Das kündigte
Deutsche Börse-Vorstandschef Reto Francioni in der "Financial Times Deutschland" (Montag) an. "Wir werden mit Nachdruck unsere Positionen ausbauen, mit Schwerpunkt auf den Bereichen Derivate-Clearing, Risiko- und Sicherheitenmanagement", sagte er. "Darüber hinaus werden wir die Internationalisierung und unser eigenes Wachstum beschleunigen. Wir sind stark genug, auch wenn es jetzt länger dauern wird als mit einer Fusion."
Die EU-Kommission hatte den Zusammenschluss von Deutscher Börse und NYSE Group zum weltgrößten Handelsplatz am Mittwoch wegen massiver Wettbewerbsbedenken untersagt.
Francioni steht wegen der gescheiterten Fusion zunehmend in der Kritik. "Hier sind ganz klar Managementfehler passiert, dafür müssen hoch bezahlte Vorstände die Verantwortung übernehmen", sagte Betriebsrat und Aufsichtsratsmitglied Johannes Witt am Wochenende der Nachrichtenagentur dpa. Laut "Financial Times Deutschland" denkt Francioni allerdings nicht ans Aufhören, auch auf seinen Bonus für 2011 wolle er nicht verzichten. Der Börsen-Chef verwies dem Bericht zufolge auf steigende Umsätze und Gewinne im vergangenen Jahr.
FRANKFURT (dpa-AFX)
Bildquellen: Deutsche Börse Group