital netto (nach Steuer)
= heute 0 €
0 €
Kapital zum Renteneintritt (Brutto)
= heute 0 €
Brutto: 0 €(heute 0 €)
Automatische Sicherheitsumschichtung vor Renteneintritti• Ziel ist es, das Risiko vor Renteneintritt zu reduzieren
• 4–5 Jahre vor Renteneintritt: Aktienanteil wird auf 50 % reduziert
• 1–3 Jahre vor Renteneintritt: Aktienanteil sinkt weiter auf 30 %
Nein
Eigenbeitrag gesamti• Startguthaben + monatliche Einzahlungen bis Renteneintritt
• In allen vier Varianten identisch
0 €
Förderung Gesamt0 €
Wertzuwachsi• Endkapital abzüglich Eigenbeitrag und Förderung
• Kurs-/Zinsgewinne vor Steuern
0 €
Monatsrente0 €
Monatsrente (heute)0 €
Monatsrente (netto)0 €
Monatsrente (netto, heute)0 €
Auszahlungsdauer i• Mann: Ø 78 Jahre (Statistisches Bundesamt 2024)
• Frau: Ø 83 Jahre (Statistisches Bundesamt 2024)
• Empfehlung: länger ansetzen für Langlebigkeitsschutz
• Default: 18 Jahre nach Rente (entspricht Alter 85)
Passe den Zeitraum an und sieh sofort, wie sich deine Monatsrate ändert
18 Jahre
Monatsrente im Vergleich
Brutto · ohne Steuer
Antippen zum Vergrößern
Kapitalentwicklung im Vergleich
Vermögensentwicklung von heute bis zum Renteneintritt
Riester Standarddepot Flex-Depot ETF-Sparplan
Antippen zum Vergrößern
0 €
Grundzulage / Jahr
0 €
Kinderzulage / Jahr
0 €
Staatliche Förderung gesamt (über Laufzeit)
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Das Altersvorsorgedepot kommt erst ab 1. Januar 2027. Unabhängig davon kannst du schon heute ein reguläres Wertpapierdepot bei finanzen.net zero eröffnen – ohne AVD-Förderung (keine Zulagen, keine Steuervorteile).

Möchtest du auf das geförderte AVD warten? Dann trag dich oben zur Vormerkung ein – wir informieren dich rechtzeitig zum Start.

