24.01.2013 11:33

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Euroraum könnte Rezession Anfang 2013 hinter sich lassen


Die Anzeichen, dass der Euroraum Anfang 2013 den Schritt aus der Rezession schafft, verdichten sich.

Im Januar verbesserte sich die Stimmung in den Chefetagen großer Unternehmen spürbar, wie aus neuen Umfragewerten des Forschungsunternehmens Markit vom Donnerstag hervorgeht. Der stark beachtete Einkaufsmanagerindex stieg von Dezember auf Januar um einen Punkt auf 48,2 Zähler. Mit der dritten Verbesserung in Folge liegt die Kennzahl nunmehr so hoch wie zuletzt im März 2012. Die Markterwartungen wurden klar übertroffen.

 Bankvolkswirte sahen sich in ihren Erwartungen bestätigt, dass der wirtschaftliche Sinkflug im Währungsraum bald ein Ende finden könnte. Allerdings würde Deutschland daran einen sehr großen Anteil haben. