Die besten Kreditkarten

Kreditkarten Vergleich – so finden Sie die beste Kreditkarte

Im Internet einkaufen, die Hotelrechnung begleichen, das Abendessen bezahlen - all das ist mit einer Kreditkarte besonders bequem in aller Welt möglich. Doch Kreditkarten sind nicht nur komfortabler und sicherer als Bargeld und Girocards, mit der passenden Kreditkarte können Sie auch richtig viel Geld sparen. Wir haben die besten Kreditkarten für Sie unter die Lupe genommen - und die Sieger gekürt.

Kreditkartenvergleich – so finden Sie die beste Kreditkarte

Kreditkarten Vergleich - das Wichtigste in Kürze

Mit Kreditkarten zahlen Sie besonders sicher und bequem.
Oft sind Versicherungen, Bonusprogramme und andere Vergünstigungen im Kreditkartenangebot inklusive.
In unserem Kreditkarten-Vergleich haben wir verschiedene Anbieter getestet und die beste Kreditkarte für Ihre Lebenssituation aufgespürt: Kostenlose Kreditkarten, Prepaid-Kreditkarten und Reise-Kreditkarten.
Getestet haben wir zum Beispiel die Lufthansa Miles and More Kreditkarte.
Tipp: Viele Reisekreditkarten bieten einen Rundum-Schutz an, zum Beispiel eine Reiserücktrittsversicherung oder eine Auslandskrankenversicherung.

Kreditkarten Vergleich - Empfehlungen & Tipps

Die Kreditkartenangebote sind sehr unterschiedlich. Viele Zusatzleistungen sind kostenlos, einige kosten Geld.
Unsere Empfehlung: Wer erstmals eine Kreditkarte beantragt und noch unsicher ist, wie er mit ihr umgeht, sollte eine Prepaid-Kreditkarte wählen.
Produktempfehlung: Bei der DKB-Kreditkarte ist die Kostenstruktur sehr transparent. Wer viel Wert auf Service legt, sollte einen Blick auf die Comdirect-Kreditkarte werfen.
Für Vielflieger lohnt sich die Miles & More Kreditkarte.
Hinweis: Eine Kreditkarte von Visa bietet andere Leistungen als eine Kreditkarte von Mastercard. Aber auch Visa Card ist nicht gleich Visa Card.

Kreditkarte – sicher und bequem bezahlen

Im Kreditkartenangebot sind manch­mal Ver­siche­rungen, Bonus­pro­gramme und andere Ver­günsti­gungen inklusive. Viele dieser Leistungen sind kostenlos, einige zusätz­liche Son­der­wünsche kosten Geld. Doch Fakt ist: Wer besonders sicher und bequem bezahlen will, kommt an einer Kreditkarte nicht vorbei. Inzwischen bieten sogar Discounter wie Aldi, Lidl und Netto „bargeldloses Bezahlen auf Pump“ an.

In den Angeboten der Kredit­karten­­anbieter gibt es teilweise sehr große Gegensätze in der Gebührenstruktur. Es gibt aber auch besonders kleine Unterschiede, die oft erst auf den zweiten Blick zu erkennen sind. Eine Kredit­karte von Visa bietet andere Leistungen als eine Kreditkarte von Mastercard, American Express oder Diners Club – aber auch die Visa Card ist nicht gleich Visa Card, die Unterschiede liegen oft kaum erkennbar im Detail.

Das Spektrum an Kreditkarten ist schier unerschöpflich, die Leistungen und deren in­di­vi­duelle Be­zeichnungen sind ein weites Feld: Die Alles­könner Gold, Premium- und Platin-Card sind vor allem für Geschäfts­leute und Komfortzahler interessant, aufladbare Kreditkarten sind perfekt geeignet für Jugendliche und Sicherheitsorientierte.

Es gibt Kreditkarten mit und ohne Versicherung, mit und ohne Teilzahlung, mit und ohne Rabattprogramm, es gibt Prepaid, Credit und Debit Cards, Kundenkreditkarten von Amazon, Lufthansa und ADAC, Kreditkarten von Banken und Sparkassen oder direkt von den Anbietern Visa, Mastercard und Co. Die Lufthansa Miles and More Kreditkarte ist eine der beliebtesten Kundenkreditkarten überhaupt.

In unserem großen Vergleich Kreditkarten bringen wir Licht ins Dunkel des Angebote­dschungels. Wir nehmen die An­bieter unter die Lupe, gehen den ver­schie­denen Bezeichnungen auf den Grund und spüren auch die kleinsten Unterschiede auf. Wir haben Kosten, Be­son­der­heiten und Leistungen der unter­schied­lichen Kreditkarten miteinander verglichen, den Service der einzelnen Anbieter hinterfragt und so die besten Kreditkarten für Viel­rei­sen­de, Spar­füchse, Online­käufer, Komfort­nutzer und Sicherheits­orientierte gefunden.

Das sollten Sie zu Kreditkarten wissen

Bevor wir in die Details des Kreditkarten-Vergleichs einsteigen, gilt es Grundlegendes rund um das bargeldlose Bezahlen zu klären, denn: Nicht jeder kann eine Kreditkarte be­kom­men, nicht alle Kreditkarten sind überall nutzbar und nicht alle Kreditkarten machen ein Bank­konto erforderlich. Worauf also müssen Sie achten bei der Ent­schei­dung für die eine oder andere Kreditkarte? Welche Rolle spielt Ihre Bonität? Und wie funktioniert eine Kreditkarte überhaupt?

Wie funktioniert eine Kreditkarte?

Eine Kreditkarte heißt so, weil sie dem Käufer bei der Bezahlung einen (zinslosen) Kredit gewährt. Ein Kreditkartennutzer bezahlt sozusagen „auf Pump“ und verschuldet sich kurzfristig bei seinem Anbieter bzw. bei seiner Bank. Der entsprechende Betrag wird also nicht sofort vom Konto des Kreditkartennutzers eingezogen, die Kreditkartenzahlungen werden aufsummiert und in regelmäßigen Abständen – meist einmal pro Monat – zu einer Abrechnung zusammengefasst und schließlich automatisch vom Girokonto bzw. Kreditkartenkonto abgebucht.

Ansonsten unterscheidet sich die Bezahlung mit einer Kreditkarte kaum von der Bezahlung mit einer herkömmlichen Girocard (ehemals EC-Karte – eine genaue Übersicht über die verschiedenen Kartensysteme finden Sie weiter unten). Allerdings muss ein Kreditkartennutzer nach dem Bezahlvorgang an der Supermarktkasse, an der Tankstellenkasse oder im Hotel in der Regel eine Unterschrift leisten oder – in manchen Fällen – seine PIN eingeben. Geht der Kreditkartennutzer im Internet auf Shoppingtour, dann geht ohne die Kartennummer, die Prüfziffer und die Geheimzahl gar nichts.

Wer bekommt eine Kreditkarte?

Nicht jedermann kann eine Kreditkarte mit eigenem Verfügungsrahmen oder mit Option zur Teilrückzahlung erhalten. Wer eine Kreditkarte mit diesen Leistungen bekommen möchte, muss mehrere Voraussetzungen erfüllen: Der Kreditkartenanwärter muss mindestens 18 Jahre alt sein, seinen Wohnsitz in Deutschland haben und in der Regel ein Bankkonto bei seinem Anbieter führen. Letzteres ist aber längst nicht bei allen Kreditkarten notwendig. Eine Ausnahme bilden Prepaid-Kreditkarten. Hierbei dürften Angebote bereits für Kinder ab zwölf Jahren wahrgenommen werden.

Ausnahmslos alle Sparkassen, Banken und sonstigen Kreditkartenanbieter verlangen außerdem vom potentiellen Kreditkartenkunden einen Beleg über dessen Zahlungsfähigkeit.