Reguläres Depot – nicht das geförderte AVD
ab 0 € Ordergebühren an ausgewählten Handelsplätzen unter Bedingungen; zzgl. Spreads. Es gelten die Konditionen im Preis- und Leistungsverzeichnis von finanzen.net zero.
finanzen.net zero ist vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH. Depotbank ist die Baader Bank AG.
HinweiseKeine Anlage- oder Handlungsempfehlung – nur zur ersten Orientierung
  • Kaufkraft heute: zukünftige Beträge mit 2 % Inflation p. a. auf den Renteneintritt abgezinst (Realwert). Die Rangfolge der Produkte bleibt unverändert – reale Werte zeigen den Kaufkraftverlust; Riester liegt real teils im Minus.
  • Der Vergleich beim Altersvorsorgedepot bezieht sich ausschließlich auf das Standarddepot (max. 1,0% Effektivkosten, Lifecycle automatisch gesteuert) – individuelle Depots können abweichen
  • Monatliche Renten sind Bruttobeträge vor Steuern – Verzinsung in der Auszahlungsphase nicht berücksichtigt (lineare Entnahme)
  • Nettobetrag: stark vereinfachte Schätzung nach Steuer. Riester & Altersvorsorgedepot werden in zwei Töpfen besteuert: Der geförderte Teil (Eigenbeiträge bis zum Förderhöchstbetrag – AVD 1.800 €/Jahr zzgl. Zulagen, Riester 2.100 €/Jahr inkl. Zulagen – samt deren Erträgen sowie ein eingebrachtes Guthaben) wird im Alter voll nachgelagert über den Einkommensteuertarif (§32a EStG, Steuertarif 2026, inkl. Grundfreibetrag) versteuert. Der ungeförderte Teil (Beiträge darüber) wird günstiger besteuert – die eingezahlte Substanz bleibt steuerfrei, von den Erträgen ist bei der hier unterstellten linearen Entnahme (Auszahlplan) nur die Hälfte steuerpflichtig (Halbeinkünfteverfahren, ab 12 Jahren Laufzeit; bei lebenslanger Leibrente stattdessen nur der Ertragsanteil). Deine weiteren Alterseinkünfte werden steuerlich „unter" die nachgelagert besteuerte Riester-/AVD-Rente gelegt, sodass diese mit dem darauf entfallenden (höheren) Satz besteuert wird: angegebene gesetzliche Rente nur mit ihrem steuerpflichtigen Anteil (Besteuerungsanteil gestaffelt nach Renteneintrittsjahr, ~84 % in 2026 bis 100 % ab 2058), Betriebsrente voll steuerpflichtig. Kennst du deine gesetzliche Rente nicht, wird sie aus deinem heutigen Bruttojahreseinkommen und den Beitragsjahren grob geschätzt (Entgeltpunkte = Einkommen, gedeckelt auf die Beitragsbemessungsgrenze, ÷ Durchschnittsentgelt × Beitragsjahre × Rentenwert; Annahme: durchgehend gearbeitet, Einkommen konstant) – dieser Schätzwert ist anpassbar und ersetzt keine Renteninformation der DRV. Der Steuertarif des laufenden Jahres dient als Näherung auch für künftige Renteneintritte. ETF/Fonds werden mit Abgeltungsteuer (effektiv ~18,5 % = 26,375 % abzüglich 30 % Teilfreistellung für Aktienfonds) nur auf den Gewinn angesetzt; zusätzlich wird der Sparer-Pauschbetrag (1.000 €/Jahr, 2.000 € bei Zusammenveranlagung) für jedes Ansparjahr vom steuerpflichtigen Gewinn abgezogen – Annahme: der Freibetrag wird jährlich genutzt (z. B. über die Vorabpauschale oder rollierende Gewinnrealisierung); die tatsächliche Nutzung kann abweichen. Einzahlphase (Riester & AVD): Eigenbeiträge und Zulagen sind als Sonderausgaben absetzbar (Riester gedeckelt auf 2.100 €/Jahr gesamt, AVD bis 6.840 €/Jahr Eigenbeitrag + Zulagen); das Finanzamt nimmt per Günstigerprüfung den höheren Vorteil aus Zulage oder Steuerersparnis. Die so geschätzte jährliche Steuererstattung wird reinvestiert und erhöht das jeweilige Kapital; der Erwerbs-Steuersatz wird vereinfacht über eine Vorsorgepauschale aus dem Bruttojahreseinkommen abgeleitet (Werbungskostenpauschale 1.230 € + Arbeitnehmer-Vorsorgeaufwendungen RV/KV/PV, 2026) – ohne Einkommensangabe werden nur die Zulagen berücksichtigt. Verheiratete können das Ehegattensplitting aktivieren (Steuer = 2 × Tarif(zvE ÷ 2)); der Partner geht je nach Angabe als Rente (nur steuerpflichtiger Anteil) oder als Erwerbseinkommen (voll) ein – bleibt das Feld leer, wird ein Partner ohne eigenes steuerpflichtiges Einkommen unterstellt. Nicht berücksichtigt sind Kranken-/Pflegeversicherungsbeiträge (fallen v. a. auf gesetzliche und Betriebsrente an, kaum auf die Riester-/AVD-Auszahlung), Kirchensteuer sowie steuermindernde Pauschalen auf die Renteneinkünfte (Werbungskosten, Vorsorgeaufwendungen) – die ausgewiesene Rentensteuer ist dadurch eher konservativ (tendenziell etwas zu hoch). Kein Ersatz für eine steuerliche Beratung; tatsächliche Steuersätze und -regeln können erheblich abweichen.
  • Max. Einzahlung: 570 €/Monat (6.840 €/Jahr) – davon werden bis zu 1.800 €/Jahr staatlich gefördert
  • Automatische Sicherheitsumschichtung vor Renteneintritt (nur Standarddepot): automatische Umschichtung in risikoärmere Anlagen vor Renteneintritt – schützt vor Kurseinbrüchen, reduziert aber die Rendite in den letzten Jahren
  • Rendite-Szenarien: Aktien-/AVD-Renditen abgeleitet aus dem langfristigen DAX-Durchschnitt (Deutsches Aktieninstitut, DAX-Rendite-Dreieck); Riester-Renditen in Anlehnung an Studien (Finanzwende/Kleinlein ~0,8 %, IVFP ~2,5 %). Alle Werte nach Kosten. Die vergangene Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung – tatsächliche Marktrenditen können erheblich abweichen
  • Riester-Mindesteigenbeitrag: Für die volle Grundzulage wird angenommen, dass der individuelle Mindesteigenbeitrag (4 % des rentenversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens, max. 2.100 €/Jahr, abzüglich Zulagen; Sockelbetrag 60 €/Jahr) erfüllt ist. Bei geringeren Beiträgen kürzt die ZfA die Zulagen anteilig – das bildet dieses Tool vereinfacht nicht ab, die ausgewiesene Riester-Förderung kann dadurch zu hoch ausfallen.
  • Kinderzulage vereinfacht bis 25. Geburtstag – tatsächlich an Kindergeldberechtigung geknüpft
  • Grundsicherung 2026: Regelsatz 563 €/Mo. + durchschnittliche Warmmiete ca. 304 €/Mo. = ca. 867 €/Mo. gesamt · Riester-Rente: bis 100 €/Mo. zu 100% anrechnungsfrei, 100–200 €/Mo. zu 30% anrechnungsfrei (§82 SGB XII) · Für das Altersvorsorgedepot ist diese Schutzregelung gesetzlich noch nicht verankert (Stand April 2026) · Ein Depot/AVD müsste vor Grundsicherung zudem erst bis auf das Schonvermögen (~10.000 €) verbraucht werden
  • Individuelle Faktoren (Steuerklasse, bestehende Verträge, persönliche Situation) nicht berücksichtigt
  • Für individuelle Beratung bitte zugelassenen Finanzberater hinzuziehen
  • Wer weniger als 10 Jahre bis zur Rente hat, sollte den Wechsel sorgfältig abwägen, da Marktrückgänge kurz vor Renteneintritt das angesparte Kapital dauerhaft schmälern können

