50 Cent pro Euro – so viel legt der Staat künftig auf jeden eingezahlten Euro im Altersvorsorgedepot drauf. Nach der Einigung der Koalitionsfraktionen fällt die Förderung deutlich höher aus als im ersten Entwurf. Was das konkret bringt, hängt von drei Faktoren ab: Einkommen, Kinder und Alter. Wer diese Stellschrauben kennt, kann die Förderung auf mehrere hundert Euro pro Jahr optimieren. Unser Altersvorsorgedepot Rechner zeigt dir auf einen Blick, was in deiner Situation drin ist – hier sind die wichtigsten Fälle im Überblick.
Der einfachste Fall: Single, keine Kinder, mittleres Einkommen. Wer monatlich 100 Euro einzahlt, bringt im Jahr 1.200 Euro auf. Der Staat legt für die ersten 360 Euro jeweils 50 Cent drauf, für die restlichen 840 Euro jeweils 25 Cent. Das ergibt 180 Euro plus 210 Euro – insgesamt 390 Euro Grundzulage, die direkt ins Depot fließen. Effektiv landen also 1.590 Euro im Depot, obwohl nur 1.200 Euro eingezahlt wurden.
Wer monatlich 150 Euro spart und damit auf 1.800 Euro Jahresbeitrag kommt, erhält die maximale Grundzulage von 540 Euro – 180 Euro auf die ersten 360 Euro mit 50 Cent, plus 360 Euro auf die restlichen 1.440 Euro mit 25 Cent. Was über 1.800 Euro hinaus eingezahlt wird, fließt ungefördert ins Depot.
Die Altersvorsorgedepot Förderung fließt erst ab dem Tag, an dem Geld eingezahlt wird. Wer keine Zulagen verschenken will, kann sich bei finanzen.net ZERO schon jetzt kostenlos vormerken lassen und gehört am 1. Januar 2027 zu den Ersten, die ihr Depot eröffnen.
Alle Informationen zur Förderung, Steuern, Auszahlung und Anbietern findest du in unserem Ratgeber-Artikel zum Altersvorsorgedepot
Familien profitieren durch die Koalitionseinigung nochmals stärker. Pro Kind zahlt der Staat bis zu 300 Euro im Jahr dazu – und diese Summe wird jetzt schon bei einem Eigenbeitrag von 25 Euro im Monat erreicht. Bis zu dieser Grenze legt der Staat für jedes Kind pro Euro Eigenbeitrag einen weiteren Euro drauf. Im ersten Entwurf waren dafür noch 100 Euro monatlich nötig.
Bei zwei Kindern und einem Jahresbeitrag von 1.200 Euro kommen so 600 Euro Kinderzulage oben drauf – zusätzlich zur Grundzulage von 390 Euro. Gesamtförderung: 990 Euro. Auf den Eigenbeitrag von 1.200 Euro entspricht das einer Förderquote von über 80 Prozent.
Drei Kinder? Dann übersteigt die staatliche Einzahlung den Eigenbeitrag deutlich.
Für Besserverdiener greift zusätzlich die automatische Günstigerprüfung. Das Finanzamt prüft, ob der Sonderausgabenabzug auf die Beiträge mehr bringt als die Zulagen. Bei einem zu versteuernden Einkommen von 60.000 Euro und einem Grenzsteuersatz von rund 40 Prozent kann der steuerliche Vorteil die Zulagen merklich übersteigen. Dieser Vorteil kommt nicht direkt ins Depot, wirkt aber über die Steuererklärung als Nettoentlastung.
Wer unter 25 Jahre alt ist, bekommt bei Vertragsabschluss eine einmalige Startprämie von 200 Euro – zusätzlich zur regulären Grundzulage. Wer also mit 22 anfängt zu sparen, startet mit einem sofortigen Renditevorsprung. Bei einem Anlagehorizont von über 40 Jahren ist der Zinseszinseffekt auf diese frühe Einzahlung enorm.
Zwei Sparer, gleiche Sparrate von 100 Euro im Monat, gleiche angenommene Rendite – und trotzdem ein deutlicher Unterschied im Ergebnis:
| Szenario | Eigenbeitrag/Jahr | Förderung/Jahr | Endvermögen (30 J., 5% netto) |
|---|---|---|---|
| Single, kein Kind | 1.200 € | 390 € | ca. 109.000 € |
| 2 Kinder | 1.200 € | 990 € | ca. 150.000 € |
| Berufseinsteiger (einmalig 200 € Bonus) | 1.200 € | 590 € (1. Jahr) | ca. 111.000 € |
Wie viel Förderung du in deiner konkreten Situation bekommst – und was nach 20, 30 oder 40 Jahren im Depot stehen könnte – zeigt dir unser Altersvorsorgedepot Rechner. Du brauchst nur deine monatliche Sparsumme, dein Einkommen, dein Geburtsjahr und die Anzahl deiner Kinder. Der Rest läuft automatisch.
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