Welche Rolle spielt der SCHUFA-Eintrag beim Antrag auf eine Kreditkarte?

Weil sich der Kreditkartennutzer bei seiner Bank oder seinem Anbieter verschuldet, muss er im Vorfeld seine Bonität belegen. Es ist also sinnvoll beim Antrag auf eine Kreditkarte, der Bank alle Einkünfte anzuzeigen. Vor allem die regelmäßig wiederkehrenden Gehalts- und Lohnzahlungen beeinflussen eine Bonitätsprüfung positiv.

Darüber hinaus überprüfen aber ausnahmslos alle Sparkassen, Banken und sonstigen Kreditkartenanbieter die Bonität ihrer Kunden über die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, kurz SCHUFA. Fällt der SCHUFA-Eintrag negativ aus, ist der Antragssteller also möglicherweise hoch verschuldet oder offenbaren sich durch die SCHUFA-Prüfung hohe und/oder laufende Zahlungsverpflichtungen, dann sind die Chancen äußerst gering, eine Kreditkarte mit eigenem Verfügungsrahmen oder gar eine Kreditkarte mit Option zur Teilrückzahlung zu erhalten.

Kunden mit negativer SCHUFA müssen aber nicht gänzlich auf die Vorteile von Kreditkarten verzichten. Für sie gibt es immer noch eine starke Alternative: eine Prepaid-Kreditkarte. Was das genau ist und welche großen und kleinen Unterschiede es im Kreditkarten-Universum gibt, erfahren Sie weiter unten in diesem Kreditkarten Vergleich. Diese Kreditkartenarten vergleichen wir: Prepaid, Gold/Premium/Platin, Kreditkarten mit Teilzahlung und kostenlose Kreditkarten!

Die Wahl der richtigen Kreditkarte: Welche Kreditkarte passt zu Ihnen?

Nicht jede Kreditkarte ist sinnvoll für jedermann. Je nach Konsumverhalten, Reisegewohnheiten und Bonität ist die Premium-Kreditkarte, die aufladbare Karte oder die Kundenkreditkarte die erste Wahl für Sie. Damit Sie die passende Kreditkarte für sich finden, sollten Sie sich klarmachen, wofür Sie eine Kreditkarte brauchen und wie oft Sie diese nutzen.

Stellen Sie sich folgende Fragen: Sind Sie regelmäßig im (außereuropäischen) Ausland? Sind Sie viel mit dem Auto unterwegs? Reisen Sie oft mit dem Flugzeug? Kaufen Sie gerne im Internet ein? Nutzen Sie Rabattprogramme? Zahlen Sie lieber bargeldlos? Ist Ihnen mobiles Bezahlen wichtig, also das Bezahlen mit dem Smartphone? Spielt Sicherheit im Zahlungsverkehr für Sie eine große Rolle?

Kreditkartenvergleich - Die besten Kreditkarten

Wenn Sie die überwiegende Zahl dieser Fragen mit „Ja“ beantworten, dann dürfte Ihr Leben mit einer Kreditkarte deutlich einfacher werden – möglicherweise haben Sie mit einer Kreditkarte sogar große finanzielle Vorteile.

Wenn Sie sich die Fragen erneut durchlesen und Sie der Wichtigkeit nach ordnen, dann wissen Sie bereits ganz genau, welche Leistungen Ihre künftige Kreditkarte für Sie persönlich auf jeden Fall bieten muss. Haben Sie beispielsweise die Fragen „Reisen Sie oft mit dem Flugzeug?“ und „Nutzen Sie Rabattprogramme?“ nicht nur mit „Ja“ beantwortet, sondern haben diese Themen für Sie eine hohe Bedeutung, dann kommt für Sie möglicherweise eine Kundenkreditkarte der Lufthansa in Frage. Die Lufthansa-Kreditkarte ist mit dem „Miles & More“-Rabattprogramm verknüpft und bietet so für Vielflieger außergewöhnliche Vorteile. Übrigens ist die Miles & More Credit Card eine der beliebtesten Kundenkreditkarten überhaupt.

Die Wahl der richtigen Kreditkarte: Darauf sollten Sie achten!

Viele Faktoren beeinflussen die Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Kreditkarte. Da Sie nun wissen, mit welchen Leistungen Ihre künftige Kreditkarte unbedingt aufwarten muss, sollten Sie sich im nächsten Schritt die Details der verschiedenen Angebote etwas genauer anschauen – oder einfach schon mal einen Blick auf unseren Kredit­karten­ver­gleich im Folgenden werfen. Ob Sie die beste kostenlose Kreditkarte, die leistungsstärkste Kreditkarte fürs Ausland oder die beste Prepaid-Kreditkarte suchen, die Auswahl im Vergleich ist groß.

Neben den individuellen Ansprüchen spielen sicherlich die Kosten, die bei der Nutzung der Kreditkarte entstehen, eine ganz entscheidende Rolle auf der Suche nach der passenden Karte: Erhebt der Anbieter eine Jahresgebühr? Wie hoch ist diese? Was kostet es, mit der Kreditkarte Geld am Automaten abzuheben? Welche Unterschiede gibt es dabei im In- und Ausland? Ist es möglich, den Kredit in Raten zu begleichen (Teilrückzahlung)? Welche Kosten entstehen dabei? Ist ein Bankkonto beim Kreditkartenanbieter erforderlich? Entstehen dadurch Kontoführungsgebühren?

Doch nicht die Höhe der Gebühren alleine ist maßgeblich bei der Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Karte. Viel entscheidender kann sein, ob und wie schnell sich die Gebühren durch die Nutzung amortisieren. Lässt sich die Jahresgebühr der Kreditkarte beispielsweise durch Rabatte an der Tankstelle wieder herausholen? Gibt es vielleicht ein Startguthaben? Wird das Kreditkartenguthaben eventuell verzinst? Ist das Abheben am Geldautomaten kostenlos?

Neben den individuellen Vorlieben für eine Kreditkarte und den Kosten, die mit der Nutzung entstehen, sollten aber noch viele andere Faktoren berücksichtigt werden. Die Kreditkartenanbieter halten für ihre Kunden viele weitere Features bereit, die in die Entscheidung für oder gegen ein Kartenmodell einfließen. Auf folgende Punkte sollten Sie dabei besonders achten:

Kreditkarten Vergleich - darauf müssen Sie achten

weltweite Akzeptanz und Einsatzmöglichkeiten
minimaler und maximaler Verfügungsrahmen
Kündigungsfristen
Möglichkeit und Bedingungen für Teilrückzahlung/Ratenzahlung
Partnerkarte/Zweitkarte: Konditionen
Kundenservice: Umfang und Kosten
Wird das Guthaben verzinst?

Werden alle Kreditkarten weltweit akzeptiert?

Es gibt insgesamt nur vier Kreditkartenfirmen: Visa, Mastercard, American Express und Diners Club. Mit allen Karten von allen Firmen können Sie weltweit Geld abheben und bargeldlos bezahlen -, aber nicht immer überall. Allerdings variiert die Zahl der Akzeptanzstellen je nach Modell und Anbieter erheblich. Die größte Akzeptanz in aller Welt genießen Visa und Mastercard, mit denen Sie in etwa 35 Millionen (Visa) und 25 Millionen (Mastercard) Geschäften, Hotels und Restaurants bezahlen können. Auch bei der Buchung von Flügen und Bahnfahrten über das Internet liegen Sie mit den Kreditkarten von Visa und Mastercard goldrichtig. Fast überall werden diese Plastikkarten zum Nachweis Ihrer Identität und als Sicherheit akzeptiert.

Wie hoch ist der Verfügungsrahmen von Kreditkarten?