Warum überhaupt übertragen?

Ab 2027 gibt es keine neuen Riester-Verträge mehr. Bestehende Verträge laufen weiter, aber unter den alten Bedingungen: hohe Kosten, magere Rendite, starre Auszahlung. Das Altersvorsorgedepot korrigiert die drei größten Konstruktionsfehler der Riester-Rente – und wer sein Guthaben überträgt, profitiert sofort von den besseren Konditionen.

Die Übertragung ist dabei keine Kündigung und kein Neuabschluss. Es ist eine Fortführung deiner geförderten Vorsorge unter besseren Bedingungen. Sämtliche bisher erhaltenen Zulagen und Steuervorteile wandern mit. Nichts wird zurückgefordert.

Was ein Riester-Vertrag wirklich gekostet hat

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Wer 2002 begonnen hat, monatlich 100 Euro in einen Riester-Vertrag einzuzahlen, steht nach 25 Jahren bei rund 47.000 Euro. Hätte es das Altersvorsorgedepot damals bereits gegeben – gleicher Eigenbeitrag, aber angelegt in einem MSCI-World-ETF mit den neuen Zulagen – wären daraus rund 90.000 Euro geworden.

Die Differenz von 43.000 Euro hat drei Ursachen: Erstens die hohen Produktkosten von durchschnittlich 1,5 bis 2,5 Prozent pro Jahr, die über Jahrzehnte zehntausende Euro auffressen. Zweitens die verpflichtende Beitragsgarantie, die Anbieter in der Niedrigzinsphase in Anleihen statt Aktien zwang. So können schnell schon einmal 3 Prozent an Garantiekosten zusammenkommen, die die Rendite zusammenschnurren lassen. Und drittens die niedrigere Förderung – 175 Euro feste Grundzulage bei Riester gegenüber bis zu 540 Euro im neuen System. Die kann auch von dem Steuervorteil von 2.100 Euro für Singles bzw. 4.200 Euro für Verheiratete nicht aufgewogen werden.

Auch kürzere Zeiträume sind betroffen. Wer 2010 gestartet hat, liegt nach 15 Jahren bei etwa 25.000 Euro mit Riester gegenüber 38.000 Euro im kontrafaktischen Altersvorsorgedepot-Szenario. Selbst bei nur 10 Jahren (Start 2015) beträgt die Differenz rund 6.000 Euro.

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Riester-Rente kündigen: Warum das fast immer ein Fehler ist

Die Kündigung ist die teuerste aller Optionen. Wer seinen Riester-Vertrag kündigt, löst eine sogenannte förderschädliche Verwendung aus. Die Folge: Sämtliche erhaltenen Zulagen und Steuervorteile müssen an den Staat zurückgezahlt werden. Bei einem Vertrag (Single, keine Kinder), der seit 2005 läuft, summieren sich die Zulagen auf 3.500 Euro – Geld, das bei einer Kündigung komplett verloren geht. Hinzu kommen Stornogebühren des Anbieters, die den Verlust noch vergrößern.

