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Altersvorsorgedepot: Nur wieder Abzocke, oder echte Alternative zur Riester-Rente?

Die Riester-Rente sollte die private Altersvorsorge revolutionieren. Das Ergebnis nach über 20 Jahren: hohe Kosten, kaum Rendite, Millionen enttäuschte Sparer. Jetzt kommt das Altersvorsorgedepot, und die Bundesregierung verspricht, alles besser zu machen. Verständlich, wenn sich viele fragen: Wird das wieder so ein Reinfall? Die Skepsis ist berechtigt. Aber ein nüchterner Vergleich zeigt, dass sich diesmal tatsächlich etwas Grundlegendes ändert – und die Koalition hat im parlamentarischen Verfahren nochmals deutlich nachgebessert.

Warum Riester gescheitert ist

Das Grundproblem der Riester-Rente war die verpflichtende Beitragsgarantie. Anbieter mussten zum Rentenbeginn mindestens die eingezahlten Beiträge zurückzahlen. Um diese Garantie zu finanzieren, floss der Großteil des Geldes in niedrig verzinste Anleihen. Für Aktien blieb kaum Platz. Gleichzeitig lagen die Produktkosten bei typischerweise 2 bis 3 Prozent pro Jahr – Abschlussgebühren, Verwaltungskosten, Garantiekosten. Von der ohnehin mageren Rendite blieb nach Abzug dieser Gebühren oft weniger übrig als auf dem Tagesgeldkonto.

Dazu kam ein Fördersystem, das so kompliziert war, dass viele Berechtigte ihre Zulagen gar nicht vollständig abgerufen haben. Mehr als jeder vierte Riester-Vertrag wurde mittlerweile gekündigt oder stillgelegt.

💡 Gut zu wissen

Die Altersvorsorgedepot Förderung fließt erst ab dem Tag, an dem Geld eingezahlt wird. Wer keine Zulagen verschenken will, kann sich bei finanzen.net ZERO schon jetzt kostenlos vormerken lassen und gehört am 1. Januar 2027 zu den Ersten, die ihr Depot eröffnen.

Alle Informationen zur Förderung, Steuern, Auszahlung und Anbietern findest du in unserem Ratgeber-Artikel zum Altersvorsorgedepot

Was das Altersvorsorgedepot tatsächlich anders macht

Drei Konstruktionsfehler von Riester werden korrigiert.

Erstens: Keine verpflichtende Beitragsgarantie. Sparer tragen das Kapitalmarktrisiko, können dafür aber bis zu 100 Prozent in Aktien-ETFs investieren. Historisch hat der MSCI World über jeden 15-Jahres-Zeitraum seit 1970 positive Renditen erzielt. Wer trotzdem Sicherheit will, kann freiwillig ein Garantieprodukt mit 80 oder 100 Prozent Beitragserhalt wählen.

Zweitens: Deutlich niedrigere Kosten. Im Altersvorsorgedepot können Sparer selbst günstige ETFs auswählen, die typischerweise 0,1 bis 0,2 Prozent pro Jahr kosten. Der Kostendeckel für Standardprodukte liegt nach der Koalitionseinigung bei 1 Prozent – runter von den ursprünglich geplanten 1,5 Prozent. Zusätzlich wird ein öffentlicher Träger ein eigenes Standarddepot anbieten, das den Kostendruck im gesamten Markt erhöhen dürfte.

Drittens: Einfachere und höhere Förderung. Statt komplizierter Mindesteigenbeiträge gibt es eine klare Formel: 50 Cent pro Euro bis 360 Euro im Jahr, 25 Cent für jeden weiteren Euro bis 1.800 Euro. Die volle Kinderzulage von 300 Euro pro Kind wird schon ab 25 Euro monatlich erreicht. Und erstmals sind auch alle Selbstständigen förderberechtigt. Wie die Förderung im Detail funktioniert und ob sich das Depot für die eigene Situation lohnt, zeigen wir im Ratgeber zum Altersvorsorgedepot.

Wo weiterhin berechtigte Kritik ansetzt

Trotz der Nachbesserungen gibt es Schwachstellen. Der Kostendeckel von 1 Prozent liegt immer noch deutlich über dem, was ein günstiger ETF kostet. Über 40 Jahre macht der Unterschied zwischen 0,2 und 1 Prozent Kosten rund 65.000 Euro aus. Wer sich nicht selbst um die ETF-Auswahl kümmert, zahlt im Standardprodukt also nach wie vor einen hohen Preis für Bequemlichkeit.

Ob das öffentliche Standarddepot dieses Problem löst, hängt davon ab, wie günstig es tatsächlich wird – konkrete Konditionen gibt es noch nicht. Und ob Geringverdiener mit sehr kleinen Sparraten unter 25 Euro im Monat im alten Riester-System besser aufgehoben bleiben, muss im Einzelfall geprüft werden.

Abzocke oder Fortschritt? Der ehrliche Vergleich

MerkmalRiester-RenteAltersvorsorgedepot (nach Einigung)
Typische Kosten/Jahr2–3 %0,1–1,0 %
Aktienquote möglichMeist unter 30 %Bis zu 100 % über Indexfonds (ETF)
AuszahlungMind. 70 % VerrentungFrei wählbar
GrundzulageFest 175 €Bis zu 540 € (50 Cent/€)
Kinderzulage voll ab60 €/Jahr25 €/Monat
SelbstständigeAusgeschlossenFörderberechtigt

Fazit: Kein zweites Riester

Das Altersvorsorgedepot ist kein Riester 2.0. Die Abschaffung der Garantiepflicht, die niedrigeren Kosten, die höhere Förderung und die Öffnung für Selbstständige sind substanzielle Verbesserungen. Nicht perfekt – der Kostendeckel hätte tiefer liegen können, und ob das öffentliche Standarddepot hält, was es verspricht, muss sich zeigen. Aber für informierte Sparer, die selbst günstige ETFs auswählen, ist das Depot schon jetzt deutlich attraktiver als alles, was Riester je geboten hat. Alle Details, Rechenbeispiele und Vergleiche im Ratgeber.

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