Während Kreditkarten von Visa und Mastercard über Partnerbanken herausgegeben werden, geben American Express und Diners Club ihre Karten selbst heraus. Sie sind also nicht nur Kreditkartenproduzenten, sondern auch die Emittenten. Der Verfügungsrahmen der einzelnen Karten unterscheidet sich auch aus diesem Grund oft deutlich. In der Regel beträgt das Kreditkartenlimit ein bis zwei Monatsnettogehälter. Wie hoch es genau ist, hängt unter anderem von diesen Faktoren ab:

Kreditkartenlimit - von diesen Faktoren hängt es ab

Kunden, die viel verdienen und nicht durch häufiges Überziehen ihres Kontos auffallen, erhalten in der Regel einen höheren Kreditrahmen.
Auch Geschäftsreisende, die mit ihrer Kreditkarte Hotels und Flüge buchen und bezahlen müssen, brauchen häufig einen höheren Kreditrahmen - und erhalten diesen auch regelmäßig.
Wer seine Kreditkarten-Rechnungen rechtzeitig zahlt, kann darauf hoffen, dass die Bank den Verfügungsrahmen mit der Zeit erhöht.
Manchmal dürfen Kartenbesitzer zusätzlich Geld auf das Kreditkartenkonto überweisen und damit ihren Kreditrahmen "künstlich" erhöhen.

Wichtig: Das Kreditkartenlimit hat nicht nur den Zweck, den Kunden zu kontrollieren. Auch aus Sicht des Kreditkartennutzers ist ein bestimmter Verfügungsrahmen nützlich. Er begrenzt beispielsweise das Verlustrisiko bei einem Missbrauch der Karte.

Wie sind Laufzeit und Kündigungsfrist bei Kreditkarten?

Die Kündigungsfristen können je nach Kreditkartenvertrag und Laufzeit voneinander abweichen. Die überwiegende Zahl der Kreditkartenverträge hat eine Laufzeit von einem Jahr. Sofern diese nicht rechtzeitig gekündigt werden, verlängert sich die Laufzeit in der Regel stillschweigend um ein weiteres Jahr. Die Kündigungsfrist beträgt meistens drei Monate, doch der Teufel lauert – wie so häufig – im Detail, denn: Ob Sie den Kreditkartenvertrag zum Jahresende, zum Quartalsende oder zu einem anderen Stichtag kündigen müssen, steht im Kleingedruckten der Vertragsbedingungen.

Wenn Sie den Stichtag für die Kündigung der Kreditkarte verpasst haben, gibt es manchmal dennoch Hoffnung. Viele Kreditinstitute akzeptieren eine Kündigung oft auch mitten in der Laufzeit. Warum? Die Institute gehen damit Problemen aus dem Weg, die sich entwickeln könnten, weil beispielsweise der Kreditkartennutzer seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann oder sogar zahlungsunfähig wird. Die bereits gezahlte Jahresgebühr für die Kreditkarte ist dann allerdings meist komplett verloren.

Was ist eine Teilrückzahlung bei Kreditkarten und wie funktioniert sie?

Es gibt Kreditkarten mit Teilrückzahlung oder auch flexibler Rückzahlung, die sogenannten Revolving Cards. Die Kreditschulden können bei diesen Karten in Raten oder in unterschiedlich großen „Teilen“ zurückgezahlt werden – je nachdem, welche finanziellen Möglichkeiten der Kreditkartennutzer hat. Bei sehr guten Revolving Cards ist es möglich, das Konto komplett auszugleichen, sodass sie dann wie eine Charge Card funktioniert. Bei einigen Kreditkarten mit Teilrückzahlung können Sie sogar eine zinsfreie Zahlpause von mehreren Wochen einlegen.

Diesen „Service“ muss der Kreditkartennutzer meist mit höheren Gebühren bezahlen. Eine der wenigen Kreditkarten, die trotz der Zusatzleistung keine Jahresgebühr erhebt, ist die „Barclaycard New Visa“. Allerdings ist der Extra-Service keineswegs kostenlos: Wird die Ratenzahlung genutzt, so fallen hohe Zinsen von mehr als 18 Prozent auf den Kredit an. Die dadurch entstehenden Kosten sollten Sie also genauestens im Blick behalten. Letztlich gilt es, den Kredit schnellstmöglich zurückzuzahlen, um die Kosten im Rahmen zu halten.

Versicherungen mit Kreditkarte besonders günstig

Neben der bereits erwähnten Zusatzleistung Teilrückzahlung gehören auch Versicherungen zum „Extra-Service“ der Kreditkartenanbieter. Das vielfältige Angebot geht von der Einkaufsversicherung über die Reiserücktritts- und Auslandskrankenversicherung bis hin zum Vollkasko-Mietwagenschutz. Einige der Versicherungen sind abhängig vom Karteneinsatz: Manche Reiserücktrittsversicherungen sind nur inklusive, wenn mindestens die Hälfte der Transportkosten mit der Kreditkarte bezahlt worden ist.

Rabatte, Punkte und Boni: So sparen Sie bei der Kreditkartennutzung

Die Kreditkartenanbieter lassen sich noch mehr einfallen, um Sie als Kunden zu gewinnen. Ein ganz beliebtes „Lockmittel“ sind die Vergünstigungen, die Ihnen mit der Kreditkartennutzung in Aussicht gestellt werden. Aber: Rabattprogramme, Punktesysteme und sonstige Boni sind nicht nur „billige Werbung“, je nach Konsumverhalten und Kreditkartennutzung können sich die Boni im Geldbeutel (und auf der Kreditkartenabrechnung) bezahlt machen.

Sehr beliebt sind Tankrabatte, die bei mehreren Kreditkartenmodellen im Angebot sind. Wenn Kreditkartennutzer an der Tankstelle mit der entsprechenden Kreditkarte bezahlen, sind oft bis zu fünf Prozent Tankrabatt drin. Nach dem Bezahlvorgang wird der Rabatt automatisch auf das Konto der Kreditkarte zurückgebucht. Für Vieltanker könnte möglicherweise die „Kreditkarte Gold“ des ADAC interessant sein, bei der es nicht nur an der Tankstelle fünf Prozent Rabatt gibt, sondern auch beim Mieten eines ADAC-Fahrzeuges.

Doch nicht nur Vieltanker können sich über Vergünstigungen bei der Kreditkartennutzung freuen, auch Vielflieger. Bei einer der beliebtesten Kundenkreditkarten, der Lufthansa-Kreditkarte Miles & More, gibt es beispielsweise eine Flugmeile pro zwei Euro Kartenumsatz. Darüber hinaus gibt es viele Boni, wenn Sie bei Partnern der Lufthansa mit der Kreditkarte bezahlen. Mieten Sie zum Beispiel ein Fahrzeug von Avis, dann erhalten Sie sogar bis zu fünf Flugmeilen für jeden Euro Umsatz mit der „Miles & More“-Kreditkarte. Die gesammelten Flugmeilen können dann von Zeit zu Zeit gegen Reisezulagen oder Sachprämien eingetauscht werden.

Auch bei alltäglichen Einkäufen können Kunden mit der richtigen Kreditkarte sparen, oft sind bei den Partnerunternehmen des Kreditkartenanbieters bis zu zehn Prozent des Kaufpreises drin. Das gilt sowohl bei Ladengeschäften als auch beim Shopping im Internet. Zwei Beispiele: Mit der Payback-Kreditkarte erhalten Sie bei jedem Einkauf einen Punkt pro zwei Euro Kartenumsatz, ob Sie bei einem Payback-Partner einkaufen oder nicht – ausgenommen sind lediglich Tankstellenumsätze. Und beim Onlinehändler Amazon erhalten Sie beim Einkauf mit der Amazon-Kreditkarte zwei Punkte für jeden Euro Umsatz, bei Drittanbietern einen Punkt für zwei Euro Umsatz.