Es gibt praktisch keine Konstellation, in der eine Kündigung wirtschaftlich Sinn ergibt. Selbst ein schlecht laufender Vertrag mit hohen Kosten ist beitragsfrei gestellt besser aufgehoben als gekündigt.

Drei Wege für deinen bestehenden Riester-Vertrag

Statt zu kündigen hast du drei sinnvolle Optionen – jede mit eigenen Vor- und Nachteilen.

Option 1: Riester-Rente ruhen lassen

Du stellst den Vertrag beitragsfrei. Das bedeutet: keine neuen Einzahlungen, keine neuen Zulagen, aber das vorhandene Guthaben bleibt investiert und die bisherigen Zulagen bleiben erhalten. Die laufenden Verwaltungskosten reduzieren sich in der Regel, verschwinden aber nicht komplett.

Diese Option eignet sich für Sparer, die ihre Abschlusskosten bereits vollständig abbezahlt haben und parallel ab 2027 ein Altersvorsorgedepot eröffnen wollen. So nutzt man das Beste aus beiden Welten: das vorhandene Riester-Kapital arbeitet weiter, während frisches Geld ins günstigere neue System fließt.

Option 2: Guthaben ins Altersvorsorgedepot übertragen (empfohlen)

Ab 2027 können Riester-Sparer ihr gesamtes Guthaben in ein Altersvorsorgedepot überführen. Der Wechsel funktioniert unkompliziert: Ein formloses Schreiben an den bisherigen Anbieter genügt, dessen Zustimmung ist nicht erforderlich. In den ersten fünf Vertragsjahren darf der alte Anbieter maximal 150 Euro Wechselgebühr verlangen. Danach ist der Wechsel kostenfrei.

Entscheidend: Alle bisher erhaltenen Zulagen und Steuervorteile bleiben bei der Übertragung vollständig erhalten. Nach dem Wechsel greift sofort die neue Fördersystematik mit 50 Cent pro Euro statt der festen 175 Euro. Gleichzeitig sinken die Kosten drastisch – von typischerweise 1,5 bis 2,5 Prozent bei Riester auf höchstens 1,0 Prozent. Bei einem reinen Selbstentscheider ETF-Depot können die Kosten sogar noch weiter sinken. Einen MSCI World gibt es bereits für etwa 0,2 Prozent Gesamtkostenquote pro Jahr.

Diese Option lohnt sich besonders für Singles und Gutverdiener ohne Kinder, die von den festen Riester-Zulagen ohnehin wenig profitiert haben und deren Verträge durch hohe laufende Kosten belastet sind.

Option 3: Vertrag mit alter Fördersystematik weiterlaufen lassen

Die bisherige Riester-Förderung mit festen Zulagen und Beitragsgarantie läuft für bestehende Verträge unverändert weiter. Das kann für eine kleine Gruppe die richtige Wahl sein: Geringverdiener mit mehreren Kindern, die weniger als 25 Euro im Monat sparen können, erhalten im alten System feste Kinderzulagen unabhängig vom Eigenbeitrag. Auch Sparer, die kurz vor der Rente stehen und von der Beitragsgarantie profitieren, haben wenig Grund zu wechseln.

Durch die Koalitionseinigung ist dieser Personenkreis allerdings deutlich geschrumpft. Im neuen System wird die volle Kinderzulage schon ab 25 Euro monatlich erreicht – im alten System brauchte man dafür mindestens 60 Euro Jahresbeitrag, profitierte aber ohne Einkommensberechnung.

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Riester vs. Altersvorsorgedepot: Der direkte Vergleich

MerkmalRiester-RenteAltersvorsorgedepot (ab 2027)
Grundzulage175 €/Jahr (fest)Bis zu 540 €/Jahr
Typische Kosten1,5–2,5 % pro Jahr0,1–0,2 % (selbst gewählter ETF)
AktienquoteMeist unter 30 %Bis zu 100 %
Beitragsgarantie100 % verpflichtendKeine (optional 80/100 %)
Kinderzulage voll ab60 €/Jahr Eigenbeitrag25 €/Monat
SelbstständigeAusgeschlossenFörderberechtigt
Steuern AnsparphaseAbhängig vom ProduktKomplett steuerfrei
UmschichtungenEingeschränkt, ggf. steuerpflichtigBeliebig oft, steuerfrei
AuszahlungMind. 70 % verrentenFrei wählbar

