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Roboter, KI und zwei deutsche Überraschungsgäste: Was wirklich in den großen KI-ETFs steckt

Evolution: Dank Robotik und KI können viele Aufgaben effizienter ausgeführt werden. Quelle/Credit: 3Dsss/Shutterstock
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Robotik und KI wachsen rasant – ETFs wie der Amundi MSCI Robotics & AI bündeln beide Megatrends in einem Produkt. Was im Portfolio steckt und worauf Anleger achten sollten.

Chirurgie-Roboter operieren mittlerweile präziser als erfahrene menschliche Ärzte, autonome Drohnen bestäuben in Japan Obstplantagen, und in niederländischen Gewächshäusern ernten Roboter einzelne Erdbeeren, ohne die Frucht zu beschädigen. Was nach Science-Fiction klingt, ist längst Realität und ein wachsender Markt für Anleger. ETFs wie der Amundi MSCI Robotics & AI UCITS ETF Acc* (ISIN: LU1861132840), der Xtrackers Artificial Intelligence and Big Data* (ISIN: IE00BGV5VN51) oder der L&G Artificial Intelligence (ISIN: IE00BK5BCD43) bündeln teils gleich mehrere Trends in einem einzigen Produkt.

KI-Markt Wachstumsprognose: Von 758 Milliarden auf über 4 Billionen Dollar

Die Geschichten hinter den anonymen KI-Anwendungen und Robotik-Systemen sind beeindruckend – genauso verhält es sich mit den Zahlen: Der globale Markt für künstliche Intelligenz belief sich im vergangenen Jahr auf etwa 758 Milliarden US-Dollar. Bis 2035 soll er laut dem Marktforschungsinstitut Precedence Research auf etwa 4.216 Milliarden Dollar (4,2 Billionen Dollar) anwachsen – das entspricht einem jährlichen Wachstum von knapp 19 %. Treiber sind vor allem generative KI, die weitere Automatisierung von Geschäftsprozessen und der rasant steigende Bedarf an KI-Chips.

Parallel dazu wächst die Robotik: Der globale Robotermarkt lag 2025 bei 53,1 Milliarden US-Dollar und soll laut Global Market Insights bis 2035 auf rund 257,5 Milliarden Dollar steigen – das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 17,6 %. Steigende Arbeitskosten und der weltweite Fachkräftemangel beschleunigen die Automatisierung in Industrie, Logistik und zunehmend auch im Dienstleistungssektor.

Wie Robotik die Welt verändert

Wer bei Robotik nur an Schweißroboter in der Autofabrik denkt, verkennt die spannendsten Entwicklungen. Einige Beispiele, die zeigen, wie breit das Feld geworden ist: In der Landwirtschaft setzen Unternehmen sogenannte Agri-Bots ein, die mit Kamerasystemen einzelne Unkrautpflanzen erkennen und gezielt mit Mikrodosen Herbizid behandeln – das spart bis zu 90 % Pflanzenschutzmittel. In der Tiefsee kartieren autonome Unterwasserroboter Korallenriffe und überwachen Offshore-Windparks, wo Taucher kaum arbeiten können. Besonders eindrucksvoll: In Tokioter Hotels übernehmen humanoide Roboter inzwischen nicht nur den Check-in, sondern bereiten auch Ramen-Nudelsuppen zu – die Online-Bewertungen der Gäste fallen dabei überraschend positiv aus. Und im Baugewerbe drucken Roboter mittlerweile ganze Hauswände aus Beton, was die Bauzeit um bis zu 70 % verkürzen kann. Doch nach wie vor gilt: Ohne den menschlichen Kollegen funktioniert es nicht.