Sie shoppen gerne online? Mit der Amazon-Visa- Kreditkarte können Sie sich große Vorteile beim Versandriesen sichern. Besitzer dieser Karte haben die Möglichkeit, das Produktangebot mit dem Kreditkarten-Bonusprogramm zu kombinieren – und können dabei bares Geld sparen. Benutzen Sie Ihre Amazon Kreditkarte beim Bezahlen Ihrer Einkäufe sammeln Sie nämlich Bonuspunkte, die Sie bei einem späteren Amazon-Einkauf einlösen können.

Kreditkartenvergleich - Die besten Kreditkarten

Bei der Wahl der Kreditkarte sollten Sie aber genau darauf achten, ob sich die Rabatte, Punkte und Boni bei Ihrem Konsumverhalten auch tatsächlich lohnen. Wenn Sie zum Beispiel nur selten Auto fahren, bringt Ihnen ein hoher Tankrabatt bei Ihrer Kreditkarte herzlich wenig. Und bei Vielfahrern kann es sein, dass der Tankrabatt nicht hoch genug ausfallen kann, da dieser meistens auf einen bestimmten Tankumsatz im Jahr begrenzt ist.

Partner- und Zweitkreditkarten: So gibt es Vergünstigungen für die Familie

Kreditkartennutzer mit Familie sollten darüber nachdenken, eine Partnerkarte zu beantragen. Diese kann viele Vorteile bringen und sich vor allem finanziell auszahlen. Eine Partnerkarte ist eine zweite Kreditkarte, die von einem Lebenspartner oder Familienmitglied genutzt werden kann. Das ist oft preiswerter, als wenn sich der Partner eine eigene Kreditkarte ausstellen lässt. Manchmal ist die Zweitkarte sogar kostenlos.

Der Besitzer der Zweitkarte hat fast alle Rechte und Möglichkeiten, die der Besitzer der Hauptkreditkarte hat. Er kann und darf auf das gemeinsame Konto zugreifen, ohne auf die Hauptkarte angewiesen zu sein. Die Umsätze der Partnerkarte werden separat auf den Kreditkartenabrechnungen ausgewiesen, sodass auch im Nachhinein eine Aufsplittung der Zahlungen möglich ist.

Die Partnerkarte ist in vielen Fällen auch für Minderjährige oder Personen mit negativer Schufa erhältlich. Das liegt daran, dass der Eigentümer des Kreditkartenkontos für beide Karten haftet. Sollte es finanzielle oder familiäre Probleme geben, kann die Karte gesperrt oder der Kartenvertrag jederzeit gekündigt werden.

Wichtig: Eine Partnerkarte darf nicht mit einem Kreditkarten-Doppel verwechselt werden, das manche Banken anbieten. Denn beim Kreditkarten-Doppel vergibt der Anbieter zwei Karten an eine Person, zum Beispiel eine Mastercard und eine Visa. Die beiden Karten dürfen ausschließlich von dieser Person genutzt werden.

Der Service der Kreditkartenanbieter

In Zeiten von Direktbanken und Onlinefilialen ist der Service, mit dem die Kreditkartenanbieter aufwarten, sehr unterschiedlich. Eine breite Palette an Service-Leistungen wie gute Erreichbarkeit auf mehreren Kanälen, also über Telefon, per E-Mail und den Postweg, sowie ein umfangreiches Online-Angebot zur Selbsthilfe sollte für jeden Kreditkartenanbieter selbstverständlich sein. In der Regel verfügen alle Sparkassen, Banken und Kreditinstitute über Service-Hotlines, die im Notfall, also bei Kartenverlust oder für eine Kartensperrung, rund um die Uhr erreichbar sind.

Darüber hinaus bieten die Kreditkartenfirmen meist einen weltweiten Service für Notfälle, den Sie bei einem Problem von überall auf der Welt aus erreichen können. Mastercard beispielsweise verbindet über diesen globalen Service Kunden direkt mit einem Mitarbeiter, der in der Regel die Muttersprache des Anrufers spricht, in jedem Fall aber Englisch.

Inhabern der Lufthansa „Miles & More“-Kreditkarte steht in der Variante „World Plus“ und „World Business“ rund um die Uhr ein Reiseservice zur Verfügung. Dieser gibt unter anderem Auskunft zu Fragen zum Reiseziel, zu Visa-, Zoll- und Devisenbestimmungen oder auch zum Wetter. Außerdem hilft der „24 h-Assistance-Service“ bei reisemedizinischen Fragen, der Suche nach Ärzten oder bei der Organisation von Mietwagen.

Visa will Dienstleistungen mit Krypto-Bezug anbieten - schon gewusst?

Visa will die Veränderungen in der Zahlungsbranche aktiv mitgestalten und sich als Player in der Kryptowelt positionieren. Das Unternehmen möchte das Kaufen und Ausgeben von Kryptowährungen via Visa-Karte möglich machen. Dafür plant der Kreditkartenanbieter, laut CEO Alfred Kelly, kryptobezogene Schnittstellen für Finanzinstitute zu entwickeln und die Infrastruktur aufzurüsten. Auf diesem Wege sollen via Visa Abrechnungen mit Stable Coins möglich werden. Die Krpyto-Pläne von Visa können in zwei Katergorien eingeteilt werden: zum einen soll es Investment Assets geben und zum anderen Digitalwährungen für den Zahlungsverkehr.

Tipp: In unserem Ratgeber zeigen wir Ihnen, wie Sie Kryptowährung kaufen können.

Transparenz und Objektivität bei der Kreditkartenberatung

Ein guter Service zeichnet sich aber nicht nur durch die Kontaktmöglichkeiten und den Internetauftritt aus, auch die Transparenz spielt eine wichtige Rolle: Wie gut berät mich der Kreditkartenanbieter? Werde ich im Vorfeld auf alle Kosten und auf mögliche versteckte Gebühren aufmerksam gemacht? Werden mir alle Vor- und Nachteile bei dem einen oder anderen Kreditkartenmodell aufgezeigt?

Problem: Kreditkartenanbieter und -firmen sind Verkäufer und wollen vor allem ihr eigenes Produkt an den Mann oder die Frau bringen. Das ist nachvollziehbar, hilft dem potentiellen Kreditkartenbesitzer aber selten weiter. Echte Transparenz oder objektive Unterstützung bei der Wahl der richtigen Kreditkarte können nur unabhängige Berater und Kreditkarten Vergleiche bieten.

Kreditkarten Vergleich - die besten Kreditkarten im Test

Welche Kreditkarte ist empfehlenswert, welche bietet günstige Konditionen? Die finanzen.net-Redaktion hat für Sie die Kosten, Leistungen und Besonderheiten ausgewählter Kreditkarten verglichen und übersichtlich gegenübergestellt.

Kreditkartenzahlungen zurückholen

Bei Problemen mit der Leistung oder der Ware kann es dazu kommen, dass Kunden ihre Zahlung zurückerhalten möchten. Wir zeigen Ihnen jetzt, worauf Sie dabei achten müssen und wie Sie Ihr Geld bei einer falschen Buchung zurückerhalten.

Kreditkartenzahlungen reklamieren

Sie sollten regelmäßig Ihre Kreditkartenabrechnung kontrollieren. So können Sie fehlerhafte Buchungen erkennen und sie Ihrer Bank melden. Im Regelfall haben Sie als Kunde 120 Tage Zeit ab dem Transaktionsdatum, um das Chargeback-Verfahren anzustoßen. Für Reklamationen müssen Sie sich an die Bank wenden und nicht an das Kreditkartenunternehmen. Die Ausnahme ist hier American Express, welche sich selbst um Reklamationen kümmert.