Die sieben Vorteile im Detail

1. Die Kosten sinken um mindestens 50 Prozent

Das ist der Grund, der allein den Wechsel rechtfertigt. Typische Riester-Produkte belasten Sparer mit Effektivkosten von 1,5 bis 2,5 Prozent pro Jahr. Abschlussgebühren, Verwaltungskosten, Garantiekosten – alles frisst an der Rendite. Im Altersvorsorgedepot mit einem selbst gewählten ETF liegen die Kosten bei 0,1 bis 0,2 Prozent. Bei standardisierten Produkten dürfen die Kosten nicht mehr als 1 Prozent betragen.

Was das über die Restlaufzeit bedeutet: Wer 25.000 Euro Riester-Guthaben überträgt und noch 20 Jahre bis zur Rente hat, spart bei einer Kostenreduktion von 2 auf 0,2 Prozent rund 15.000 Euro an Gebühren. Das Geld fließt also nicht ab, sondern kann vielmehr noch weiter für den Anleger arbeiten.

2. Die Förderung verdreifacht sich

Im alten System gibt es feste 175 Euro Grundzulage – egal wie viel du einzahlst. Im Altersvorsorgedepot bekommst du 50 Cent pro Euro bis 360 Euro und 25 Cent darüber. Wer 1.200 Euro im Jahr einzahlt, erhält 390 Euro Grundzulage. Wer auf 1.800 Euro erhöht, bekommt die volle Zulage von 540 Euro.

Der Kipppunkt liegt bei 350 Euro Jahresbeitrag: Ab dieser Summe bringt das neue System bereits mehr als die festen 175 Euro bei Riester. Wer mehr als 30 Euro im Monat spart, fährt im Altersvorsorgedepot besser. Dabei soll allerdings die Steuerersparnis beim Riester-Vertrag nicht unerwähnt bleiben. Singles können 2.100 Euro absetzen, Verheiratete 4.200 Euro.

3. Volle Aktienquote statt Garantie-Bremse

Die verpflichtende Beitragsgarantie war Riesters größter Konstruktionsfehler. Anbieter mussten garantieren, dass zum Rentenbeginn mindestens die eingezahlten Beiträge zurückgezahlt werden. In der Niedrigzinsphase bedeutete das: 70 bis 100 Prozent des Geldes steckten in Anleihen mit Null- oder Negativrendite. An den Aktienmarkt-Rallyes der letzten 15 Jahre nahmen Riester-Sparer kaum teil. Dieser Renditenachteil gegenüber der Aktienmarktrendite beläuft sich bei einer mit 30 Prozent hoch angesetzten Aktienquote des Riester-Produkts schnell auf drei Prozentpunkte.

Im Altersvorsorgedepot gibt es keine Garantiepflicht. Bis zu 100 Prozent Aktienquote sind möglich – MSCI World, FTSE All-World, thematische ETFs. Wer trotzdem Sicherheit will, kann freiwillig ein Garantieprodukt mit 80 oder 100 Prozent Beitragserhalt wählen. Aber es ist eine Wahl, kein Zwang.

4. Steuerfreie Ansparphase – auf alles

Im Altersvorsorgedepot fallen in der Ansparphase keine Steuern an. Keine Abgeltungssteuer auf Kursgewinne, keine Vorabpauschale. Und der vielleicht wertvollste Punkt: Umschichtungen zwischen Fonds sind komplett steuerfrei. Wer fünf Jahre vor der Rente von Aktien in Anleihen wechseln will, zahlt dafür keinen Cent.

Im Riester-Vertrag war dieser Vorteil theoretisch auch gegeben – aber da das Geld überwiegend in Garantiefonds steckte, gab es schlicht keine nennenswerten Gewinne, die hätten besteuert werden können. Im Altersvorsorgedepot wird die steuerfreie Ansparphase zum echten Renditehebel, weil das Geld tatsächlich am Kapitalmarkt arbeitet.

5. Alle bisherigen Zulagen bleiben erhalten

Die häufigste Sorge beim Wechsel: „Verliere ich meine Zulagen?“ Nein. Bei einer Übertragung ins Altersvorsorgedepot wandert das komplette Guthaben inklusive aller erhaltenen Zulagen und Steuervorteile ins neue System. Nichts wird zurückgefordert, nichts geht verloren.