Zwei Megatrends, ein ETF

In der Folge soll für die AI-Investments der Amundi MSCI Robotics & AI UCITS ETF Acc genauer betrachtet werden, da sich innerhalb der beschriebenen ETFs die Zusammenstellung ähnelt. Konkret bildet der ETF den MSCI ACWI IMI Robotics & AI Index physisch nach. Im Topf sind also die tatsächlichen Aktien; es gibt keine synthetische Konstruktion. Beim Blick auf die Einzelwerte zeigt sich der globale Ansatz. Es handelt sich um international agierende Unternehmen mit Fokus auf KI, Robotik oder Automatisierung. Seit dem Start im September 2018 hat der ETF mittlerweile mehr als eine Milliarde Euro eingesammelt. Mit 0,40 % Gesamtkostenquote (engl. Total Expense Ratio, TER) ist er kein Schnäppchen im Vergleich zu einem konventionellen Welt-ETF, aber für ein spezialisiertes Themen-Portfolio liegt er kostenseitig absolut im Rahmen. Erträge fließen automatisch zurück in den Fonds (thesaurierend) – so entfaltet sich für Anleger die Kraft des Zinseszinseffekts über die Laufzeit des Investments.

Thomas Wiedenmann

Das Thema Künstliche Intelligenz geht über die reine Technologie hinaus und verdeutlicht, wie Intelligenz in der gesamten Realwirtschaft verankert wird, von der Fertigung und Logistik bis hin zu medizinischen Geräten und Robotik. Der Amundi MSCI Robotics & AI UCITS ETF Acc ist darauf ausgelegt, diese breit gefächerten Innovationschancen durch ein diversifiziertes Engagement in Unternehmen zu nutzen, die die nächste Welle der intelligenten Automatisierung in den verschiedenen Wirtschaftsbereichen ermöglichen, umsetzen und davon profitieren.

Thomas Wiedenmann
Thomas Wiedenmann
Head of ETF, Indexing und Smart Beta Sales in Deutschland, Österreich und Osteuropa bei Amundi

Was ist drin? Die Top-Holdings unter der Lupe

Advanced Micro Devices (AMD) – 5,34 Prozent ist die größte Position im Portfolio. Der US-Chiphersteller gilt als engster Rivale von NVIDIA im Markt für KI-Beschleuniger und hat mit seiner MI300-Chip-Serie zuletzt deutlich Marktanteile gewonnen. AMD beliefert sowohl Hyperscaler wie Microsoft und Meta als auch den wachsenden Markt für KI-Inferenz in Rechenzentren. Die Aktie hat sich 2026 zur Überraschung der Branche entwickelt: Mit einem Kursplus von rund 113 Prozent seit Jahresbeginn hat AMD den jahrelangen Vorsprung von NVIDIA bei der Wertentwicklung verkürzt. Anfang Mai erreichte die Aktie ein Allzeithoch von 456 US-Dollar (etwa 390 Euro).

Alphabet – 9,37 Prozent (A- und C-Aktien kombiniert) ist mit seiner Google-Muttergesellschaft einer der zentralen KI-Infrastrukturanbieter weltweit. Neben der Suchmaschine betreibt Alphabet mit Google Cloud eine der führenden KI-Plattformen für Unternehmen und entwickelt mit Gemini ein eigenes Large-Language-Model, das direkt mit OpenAI konkurriert. Auf Sicht der vergangenen zwölf Monate hat die Aktie rund 141 Prozent zugelegt (bezogen auf die C-Aktie in Euro) – Analysten begründen das mit Alphabets Position als einziger Konzern, der den gesamten KI-Stack vom Chip über die Cloud bis zur Anwendung selbst kontrolliert.

Cisco Systems – 4,22 Prozent ist der Netzwerkspezialist, der KI zunehmend in seine Kernprodukte integriert. Mit der Übernahme von Splunk hat Cisco seine Position im Bereich KI-gestützte Sicherheit und Netzwerkanalyse deutlich ausgebaut – ein Wachstumsfeld, das von der steigenden Datenlast durch KI-Anwendungen direkt profitiert. Im jüngsten Quartal konnte Cisco mit KI-bezogenen Aufträgen von Hyperscalern in Höhe von 2,1 Milliarden US-Dollar das gesamte Vorjahresvolumen in einem einzigen Quartal erreichen – ein deutliches Signal, dass der Konzern wieder zu den KI-Profiteuren zählt.

Broadcom – 3,94 Prozent ist ein Halbleiterhersteller, der stark von der KI-Infrastruktur-Nachfrage profitiert. Das Unternehmen entwickelt unter anderem maßgeschneiderte KI-Chips (ASICs) für Google und Meta und gilt als einer der wichtigsten Zulieferer im Bereich Netzwerk- und Rechenzentrumsinfrastruktur. Im letzten Quartal stiegen die KI-Umsätze um mehr als 100 Prozent auf 8,4 Milliarden US-Dollar; das Management stellt für 2027 KI-Chip-Umsätze von über 100 Milliarden US-Dollar in Aussicht.