Die Bank hat Formulare für das Rückbuchen von Umsätzen. Diese können Sie online oder in einer Filiale vor Ort erhalten. In diesem Formular müssen Sie angeben, was genau bei der Buchung falsch war. Außerdem können Sie in diesen nachlesen, welche Nachweise für das Verfahren erbracht werden müssen. Nachdem die Bank das ausgefüllte Formular erhalten hat, prüft sie, ob die Papiere vollständig vorliegen und hakt gegebenenfalls nach. Außerdem prüfen sie auch, ob Sie als Kunde Anrecht auf eine Reklamation haben. Bei einer groben Verletzung der Sorgfaltspflicht, zum Beispiel durch gemeinsame Aufbewahrung von PIN und Karte, kann die Bank die Reklamation eventuell ablehnen.

Geld zurück durch Chargeback-Verfahren

Um Ihr Geld zurückzufordern, müssen Sie ein sogenanntes Chargeback-Verfahren starten. Das Verfahren sichert Sie als Kunde gegen viele Probleme bei Kreditkartenbuchungen ab. Bei jeder Reklamation arbeiten mehrere Parteien zusammen: Bei Visa und MasterCard sind es insgesamt vier, bei American-Express dagegen nur drei.

Bei dem Chargeback-Verfahren von Visa und MasterCard stehen auf der einen Seite der Kund und seine Bank, auf der anderen der Händler mit seiner Bank. Die Bank des Kunden tritt zunächst für ihn ein, indem sie prüft, ob er die Kreditkartenbuchung reklamieren kann. Wenn das der Fall ist, leitet sie das Chargeback-Verfahren ein. Der Händler wird währenddessen dabei von seiner Bank unterstützt. Zwischen der kartenausgebender Bank und der Händlerbank werden die Informationen zur Buchung ausgetauscht und bewertet. Sollte es zu keiner Einigung kommen, kann das Kartenunternehmen selbst eingreifen und eine Entscheidung fällen. Bei American-Express verhält es sich mit dem Verfahren etwas anders, da nur drei Parteien daran beteiligt sind. Amex tritt in diesem Fall als Kunden- und Händlerbank auf. Damit muss das Unternehmen entscheiden, welcher der beidenen eigenen Kunden im Recht ist.

Holen Sie als Kunde sich Ihr Geld direkt von einem insolventen Unternehmen zurück, müssen Sie sich keine Sorgen machen, dass Sie später Ärger mit dem Insolvenzverwalter bekommen. Das liegt am Verfahren im Hintergrund. Sie holen sich in diesem Fall Ihr Geld nicht aus der Insolvenzmasse des Anbieters zurück, sondern von der Händlerbank. Die Banken von Händlern breiten sich auf mögliche Insolvenzen ihrer Kunden vor. Dies tun sie, indem sie ihnen nicht die gesamte Summe, die diese über Kreditkartenzahlungen einnehmen auszahlen. Mit diesem zurückgehaltenen Geld werden dann Chargeback-Forderungen bedient.

Zurückzahlung nach Reklamation

Jede Transaktion kann nur einmal reklamiert werden. Deswegen müssen Sie darauf achten, dass Sie alle notwendigen Unterlagen an die Bank schicken und fehlende Informationen gegebenenfalls nachliefern. Ansonsten gehen Sie das Risiko ein, dass die Reklamation scheitert. Sie können als Kunde auch nur einmal entschädigt werden. Sie dürfen also nicht gleichzeitig eine Rückerstattung vom Händler bekommen und die Zahlung reklamieren.

Wenn Sie in Fremdwährung bezahlt haben, wird das Geld auch in dieser zurückgebucht. In solchen Fällen besteht ein gewisses Währungsrisiko, da sich der Kurs womöglich in der Zwischenzeit verschlechtert hat. Dieser Effekt ist aber überschaubar, wenn die Währungen nicht abrupt auf- oder abwerten.

Sie erhalten das Geld nur auf vorläufiger Basis zurück, da der Händler Einspruch erheben kann. Es kann also eine Weile dauern, bis die Bank die Reklamation vollständig bearbeitet hat.

Beweise für Reklamation

Wenn Sie eine Kreditkartenabbuchung reklamieren, sollten Sie auf jeden Fall jegliche Dokumente, die im Zusammenhang mit der Zahlung stehen, aufbehalten. Diese müssen Sie der Bank als Beweise vorlegen. Außerdem sollten Sie vor der Reklamation versuchen, das Problem mit dem Händler oder Anbieter selbst zu klären. Dies wird von den Banken gefordert, deswegen sollten Sie auch hier jeglichen Schriftverkehr dokumentieren und aufbehalten. Außerdem sollten Sie bei Kläsrungsversuchen mit dem Händler diesem eine feste Frist für seine Reaktion setzen.

Diese Zahlungen können Sie reklamieren

Wiederkehrende Belastungen (Abonnements, Mitgliedschaften)
Stornierte Bestellungen
Nicht erhaltene Waren oder Dienstleistungen
Nicht erhaltene Gutschriften
Zurückgesendete Ware
Unrechtmäßige Nachbelastungen
Wenn der Umsatz zuvor anders bezahlt wurde, zum Beispiel per Lastschrift
Verdacht auf Markenfälschung
Ware, die nicht wie beschrieben oder defekt ist

Was tun bei Betrugsverdacht?

Bei einem Betrugsverdacht sollten Sie Ihr Geld über das Reklamationsformular Ihrer Bank zurückfordern. In diesem Fall sperrt die Bank Ihre Kreditkarte umgehend. Gegebenenfalls fordert die Bank Sie dazu auf, bei der Nachverfolgung des Verdachts zu helfen, zum Beispiel mit einer Strafanzeige.

Falsch abgebuchtes Geld sofort zurückholen

In bestimmten Fällen können Sie Umsatz direkt bei der Bank reklamieren, ohne dass Sie zuerst versuchen müssen, sich mit dem Händler zu einigen. In jedem der Fälle müssen Sie Ihre Kreditkartenabrechnung an Ihre Bank schicken und die falschen Buchungen kopieren. Sollte es sich um eine Ware oder Dienstleistung handeln, müssen Sie eine Kopie des Belegs mitschicken.

In diese Fällen können Sie Ihr Geld sofort zurückholen:

Doppelte Buchungen
Der Händler hat einen zu hohen Betrag abgebucht
Händlername und der Name auf der Abrechnung stimmen nicht überein
Beim Abheben am Automaten wurde mehr Geld abgebucht, als erhalten wurde

Geld zurück bei Stornierung

Im Fall, dass der Anbieter eine Leistung storniert, funktioniert ein Chargeback-Verfahren in den seltensten Fällen. Sollte sich der Anbieter nach der Stornierung nicht bei Ihnen melden und einen Ersatz anbieten, müssen Sie als Kunde der Bank einen Nachweis zusenden, dass Sie versucht haben, ihn zu erreichen. Sie sollten dem Anbieter in diesem Fall eine Frist für seine Reaktion setzen.

Sollte Händler Ihnen einen Ersatz anbieten aber nicht für diesen aufkommen, können Sie ein Chargeback-Verfahren starten. Auch in diesem Fall müssen Sie zuerst mit dem Händler in Kontakt treten und die Leistung verlangen. Sollte dieser nicht auf Ihre Forderung eingehen, müssen Sie der Bank dies mitteilen. Ein Chargeback-Verfahren funktioniert allerdings nicht, wenn Sie als Kunde mit der Ersatzleistung nicht zufrieden sind. In solchen Fällen muss die Streitigkeit gerichtlich geklärt werden.

Wie erhalte ich mein Geld bei einer Insolvenz zurück?

