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Riester-Vertrag kündigen: Warum du damit tausende Euro verlierst

Die Riester-Rente hat keinen guten Ruf. Hohe Kosten, magere Rendite, komplizierte Regeln. Mit dem geplanten Start des Altersvorsorgedepots 2027 fragen sich viele Sparer: Soll ich meinen Riester-Vertrag einfach kündigen und das Geld anderweitig anlegen? Die klare Antwort: Nein. Eine Kündigung ist in fast jedem Fall die schlechteste aller Optionen – und kann mehrere tausend Euro kosten.

Was bei einer Kündigung passiert

Wer seinen Riester-Vertrag kündigt, löst eine sogenannte förderschädliche Verwendung aus. Das bedeutet: Sämtliche erhaltenen Zulagen und Steuervorteile müssen auf einen Schlag zurückgezahlt werden. Bei einem Vertrag, der 15 Jahre gelaufen ist, kommen so leicht 5.000 bis 10.000 Euro zusammen, die ans Finanzamt und an die Zulagenstelle zurückfließen. Dazu kommen mögliche Stornogebühren des Anbieters.

Was vom ausgezahlten Guthaben übrig bleibt, ist oft ernüchternd wenig. Besonders bei Verträgen, die in den ersten Jahren hohe Abschlusskosten hatten, kann die Kündigung den Großteil des eingezahlten Geldes vernichten.

💡 Gut zu wissen

Die Altersvorsorgedepot Förderung fließt erst ab dem Tag, an dem Geld eingezahlt wird. Wer keine Zulagen verschenken will, kann sich bei finanzen.net ZERO schon jetzt kostenlos vormerken lassen und gehört am 1. Januar 2027 zu den Ersten, die ihr Depot eröffnen.

Alle Informationen zur Förderung, Anbietern und aktuellen Informationen findest du in unserem Ratgeber-Artikel zum Altersvorsorgedepot

Drei Alternativen, die besser sind

Statt zu kündigen, haben Riester-Sparer ab 2027 drei Optionen, die alle günstiger sind.

Vertrag stilllegen: Keine weiteren Einzahlungen, aber das Guthaben bleibt investiert und die bisherigen Zulagen erhalten. Sinnvoll, wenn der Vertrag schon länger läuft und die Abschlusskosten abbezahlt sind. Parallel eröffnet man ein neues Altersvorsorgedepot mit günstigeren Konditionen.

In das neue System wechseln: Das bestehende Guthaben kann in ein Altersvorsorgedepot übertragen werden. Zulagen und Steuervorteile bleiben erhalten, nichts muss zurückgezahlt werden. Nach fünf Jahren Vertragslaufzeit ist der Wechsel kostenlos, davor fallen maximal 150 Euro an. Besonders attraktiv für Singles und Gutverdiener, die von den festen Riester-Zulagen wenig hatten und jetzt von günstigeren ETF-Kosten und voller Aktienquote profitieren können.

Vertrag behalten und weiterlaufen lassen: Die alte Fördersystematik mit festen Grundzulagen von 175 Euro und Kinderzulagen bis 300 Euro läuft weiter. Allerdings hat die Koalitionseinigung den Vorteil des alten Systems deutlich geschrumpft: Im neuen Altersvorsorgedepot wird die volle Kinderzulage von 300 Euro pro Kind jetzt schon ab 25 Euro Eigenbeitrag im Monat erreicht. Behalten lohnt sich damit nur noch in wenigen Konstellationen – etwa bei sehr niedrigen Eigenbeiträgen unter 25 Euro monatlich und mehreren Kindern.. Wann das alte System besser abschneidet, zeigen wir mit konkreten Vergleichen im Ratgeber zum Altersvorsorgedepot.

Rechenbeispiel: Was eine Kündigung wirklich kostet

Maria, 45, hat seit 2012 einen Riester-Fondssparplan. Sie hat insgesamt 15.600 Euro eingezahlt und rund 4.200 Euro Zulagen sowie 2.800 Euro Steuervorteile erhalten. Ihr aktuelles Guthaben liegt bei 21.000 Euro.

Kündigung Stilllegen + neues Depot
Auszahlung / Guthaben 21.000 € 21.000 € (bleibt investiert)
Rückzahlung Zulagen −4.200 € 0 €
Rückzahlung Steuervorteile −2.800 € 0 €
Stornogebühren −300 € 0 €
Verbleibendes Geld 13.700 € 21.000 €

Maria verliert durch die Kündigung 7.300 Euro – mehr als ein Drittel ihres Guthabens. Legt sie den stillgelegten Vertrag weitere 20 Jahre bei 4 Prozent Rendite an, wächst er auf rund 46.000 Euro. Das Geld aus der Kündigung müsste sie selbst anlegen und bräuchte dafür über 6 Prozent Rendite, nur um gleichzuziehen.

Fazit: Alles besser als kündigen

Es gibt praktisch keinen Fall, in dem eine Riester-Kündigung wirtschaftlich sinnvoll ist. Selbst ein schlecht laufender Vertrag mit hohen Kosten ist stillgelegt besser aufgehoben als gekündigt. Wer unzufrieden ist, hat ab 2027 mit dem Altersvorsorgedepot eine echte Alternative – ohne die bisherige Förderung zu verlieren. Alle Optionen für Riester-Sparer und wie das Altersvorsorgedepot funktioniert, erklären wir im Ratgeber.

Disclaimer: Die in diesem Artikel enthaltenen Inhalte dienen ausschließlich allgemeinen Informations-, Bildungs- und Marketingzwecken ohne Gewähr auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität. Die Inhalte stellen keine Anlageberatung, Anlagestrategieempfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten dar. Die Informationen berücksichtigen nicht die individuellen Anlageziele und finanzielle Situation des Lesers. Jede Anlageentscheidung sollte eigenverantwortlich getroffen und sorgfältig geprüft werden. Vor einer Anlageentscheidung sollte der Rat eines Anlage- und Steuerberaters eingeholt werden. Der Handel mit Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten ist mit hohen Risiken verbunden, bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Aussagen über zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen basieren grundsätzlich auf Annahmen und Einschätzungen, die sich im Zeitablauf als nicht zutreffend erweisen können. Wir übernehmen keine Haftung für Verluste, die durch die Umsetzung der in diesem Artikel genannten Informationen entstehen.

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