Der alte Anbieter darf in den ersten fünf Vertragsjahren maximal 150 Euro Wechselgebühr verlangen. Danach ist der Wechsel kostenlos. Eine Zustimmung des bisherigen Anbieters ist nicht erforderlich – ein formloses Schreiben genügt.

6. Flexible Auszahlung statt Verrentungspflicht

Bei Riester müssen mindestens 70 Prozent des Guthabens in eine lebenslange Rente fließen – zu Rentenfaktoren, die in den letzten Jahren immer schlechter geworden sind. Viele Sparer bekommen für 50.000 Euro Guthaben gerade einmal 120 bis 150 Euro monatliche Rente.

Im Altersvorsorgedepot hast du die freie Wahl: Auszahlplan bis 85, lebenslange Leibrente oder eine Kombination aus beidem. Bis zu 30 Prozent des Guthabens können als Einmalzahlung entnommen werden. Das Kapital bleibt während der Auszahlphase investiert und erwirtschaftet weiter Rendite – statt in einer Rentenversicherung mit Garantiezins von 0,25 Prozent zu versauern.

7. Kein Versicherungsmantel mehr

Die meisten Riester-Verträge sind keine Depots, sondern fondsgebundene Rentenversicherungen. Das Geld steckt in einem Versicherungsmantel, der Abschlussprovisionen, Verwaltungsgebühren und Risikokosten verursacht. Im Altersvorsorgedepot entfällt dieser Mantel komplett. Das Geld fließt direkt in den ETF – ohne Zwischenschicht, ohne Provisionen, ohne versteckte Kosten.

Da es im Altersvorsorgedepot ohnehin keine Beitragsgarantie gibt, bringt ein Versicherungsmantel auch keinen Mehrwert. Auch Versicherer dürfen Altersvorsorgedepots anbieten, aber wer ein solches Produkt bei einem Versicherer abschließt, zahlt in der Regel deutlich mehr als bei einem Neobroker oder einer Direktbank.

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Vorher/Nachher: Was der Wechsel in Euro bringt

Sabine, 45, hat seit 2010 einen Riester-Fondssparplan mit 25.000 Euro Guthaben. Sie zahlt 100 Euro monatlich ein. Noch 20 Jahre bis zur Rente.

Riester behaltenIns AVD übertragen
Effektivkosten/Jahr2,0 %0,2 % (ETF)
Grundzulage/Jahr175 € (fest)390 € (bei 1.200 € Eigenbeitrag)
Aktienquote~25 % (Garantie-Bremse)100 % (selbst gewählt)
Erwartete Rendite nach Kosten~1,0 %~6,0 %
Steuern auf UmschichtungenTheoretisch frei, praktisch irrelevantKomplett steuerfrei
Depotwert nach 20 Jahren~38.000 €~98.000 €

Die Differenz: rund 60.000 Euro. Bei identischem Eigenbeitrag von 100 Euro monatlich.

Hebel 1 – Kosten. Sabine spart 1,8 Prozentpunkte Gebühren pro Jahr. Bei 25.000 Euro Startguthaben plus laufenden Einzahlungen frisst der Kostenunterschied über 20 Jahre rund 15.000 Euro.

Hebel 2 – Förderung. Statt 175 Euro fließen 390 Euro Grundzulage ins Depot – 215 Euro mehr pro Jahr. Über 20 Jahre sind das 4.300 Euro zusätzliche Zulagen, die ihrerseits Rendite erwirtschaften.

Hebel 3 – Rendite. Ohne Garantie-Bremse kann Sabines Geld vollständig am Aktienmarkt arbeiten. Der Unterschied zwischen 1 und 6 Prozent Rendite nach Kosten ist über 20 Jahre der größte Treiber – allein dieser Effekt erklärt rund 40.000 Euro der Differenz.

Der Wechsel in fünf Schritten

Schritt 1: Riester-Vertrag durchleuchten. Fordere die jährliche Kosteninformation deines Anbieters an. Entscheidend ist die Zeile „Effektivkosten“. Alles über 1 Prozent ist ein Warnsignal, alles über 2 Prozent ein Grund zum sofortigen Handeln. Notiere außerdem dein aktuelles Guthaben und die Summe der erhaltenen Zulagen.