Das Chargeback-Verfahren sichert Kunden nicht nur bei Problemen mit dem Händler oder Anbieter ab. Es greift auch, wenn ebendieser in Schwierigkeiten gerät, insolvent wird und dann die bereits bezahlte Leistung nicht erbringt. Diese Situationen fallen unter den Chargeback-Grund „Ware/Leistung nicht erhalten“ und können Sie ganz normal über das Reklamationsformular melden.

Kreditkarte versus Girocard und Bargeld: Die Vorteile

Der Trend geht zum bargeldlosen Zahlen: Über 30 Millionen Kreditkarten sind in Deutschland im Umlauf, jährlich werden fünf Prozent mehr ausgegeben. Trotzdem wird die Kreditkarte im alltäglichen Bezahlverkehr nur wenig genutzt. Die Mehrheit der Deutschen schwört auf Bargeld, und im bargeldlosen Zahlungsverkehr rangiert die Girocard deutlich vor der Kreditkarte. Laut des Statistik-Portals „Statista.com“ bezahlen annähernd 60 Prozent der Deutschen am liebsten bar, lediglich fünf Prozent nutzen die Kreditkarte für Bezahlvorgänge.

Allein im Internet und auf Reisen darf die Kreditkarte regelmäßig ihre großen Vorteile ausspielen. Dabei haben Kreditkarten auch im Alltag ihre Stärken und teilweise deutliche Vorzüge gegenüber allen anderen Bezahlmöglichkeiten – Stichworte: Leistung und Sicherheit.

Kreditkarten – weltweit einsetzbar, leistungsstark und besonders sicher

Mit Kreditkarten können Sie weltweit bargeldlos bezahlen, eine Girocard hingegen wird nicht in aller Welt akzeptiert. Ohne Kreditkarte ist der Einkauf im Internet häufig nicht möglich, vor allem Hotel- oder Flugbuchungen sind online (und oft auch telefonisch oder persönlich) meist nur mit Kreditkarte möglich. Wer den App Store von Apple allumfänglich nutzen und Software auf sein Tablet oder Smartphone herunterladen will, braucht zwingend eine Kreditkarte.

Kreditkartenvergleich - Die besten Kreditkarten

Wie bereits erwähnt, bieten Kreditkarten viele Extra-Leistungen an, in dessen Genuss Girocard-Nutzer oder Bargeldzahler nicht kommen. Doch auch ohne die teils kostenlosen und teils zahlungspflichtigen Sonderwünsche, hat die Kreditkarte gegenüber Bargeld viele Pluspunkte: Mit einer Kreditkarte können Sie weltweit bezahlen, ohne die Landeswährung (bar) im Geldbeutel zu haben. Mit einer Kreditkarte haben Sie aber nicht nur immer die passende Landeswährung „dabei“, Ihre Kreditkarte ersetzt auch große Geldbeträge. Statt „großer“ Geldscheine haben Sie mehrere tausend Euro, Dollar oder russische Rubel im Scheckkartenformat in Ihrem Portemonnaie.

Wenn der Geldbeutel verloren geht

Wenn der Geldbeutel verloren geht, dann können Sie das Bargeld ziemlich sicher abschreiben. Selbst wenn der Geldbeutel irgendwie und irgendwann wieder auftauchen sollte, Münzen und Scheine sind meistens für immer verloren, ehrliche Finder sind die Ausnahme. Gerade im Ausland kann der Verlust des Geldbeutels sehr problematisch sein.

Das Geld auf Ihrem Konto – ob Girokonto oder Kreditkartenkonto – können Sie dagegen relativ leicht schützen. Sobald Sie den Verlust Ihres Portemonnaies festgestellt haben, können Sie direkt bei Ihrem Geldinstitut oder über den Sperr-Notruf 116 116 (aus dem Ausland mit Vorwahl 0049) sämtliche Bankkarten komfortabel sperren und damit vor Missbrauch bewahren.

Und selbst wenn Sie nicht sofort entdecken, dass Ihr Geldbeutel fehlt, heißt das nicht, dass Ihr Konto bereits leergeräumt wurde: Um mit einer Girocard oder Kreditkarte am Automaten Geld abzuheben, muss der Dieb oder der „unehrliche Finder“ die Persönliche Identifikationsnummer (PIN) eingeben. Solange Sie diese nicht zusammen mit der Bankkarte im Geldbeutel aufbewahren, ist Ihr Konto also vor Missbrauch am Bankautomaten sicher.

Selbstverständlich könnte der Geldbeutel-„Finder“ mit Ihrer Girocard oder Kreditkarte in einem Ladengeschäft oder im Internet Ihr Geld ausgeben. Im Supermarkt, an der Tankstelle oder in einem Elektronikmarkt bleibt dann aber immer noch die persönliche Unterschrift als Schutzwall. Anders als bei der Zahlung mit einer Girocard, wo der Händler selbst entscheiden kann, ob er mit Unterschrift oder mit Geheimnummer arbeitet, muss der Einkaufsbeleg bei der Kreditkarte normalerweise unterschrieben werden.

Wird trotzdem Geld von Ihrem Girokonto oder Ihrem Kreditkartenkonto „gestohlen“, dann verlieren Sie in der Regel trotzdem nichts. Sofern Sie nicht leichtsinnig oder fahrlässig gehandelt haben, liegt das Risiko bei der Bank. Sowohl Ihr Kreditkartenanbieter als auch Ihre Hausbank müssen bei einem „Kontoraub“ das entwendete Geld ersetzen.

Kreditkarte und Sicherheit – das müssen Sie beachten!

Ihre Bank ersetzt Ihnen in der Regel von Ihrem Konto gestohlenes Geld. Allerdings darf Ihnen keine Leichtsinnigkeit oder Fahrlässigkeit im Umgang mit Ihrer Girocard oder Kreditkarte nachgewiesen werden. Damit die Beweislast weiterhin bei der Bank liegt, müssen Sie einige Dinge beachten.

Sicherheit von Kreditkarten - darauf müssen Sie achten

Unterschreiben Sie Ihre Karte sofort nach Erhalt. Damit beugen Sie Missbrauch vor.
Merken Sie sich Ihre Geheimzahl, schreiben Sie diese aber besser nicht auf. Verwahren Sie die PIN notfalls an einem sicheren Ort. Bei einigen Kreditkartenmodellen ist die Geheimzahl individualisierbar.
Lassen Sie bei der Eingabe Ihrer Geheimzahl niemanden zusehen.
Geben Sie Ihre Kreditkarte möglichst nicht aus der Hand. Falls Sie dies doch müssen, dann achten Sie immer darauf, dass Sie auch wirklich Ihre Kreditkarte zurückerhalten.
Heben Sie Geld am Automaten ab oder zahlen Sie mit Ihrer Kreditkarte, dann lassen Sie sich zur Sicherheit auch einen Beleg ausstellen.
Verweigert Ihnen ein Geldautomat die Auszahlung, kann es sich um einen Betrugsversuch handeln. Bleiben Sie dann an Ort und Stelle und benachrichtigen Sie die Polizei oder rufen Sie die Notfall-Nummer an, die auf dem Gerät für solche Fälle vermerkt ist.
Sperren Sie Ihre Karte umgehend bei Verlust.
Achten Sie darauf, dass Ihre Kreditkarte nicht von außen einsehbar in Ihrem Auto liegt oder Ihnen aus Ihrer geöffneten Tasche entwendet wird - in diesen Fällen muss weder die Bank noch eine Versicherung für den Schaden aufkommen.
Vergleichen Sie alle Kassenbelege mit Ihren Abrechnungen.
Werfen Sie die Belege nicht einfach so in den Müll. Zerkleinern Sie die Belege in einem Aktenvernichter, da auf diesen sensible Daten aufgedruckt sind.
Beim Einkauf im Internet sollten Sie darauf achten, dass Ihre Verbindung möglichst SSL-gesichert ist.
Zahlen Sie nur bei seriösen Anbietern mit Kreditkarte.
Drucken Sie die Bestellbestätigung aus.
Geben Sie niemals Ihre Kreditkartennummer als Nachweis beispielsweise für Ihre Volljährigkeit an.

