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Riester-Rente Reform: Bundesregierung einigt sich – was Sparer jetzt tun sollten

Nach gut zwei Jahrzehnten ist Schluss: Die Riester-Rente wird ab 2027 durch eine grundlegende Reform abgelöst. Die Koalition hat sich auf die Details geeinigt, am 26. März 2026 verabschiedet der Bundestag das neue Gesetz final. Für dich und die restlichen 15,9 Millionen Riester-Sparer ist das der Moment der Entscheidung: Bleibst du im starren alten System oder nutzt du die neuen Freiheiten für einen renditestarken Neustart deines Depots?

Warum Riester reformiert wird

Die Bilanz ist ernüchternd. Hohe Produktkosten von typischerweise 2 bis 3 Prozent pro Jahr, eine verpflichtende Beitragsgarantie, die kaum Spielraum für Aktienanlagen ließ, und ein Fördersystem, das so kompliziert war, dass viele Berechtigte ihre Zulagen nicht vollständig abgerufen haben. Mehr als jeder vierte der rund 15 Millionen verbliebenen Verträge wurde bereits gekündigt oder stillgelegt. Neuabschlüsse sind seit Jahren rückläufig.

Die Politik hat lange zugeschaut. Der erste Reformanlauf unter Finanzminister Lindner scheiterte 2024 mit dem Ampel-Aus. Die neue Regierung unter Klingbeil hat den Entwurf überarbeitet, im Dezember 2025 durchs Kabinett gebracht und im parlamentarischen Verfahren nochmals deutlich nachgebessert.

💡 Gut zu wissen

Die Altersvorsorgedepot Förderung fließt erst ab dem Tag, an dem Geld eingezahlt wird. Wer keine Zulagen verschenken will, kann sich bei finanzen.net ZERO schon jetzt kostenlos vormerken lassen und gehört am 1. Januar 2027 zu den Ersten, die ihr Depot eröffnen.

Alle Informationen zur Förderung, Steuern, Auszahlung und Anbietern findest du in unserem Ratgeber-Artikel zum Altersvorsorgedepot

Was die Reform konkret ändert

Der Kern: Die Riester-Rente wird durch das Altersvorsorgedepot ersetzt. Ab dem 1. Januar 2027 können keine neuen Riester-Verträge mehr abgeschlossen werden. Stattdessen gibt es drei neue Produktkategorien: ein Altersvorsorgedepot ohne Garantie, ein Garantieprodukt mit 80 Prozent Beitragserhalt und eines mit 100 Prozent.

Die wichtigsten Unterschiede zur alten Riester-Rente:

  • Keine Garantiepflicht mehr: Sparer können bis zu 100 Prozent in Aktien-ETFs investieren.
  • Höhere Förderung: 50 Cent pro eingezahltem Euro bis 360 Euro im Jahr, 25 Cent für jeden weiteren Euro bis 1.800 Euro. Maximale Grundzulage: 540 Euro pro Jahr.
  • Niedrigere Kosten: Der Kostendeckel für Standardprodukte liegt bei 1 Prozent Effektivkosten. Wer selbst ETFs auswählt, zahlt typischerweise nur 0,1 bis 0,2 Prozent. Ein öffentlicher Träger wird zusätzlich ein eigenes Standarddepot anbieten.
  • Selbstständige erstmals dabei: Alle Selbstständigen werden in den Kreis der Förderberechtigten aufgenommen – im ersten Entwurf waren sie noch ausgeschlossen.
  • Kinderzulage ab 25 Euro: Die volle Kinderzulage von 300 Euro pro Kind wird bereits ab 25 Euro Eigenbeitrag im Monat erreicht. Der Staat legt bis zu dieser Grenze für jedes Kind pro Euro einen weiteren Euro drauf.
  • Flexible Auszahlung: Statt verpflichtender Verrentung können Sparer zwischen Auszahlplan, Leibrente oder Kombination wählen.
  • Steuerfreie Ansparphase: Kapitalerträge und Umschichtungen bleiben in der Ansparphase komplett steuerfrei.

Alle Details zum neuen System, Förderrechner und Vergleichstabellen im Ratgeber zum Altersvorsorgedepot.

Was mit bestehenden Riester-Verträgen passiert

Alle Altverträge genießen vollen Bestandsschutz. Die alte Fördersystematik mit festen Grundzulagen von 175 Euro und Kinderzulagen bis 300 Euro läuft für bestehende Verträge weiter. Niemand wird gezwungen zu wechseln.

Ab 2027 haben Riester-Sparer drei Optionen: den Vertrag unverändert behalten, das Guthaben ins neue Altersvorsorgedepot übertragen oder den Vertrag stilllegen und parallel ein neues Depot eröffnen. Bei einer Übertragung bleiben alle bisherigen Zulagen und Steuervorteile erhalten. Nach fünf Jahren Vertragslaufzeit ist der Wechsel kostenlos.

Auf keinen Fall sollte man den Riester-Vertrag kündigen. Bei einer Kündigung müssen sämtliche Zulagen und Steuervorteile zurückgezahlt werden – das kostet schnell mehrere tausend Euro.

Was Sparer jetzt tun sollten

Die Abstimmung im Bundestag steht unmittelbar bevor. Riester-Sparer sollten die verbleibende Zeit bis 2027 nutzen, um ihre Vertragsdaten zu prüfen: Wie hoch sind die laufenden Kosten? Welche Zulagen fließen? Lohnt sich ein Wechsel ins neue System oder ist Behalten sinnvoller?

Geringverdiener mit Kindern sollten genau nachrechnen. Durch die verbesserte Kinderzulage im neuen System – volle 300 Euro pro Kind schon ab 25 Euro monatlich – schrumpft der Vorteil des alten Riester-Systems deutlich. Ob sich ein Neuabschluss vor Jahresende 2026 noch lohnt, hängt jetzt stärker als zuvor vom Einzelfall ab. Wann Riester besser bleibt und wann das Altersvorsorgedepot die bessere Wahl ist, zeigen wir im Ratgeber.

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