Schritt 2: Anbieter für das Altersvorsorgedepot wählen. Ab 2027 bieten Banken, Neobroker und Fondsgesellschaften Altersvorsorgedepots an. Achte auf niedrige Depotgebühren und eine breite ETF-Auswahl. Versicherungsprodukte mit Mantelkosten kosten deutlich mehr als ein reines Depot bei einem Neobroker oder einer Direktbank.

Schritt 3: Übertragungsantrag stellen. Ein formloses Schreiben an deinen bisherigen Riester-Anbieter genügt. Dessen Zustimmung ist gesetzlich nicht erforderlich – er muss die Übertragung durchführen. Du brauchst lediglich die Daten deines neuen Altersvorsorgedepots.

Schritt 4: Wechselgebühr prüfen. In den ersten fünf Vertragsjahren darf der alte Anbieter maximal 150 Euro Wechselgebühr verlangen. Läuft dein Vertrag bereits länger als fünf Jahre, ist der Wechsel komplett kostenlos. Bei den meisten Riester-Sparern, die seit 2002 oder später dabei sind, fällt also keine Gebühr an.

Schritt 5: ETF auswählen und Sparplan einrichten. Sobald das Guthaben im neuen Depot angekommen ist, wählst du einen oder mehrere ETFs aus. Ein breit gestreuter Welt-ETF (MSCI World, FTSE All-World) kostet 0,1 bis 0,2 Prozent pro Jahr. Sparplan einrichten, fertig. Ab jetzt arbeitet dein Geld mit voller Aktienquote und steuerfreiem Zinseszins.

💡 Gut zu wissen

Die Förderung fließt erst ab dem Tag, an dem Geld eingezahlt wird. Jeder Monat ohne Altersvorsorgedepot kostet Zulagen – und jeder Monat, den dein Riester-Guthaben noch beim alten Anbieter liegt, kostet Gebühren. Wer sich jetzt bei finanzen.net ZERO kostenlos vormerkt, kann am 1. Januar 2027 sofort eröffnen und den Riester-Übertrag direkt anstoßen.

Was du nicht verlierst – und was schon

Was erhalten bleibt: Alle bisherigen Zulagen, alle Steuervorteile, das komplette Guthaben. Die Übertragung ist förderunschädlich – im Gegensatz zu einer Kündigung, bei der alles zurückgezahlt werden muss.

Was wegfällt: Die Beitragsgarantie. Aber das ist gewollt. Die Garantie hat Riester-Sparern über zwei Jahrzehnte die Rendite geraubt, weil sie Anbieter in Anleihen zwang. Im Altersvorsorgedepot trägst du das Marktrisiko, profitierst dafür aber von historisch deutlich höheren Aktienrenditen. Wer trotzdem Sicherheit will, kann freiwillig ein Garantieprodukt mit 80 oder 100 Prozent Beitragserhalt wählen.

Für wen der Wechsel nicht sinnvoll ist

Zwei Gruppen sollten ihren Riester-Vertrag behalten. Erstens: Geringverdiener mit mehreren Kindern, die weniger als 25 Euro im Monat sparen können. Für sie sind die festen Riester-Kinderzulagen weiterhin vorteilhaft. Zweitens: Sparer, die bereits in der Auszahlphase sind – für sie ist eine Übertragung nicht mehr möglich.

Für alle anderen – Singles, Paare, Gutverdiener und erstmals auch Selbstständige – profitieren vom Wechsel. Je länger die Restlaufzeit bis zur Rente, desto größer der Effekt. Aber selbst bei nur 10 Jahren lohnt sich die Übertragung in den meisten Fällen, allein durch die höhere Förderung und die niedrigeren Kosten.

Fazit: Einfacher Wechsel, großer Unterschied

Ein formloses Schreiben, keine Zustimmung des Anbieters nötig, nach fünf Jahren kostenlos, alle Zulagen bleiben erhalten. Der bürokratische Aufwand ist minimal. Der finanzielle Unterschied ist es nicht: 60.000 Euro über 20 Jahre – bei gleichem Eigenbeitrag. Wer seinen Riester-Vertrag ins Altersvorsorgedepot überträgt, tauscht ein teures, renditeschwaches Produkt gegen ein günstiges, renditestarkes. Der einzige Fehler wäre, es nicht zu tun.

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Häufige Fragen zur Riester Rente Alternative

Ist die Riester-Rente abgeschafft?

Für Neuabschlüsse ja – ab dem 1. Januar 2027 wird kein neuer Riester-Vertrag mehr vergeben. Wer bereits einen hat, behält ihn mit vollem Bestandsschutz. Alle bisher erhaltenen Zulagen und Steuervorteile bleiben bestehen, unabhängig davon ob man wechselt oder nicht.