Bei einigen Kreditkartenmodellen können Sie die Sicherheit nach ihren individuellen Wünschen noch erhöhen. Die Miles & More-Kreditkarte von Lufthansa beispielsweise macht es über ein Online-Kartenkonto unter anderem möglich, den maximalen Umsatz pro Bezahlvorgang und die Höhe der täglichen Bargeldabhebungen festzulegen.

Kreditkarte versus Girocard und Bargeld: Die Nachteile

Selbstverständlich sind Kreditkarten bei allen Vorteilen nicht das Allheilmittel für den Zahlungsverkehr. Bei ganz kleinen Beträgen, beim Bäcker oder im Taxi geht es nicht oder nur in Ausnahmefällen ohne Bargeld. Und selbstverständlich gibt es auch bei der heutzutage kaum verzichtbaren Kreditkarte einige Nachteile.

Kreditkartennutzern droht die Schuldenfalle

Ein großes Problem sind die zinslosen Kredite, die dem Kreditkarten-Besitzer suggerieren, dass er eigenes Geld ausgibt. Bei genauerem Hinsehen ist es aber so, dass sich ein Kreditkartennutzer verschuldet, das Geld, das er ausgibt, also tatsächlich gar nicht besitzt. Das birgt die Gefahr einer Schuldenfalle. Diese Gefahr ist bei Kreditkarten größer als zum Beispiel beim Debitkarten-System, weil die Beträge bis zum Monatsende aufsummiert und dann auf einen Schlag abgebucht werden. Wer über seine Einkäufe nicht genau Buch führt, der kann schnell in eine Schuldenspirale gezogen werden.

Besonders gefährlich sind Kreditkartenangebote mit Teilrückzahlung oder flexibler Rückzahlung (Revolving Cards). Fallen beim Chargekarten-System keine Zinsen an, so drohen bei flexibler Rückzahlungsoption oft 16, 17 oder sogar 18 Prozent Zinsen und mehr auf den Kredit. Meist räumt Ihnen Ihr Kreditinstitut einen gewissen Zeitraum ein, manchmal acht Wochen, um den zinslosen Kredit zu begleichen. Doch dann kann es teuer werden: Bei der kostenlosen „GenialCard“ der Hanseatic Bank beispielsweise wird ein effektiver Jahreszins von 16,90 Prozent im Jahr fällig, wenn das Zahlungsziel, in diesem Fall vier Wochen, nicht eingehalten wird. Andere Kreditkartenmodelle mit Teilrückzahlung berechnen einen vergleichbar hohen Zins.

Doch Vorsicht: Auch Girocard-Nutzer haben ein ähnliches Problem. Die Zinsen, die beim Dispokredit anfallen, fallen sofort an und sind ebenfalls sehr hoch. Stiftung Warentest hat im Jahr 2016 mehr als 1.400 Banken unter die Lupe genommen; Ergebnis: Durchschnittlich erheben Banken und Sparkassen einen Überziehungszins von zehn Prozent. Das ist deutlich niedriger als noch vor fünf oder zehn Jahren, dennoch sollten Sie den Dispo nicht dauerhaft und regelmäßig ausreizen. Auch hier droht die Schuldenfalle.

Hohe und versteckte Gebühren bei der Kreditkartennutzung

Viele Kreditkarten scheinen auf den ersten Blick kostenlos: Die Anbieter weisen weder eine Jahresgebühr noch Kosten für das Abheben am Geldautomaten aus. Bei genauerem Hinsehen allerdings entpuppt sich die Nutzung der Kreditkarte als Gebührenmonster. Das ist rechtlich selten anfechtbar, kann aber dazu führen, dass der Kreditkartennutzer sich finanziell übernimmt.

Achten Sie deshalb unbedingt darauf, ob die Kreditkarte wirklich kostenlos ist oder ob vielleicht nur das erste Jahr gebührenfrei ist. Die Charge Card der Deutschen Kreditbank (DKB) ist beispielsweise dauerhaft kostenlos. Außerdem kosten weder eine Partnerkarte noch eine Ersatzkarte zusätzliches Geld. Kreditkartenzahlungen sind mit der DKB Visa Card weltweit gebührenfrei und auch Bargeldabhebungen kosten überall auf diesem Planeten keinen Cent. Zur DKB Kreditkarte erhalten Sie sogar ein Girokonto und eine Girokarte kostenlos dazu. Mit 6,74 Prozent gehört der Dispozins des DKB-Girokontos zu den niedrigsten überhaupt.

Kreditkarten und Datenschutz

Mit Kreditkarten sind private Daten verknüpft, das ist nicht nur unverzichtbar, sondern aus Sicherheitsgründen sogar zwingend notwendig. Nur so kann die Nutzung von Kreditkarten eindeutig zugeordnet werden und nur so können diese vor Missbrauch bewahrt werden. Leider besteht, wie bei allen persönlichen Daten, die wir preisgeben, die Gefahr, dass diese ohne unser Wissen kommerziell genutzt werden.

Alle Kreditkartenfirmen, ob Visa, Mastercard, American Express oder Diners Club, stellen hohe Ansprüche an sich und den Datenschutz, einen Datenskandal könnten sich diese großen Unternehmen nicht leisten. Und auch hinter den Anbietern in aller Welt, die Kreditkarten von Visa und Mastercard offerieren, stehen Banken und Geldinstitute von Rang und Namen. Würden die Daten einzelner Kreditkarten oder ihrer Besitzer nicht gut genug geschützt, wäre das ein Skandal und Wasser auf die Mühlen der Kreditkartengegner. Das wollen Hersteller und Anbieter um jeden Preis vermeiden, ausschließen lässt sich dies selbstverständlich aber nicht.

Kreditkarten in der Corona-Krise

Die Umsätze mit Kreditkarten sind zwischen 2010 und 2019 kontinuierlich gestiegen: von 43 Milliarden Euro auf mehr als 118 Milliarden Euro. Eine im Drei-Jahres-Rhythmus durchgeführte Erhebung der Bundesbanker zeigt für 2020, dass gerade die Corona-Krise bargeldloses Bezahlen stark gepusht hat. Von allen dort erfassten Zahlungen wurden 30 Prozent mit der Karte getätigt. Im Vergleich: In der Zahlungsverhaltensstudie von 2017 lag der Wert bei 21 Prozent. Außerdem probierten mehr als ein Fünftel bargeldloses Bezahlen zum ersten Mal aus. Größeren Zuwachs bekommen die EC-Karten aber auch Kreditkarten werden immer selbstverständlicher genutzt. 2017 besaßen 36 Prozent der Befragten mindestens eine Kreditkarte, 2020 ist die Zahl auf 58 Prozent gestiegen.

Diese Kreditkartenarten vergleichen wir

Kreditkarten unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht, das ist bereits sichtbar geworden: Es gibt verschiedene Firmen und Anbieter, es gibt diverse Systeme und Kreditkartenmodelle, es gibt kostenlose Kreditkarten und Alleskönner. Damit Sie im Angebotsdschungel den vollen Durchblick behalten, haben wir uns auf die wichtigsten Modelle beschränkt. Im ersten Teil des finanzen.net-Kreditkartenvergleichs nehmen wir die besten Prepaid-Kreditkarten und die besten kostenlosen Kreditkarten unter die Lupe. Doch was unterscheidet die verschiedenen Kreditkartenarten eigentlich?

