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Zinsanstieg: Wer Zinshopping leid ist, kann alternativ zu Geldmarkt-ETFs greifen. Quelle/Credit: chaylek / Shutterstock.com
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Geldmarkt-ETFs

Attraktive Zinsen ohne Tagesgeld oder Festgeld? Die clevere Alternative für Sparer und Anleger

Viele Banken und Sparkassen bieten ihren Kunden kaum Zinsen. Anleger werden zu Zinshoppern auf der Suche nach dem besten Angebot, müssen sich jedoch beim Zins mit temporären Lockvogelangeboten zufrieden geben. Wir stellen eine attraktive, weil dauerhafte Alternative vor: Geldmarkt-ETFs.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte die Zinsen im Euroraum seit 2022 zunächst deutlich angehoben und seit 2024 wieder schrittweise gesenkt. Der Einlagensatz, den Banken für ihre Einlagen erhalten und der somit auch für Sparer entscheidend ist, liegt derzeit bei 2,0 Prozent. Dennoch müssen sich Kunden vieler Banken und Sparkassen mit minimalen oder gar keinen Zinsen zufrieden­geben.

Manche Sparer setzen daher auf Festgeldkonten mit einer festen Verzinsung über eine bestimmte Laufzeit. Andere eröffnen ein oder gleich mehrere Tagesgeldkonten, um überhaupt nennenswert Zinsen zu erhalten. Meist handelt es sich dabei aber nur um befristete Zinsaktionen, die oft schon nach sechs Monaten vorüber sind – was Sparer zu ständigen Anbieterwechseln verleitet. Doch es gibt eine Alternative, mit der Sparer sich dieses „Konto-Hopping“ ersparen können.

Wie funktionieren Geldmarkt-ETFs?

Mit Geldmarkt-ETFs können Anleger unmittelbar vom Einlagenzins der Eurozone sowie von künftigen Zinsanpassungen der EZB profitieren: Ausgewählte Geldmarkt-ETFs bilden diesen Einlagenzins bzw. die „Euro Short-Term Rate“ (kurz: €STR) direkt ab. ETF-Anleger profitieren damit quasi eins-zu-eins an den Geldmarktsätzen – derzeit sind das 1,93 Prozent.

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Die Funktionsweise dieser Anlageprodukte ist denkbar einfach: Geldmarktfonds sind an die Zinssätze des jeweiligen Währungsraums gekoppelt. Konkret handelt es sich um einen Interbankenzinssatz, zu dem sich die Kreditinstitute untereinander Geld leihen. Die „Tages- bzw. Festgeld-Zinsen“ werden somit kontinuierlich dem Kurs der Anteile des Geldmarkt-ETF „gutgeschrieben“ und führen so – bei positiven Zinsen – zu stetig steigenden Anteilspreisen. Steigen die Zinsen, wirkt sich das unmittelbar (positiv) auf die tägliche Kursveränderung des ETF aus. Im Umkehrschluss wirken sinkende Zinsen dämpfend auf den täglichen Kursanstieg. Rückläufige Anteilspreise sind bei Geldmarktfonds hingegen nur bei negativen Marktzinsen zu erwarten.

Am Beispiel des „Xtrackers II“ wird ersichtlich, wie sich der Anteilswert der thesaurierenden Variante täglich verändert (Stand per April 2026).

Beispiel: Zins-ETF von Xtrackers und Amundi

Ein Beispiel: Der Geldmarkt-ETF „Xtrackers II“ von DWS Investment bildet die Wertentwicklung einer Einlage ab, die mit dem kurzfristigen Euro-Zinssatz (€STR) zuzüglich 8,5 Basispunkten verzinst wird. Diesen Xtrackers-Fonds gibt es in zwei Varianten: In der thesaurierenden Variante werden erwirtschaftete Erträge (Zinsen) automatisch in den ETF reinvestiert. Der Anteilswert steigt, aber es erfolgt keine direkte Ausschüttung an die Anleger. In der ausschüttenden Variante werden die erwirtschafteten Erträge regelmäßig an die Anleger ausgeschüttet, was den Anteilswert zum Zeitpunkt der Ausschüttung reduziert. In der Regel nutzen Anleger thesaurierende Geldmarktfonds.

Worauf sollten Anleger achten?

Anteile an Geldmarktfonds sind ein flexibles Anlage­instrument. Als Anleger kannst du jederzeit Fondsanteile kaufen und verkaufen. Für den flexiblen Handel von Anteilen ist es aber empfehlenswert, die Transaktions­gebühren zu minimieren.

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Empfehlung für ETF- und Zinsanleger

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