Warum sollte ich meinen Riester-Vertrag nicht kündigen?

Weil eine Kündigung als förderschädliche Verwendung gilt. Alle Zulagen und Steuervorteile müssen zurückgezahlt werden. Bei einem 15 Jahre alten Vertrag verlierst du auf einen Schlag mehrere tausend Euro. Dazu kommen mögliche Stornogebühren. Stilllegen oder übertragen ist in praktisch jedem Fall besser.

Was genau ist der Riester-Nachfolger?

Das Altersvorsorgedepot – ein staatlich gefördertes Wertpapierdepot, in dem du direkt in ETFs, Fonds und Anleihen investieren kannst. Die Förderung liegt bei bis zu 540 Euro Grundzulage pro Jahr plus 300 Euro Kinderzulage pro Kind. In der Ansparphase fallen keine Steuern auf Kapitalerträge an.

Wie kann ich meine Riester-Rente ins Altersvorsorgedepot umwandeln?

Ab 2027 mit einem formlosen Schreiben an deinen bisherigen Anbieter. Dessen Zustimmung ist nicht erforderlich. In den ersten fünf Vertragsjahren kann eine Wechselgebühr von maximal 150 Euro anfallen, danach ist der Wechsel kostenfrei. Das komplette Guthaben wird übertragen, alle Zulagen bleiben erhalten.

Was bedeutet Riester-Rente ruhen lassen?

Du stellst den Vertrag beitragsfrei. Es fließen keine neuen Beiträge und keine neuen Zulagen mehr. Das vorhandene Guthaben bleibt investiert und die bisher erhaltenen Zulagen bleiben erhalten. Parallel kannst du ab 2027 ein Altersvorsorgedepot eröffnen und dort mit den besseren Konditionen weitersparen.

Für wen lohnt sich Riester nach der Reform noch?

Nur für eine sehr kleine Gruppe: Geringverdiener mit mehreren Kindern, die weniger als 25 Euro im Monat sparen können. In diesem Fall übersteigen die festen Riester-Kinderzulagen die neue beitragsabhängige Förderung. Für alle anderen ist das Altersvorsorgedepot in jeder Hinsicht besser. Wer zu dieser Gruppe gehört und noch keinen Vertrag hat, sollte vor dem 31. Dezember 2026 einen günstigen Riester-Fondssparplan abschließen.

Wie hoch ist die typische Rendite eines Riester-Vertrags?

Ernüchternd niedrig. Eine Analyse von Finanzwende über 96 Tarife ergab, dass 65 Prozent der Produkte nicht einmal 2 Prozent Bruttorendite erzielen. Nach Abzug der Kosten von durchschnittlich 1,5 bis 2,5 Prozent pro Jahr bleibt bei vielen Verträgen eine Nettorendite von unter 1 Prozent – kaum mehr als Tagesgeld.

Wann ist der letztmögliche Termin für einen Riester-Neuabschluss?

Der 31. Dezember 2026. Ab dem 1. Januar 2027 sind keine Neuabschlüsse mehr möglich. Wer von den alten Riester-Konditionen profitieren will (feste Kinderzulagen unabhängig vom Eigenbeitrag), muss bis dahin einen Vertrag abschließen. Für die Mehrheit der Sparer lohnt sich das nicht – Warten auf das Altersvorsorgedepot ist die bessere Strategie

Disclaimer: Die in diesem Artikel enthaltenen Inhalte dienen ausschließlich allgemeinen Informations-, Bildungs- und Marketingzwecken ohne Gewähr auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität. Die Inhalte stellen keine Anlageberatung, Anlagestrategieempfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten dar. Die Informationen berücksichtigen nicht die individuellen Anlageziele und finanzielle Situation des Lesers. Jede Anlageentscheidung sollte eigenverantwortlich getroffen und sorgfältig geprüft werden. Vor einer Anlageentscheidung sollte der Rat eines Anlage- und Steuerberaters eingeholt werden. Der Handel mit Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten ist mit hohen Risiken verbunden, bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Aussagen über zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen basieren grundsätzlich auf Annahmen und Einschätzungen, die sich im Zeitablauf als nicht zutreffend erweisen können. Wir übernehmen keine Haftung für Verluste, die durch die Umsetzung der in diesem Artikel genannten Informationen entstehen.

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