Aufladbare Kreditkarten: Prepaid-Kreditkarten

Prepaid-Kreditkarten bieten volle Kostenkontrolle und werden häufig auch an Minderjährige ausgestellt. Streng genommen sind Prepaid-Kreditkarten gar keine Kreditkarten, denn sie müssen immer wieder vom Besitzer aufgeladen werden. Durch das „Vorauszahlen“ verliert dieser nicht so leicht den Überblick über seine Ausgaben, was das Risiko deutlich minimiert, Schulden anzuhäufen. Eine Schufa-Abfrage findet in der Regel nicht statt.

Hinweis: Die Gebühren sind meist höher als bei „echten“ Kreditkarten und das Aufladen ist oft umständlich.

Die Champions-League: Gold-/Premium-/Platin-Kreditkarten

Gold-/Premium-/Platin-Kreditkarten sind die sogenannten Alleskönner. Inhaber von Premium-Kreditkarten zahlen meist hohe Gebühren, erhalten im Gegenzug aber viele Zusatzleistungen. Gold-/Premium-/Platin-Kreditkarten sind jedoch nur geeignet, wenn das Konsumverhalten des Besitzers dazu passt.

Hinweis: Der Versicherungsschutz ist nicht immer empfehlenswert und es lauern viele Kostenfallen.

Kreditkarten mit Teilzahlung: Revolving Cards

Kredit­karten mit Teil­zahlung (Revolving Cards) erlauben die flexible Rückzahlung des Kre­dits. Der Kunde kann die in einem Ab­rech­nungs­zeitraum gesammelten Umsätze in Raten zurück­zahlen und während­dessen weitere Umsätze tätigen, bis das Limit erschöpft ist.

Hinweis: Verbraucherschützer warnen vor einer Schulden­falle mit hohen Zins­zahlungen.

Kostenlose Kreditkarten

Bei kostenlosen Kreditkarten wird keine Jahresgebühr fällig, die Gebühren im regel­mä­ßigen Zahlungs­verkehr oder am Geld­automaten sind niedrig (oder im besten Falle kom­plett kostenlos). Aufgrund der günstigen Grundausstattung fallen Zusatz­leistungen wie ein Rabatt­system meist weg. Für den durchschnittlichen Kartennutzer ist eine kostenlose Kreditkarte aber völlig ausreichend.

Hinweis: Die Angebote sind sehr unterschiedlich, oft lauern versteckte Gebühren.

FAQ – Alles, was Sie über Kreditkarten wissen müssen

Mit Kreditkarten können Käufer besonders sicher und bequem bezahlen. Im Kreditkartenangebot sind häufig Versicherungen, Bonusprogramme und andere Vergünstigungen inklusive. Viele dieser Leistungen sind kostenlos, manche Sonderwünsche kosten extra. In den Angeboten von Kreditkartenanbietern gibt es teilweise große Gegensätze in der Gebührenstruktur.

Nicht jede Kreditkarte eignet sich für jedermann. Welche Variante zu wem passt, hängt von dem Konsumverhalten, der Reisegewohnheiten und der Bonität ab. Um die zu ihm am besten passende Kreditkarte zu finden, sollte sich der Nutzer klarmachen, wofür er die Kreditkarte braucht und wie oft er sie nutzt.

Zum einen gibt es Prepaid Kreditkarten. Dabei handelt es sich strenggenommen gar nicht um eine Kreditkarte, da sie immer wieder von ihrem Besitzer aufgeladen werden müssen.

Gold-, Premium- und Platin-Kreditkarten sind quasi die Alleskönner. Benutzer zahlen zwar hohe Gebühren, doch im Gegenzug erhalten sie viele Zusatzleistungen.

Revolving Cards, also Kreditkarten mit Teilrückzahlung, bieten ihren Nutzern eine flexible Kreditrückzahlung. Der Kunde kann die während des Abrechnungszeitraums gesammelten Umsätze ratenweise zurückzahlen und währenddessen weitere Umsätze tätigen, bis das Limit erschöpft ist.

Bei kostenlosen Kreditkarten bezahlt der Kunde keine Jahresgebühr, Gebühren im regelmäßigen Zahlungsverkehr oder am Geldautomaten sind niedrig oder kostenlos. Dafür fallen Zusatzleistungen weg.

Eine Kreditkarte gewährt dem Käufer bei der Bezahlung einen zinslosen Kredit. Er verschuldet sich also kurzfristig bei seinem Anbieter oder bei seiner Bank. Der ausgegebene Betrag wird also nicht sofort vom Konto des Käufers eingezogen. Es werden stattdessen alle Zahlungen aufsummiert und in regelmäßigen Abständen, meistens monatlich, zu einer Abrechnung zusammengefasst. Der endgültige Betrag wird dann vom Girokonto oder Kreditkartenkonto abgebucht.

In Deutschland kann jeder, der die Voraussetzungen erfüllt, so viele Kreditkarten besitzen, wie er möchte. Es gibt also kein Limit. Allerdings sollten Kunden bedenken, dass jede normale Kreditkarte in der Schufa eingetragen wird.

Verbraucher, die eine Kreditkarte beantragen möchten, können sich an ihre Hausbank werden. Kunden bekommen dort in der Regel eine Karte von den Anbietern MasterCard oder Visa, die an ein Girokonto gekoppelt sind. Ansonsten können Verbraucher auch einen Angebotsvergleich verschiedener Anbieter durchführen, und beim jeweiligen eine Kreditkarte beantragen. In den meisten Fällen kann ein Antrag online eingereicht werden.

Kreditkarte beantragen - das sollten Sie tun

1
Vergleichen Sie die verschiedenen Kreditkarten-Angebote im Hinblick auf Kosten und Leistungen auf der Grundlage unseres Kreditkarten Vergleichs und wählen Sie die für Sie passende Kreditkarte aus.
2
Auf Nummer sicher gehen Sie mit einer Prepaid-Kreditkarte. Denn hier geben Sie nur so viel aus, wie Sie auf die Kreditkarte "laden".
3
Sie planen, die Kreditkarte als Privatpersonen für alltägliche Dinge zu nutzen? Dann erfüllt die kostenlose Kreditkarte vollkommen ihren Zweck.
4
Wem Zusatzleistungen bei der Kreditkarte wichtig sind, der sollte eine Gold-, Premium- oder Platin-Kreditkarte wählen.

Beitrag aktualisiert von:

JOY JAKOB – RATGEBER-REDAKTEURIN

Joy Jakob - Redakteurin finanzen.net RatgeberJoy Jakob verstärkt seit Anfang 2020 die Ratgeber-Redaktion. Sie ist zuständig für die Themen Versicherung, Vorsorge und Finanzen. Ihr Journalismus-Studium hat sie mit Bachelor abgeschlossen. Während ihres Studiums hospitierte sie unter anderem bei der Badischen Zeitung und in der Presseabteilung des SV Werder Bremen.

Beitrag verfasst von:

MARKUS GENTNER – REDAKTIONSLEITER RATGEBER

Markus Gentner - Redakteur finanzen.net Ratgeber Markus Gentner leitet den Ratgeberbereich bei finanzen.net. Zuvor war er fünf Jahre lang in der News-Redaktion tätig. Der studierte Journalist und Germanist durfte seine Passion für die Börse bereits beim Deutschen Anleger Fernsehen DAF ausleben, während seines Print-Volontariats sammelte er viel Erfahrung mit Ratgeberthemen.

Hinweis: Unsere Ratgeber-Artikel sind objektiv recherchiert und unabhängig erstellt. Damit Sie unsere Informationen kostenlos lesen können, werden manchmal Klicks auf Verlinkungen vergütet.

Bildquelle: Hamik / Shutterstock.com

JETZT NEWSLETTER ABONNIEREN!

Produktempfehlungen, Spartipps, aktuelle Urteile - mit dem kostenlosen Ratgeber-Newsletter sind Sie stets bestens informiert!

BackToTop Nach oben