NVIDIA – 3,70 Prozent ist trotz seiner vergleichsweise moderaten Gewichtung das bekannteste Unternehmen im Index. Der Grafikkartenpionier hat sich zum dominanten Anbieter von KI-Trainingschips entwickelt – seine H100- und B200-GPUs sind eine stark nachgefragte Hardware in KI-Rechenzentren weltweit. Nach einer Konsolidierungsphase Anfang 2026 hat die Aktie zuletzt wieder stark zugelegt. CEO Jensen Huang bezifferte die sichtbare Nachfrage für die kommenden Blackwell- und Rubin-Chipgenerationen auf über eine Billion US-Dollar bis Ende 2027.

Auch Deutschland mischt mit: Zwei Dax-Konzerne im KI-Index

Wer bei KI- und Robotik-ETFs ausschließlich an Silicon-Valley-Giganten denkt, sollte einen zweiten Blick auf die Zusammensetzung werfen. Denn mitten unter AMD, Alphabet und NVIDIA finden sich zwei deutsche Konzerne: SAP auf Platz 18 und Infineon auf Platz 20 im Amundi – noch vor bekannten US-Namen wie Fortinet oder Autodesk. Beide spielen im globalen KI-Ökosystem eine Rolle, die auf den ersten Blick überrascht.

SAP – 2,10 Prozent im Amundi und 2,39 Prozent im Xtrackers – ist Europas wertvollster Technologiekonzern und hat sich mit seiner Business AI-Strategie vom klassischen ERP-Anbieter zum KI-Infrastrukturlieferanten für die Weltwirtschaft gewandelt. Mit dem KI-Assistenten Joule und der zunehmenden Integration generativer KI in seine Cloud-Plattformen adressiert SAP über 400.000 Unternehmenskunden weltweit – also genau die Firmen, die KI nicht selbst entwickeln, sondern in ihre Geschäftsprozesse einbetten wollen. Damit besetzt SAP eine Schlüsselrolle, die oft unterschätzt wird: Nicht der KI-Chip allein entscheidet über den Erfolg, sondern die Software, die ihn für Unternehmen nutzbar macht.

Infineon – 2,07 Prozent im Amundi und 2,80 Prozent im L&G – ist Europas größter Halbleiterhersteller und ein zentraler Zulieferer für die physische Seite der KI-Revolution. Wo Roboter sich bewegen, autonome Fahrzeuge navigieren oder Industrieanlagen intelligent gesteuert werden, stecken Infineon-Chips drin: Leistungshalbleiter, Sensoren und Mikrocontroller, die Daten aus der realen Welt in digitale Signale übersetzen. Während AMD und NVIDIA die Rechenleistung in der Cloud liefern, sorgt Infineon dafür, dass KI in der physischen Welt überhaupt funktioniert – vom Roboterarm bis zum Elektroauto.

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Was Anleger beachten sollten

Der Amundi MSCI Robotics & AI ETF ist ein Themen-ETF: Die Konzentration auf einen bzw. zwei Sektoren bedeutet weniger Diversifikation als bei einem breiten Weltaktien-ETF. Anleger, die investieren möchten, sollten den ETF als Beimischung im Depot betrachten, nicht als Kernbaustein. Die Märkte für KI und Robotik stehen noch relativ am Anfang ihres Wachstumszyklus – das Potenzial ist groß, die Schwankungen aufgrund der Innovationsdynamik aber auch. Und auch wenn sich der Gesamtmarkt und die zugehörigen Unternehmen positiv entwickelt haben, ist die Historie kein Indikator für die Zukunft. Wer das Potenzial des Marktes allerdings nutzen möchte, bekommt mit dem ETF breiteren Zugang als es bei Einzelaktien der Fall ist und kann mit einem ausreichend langen Anlagezeitraum von mehreren Jahren prüfen, ob das Portfolio zur eigenen Strategie passt.

 

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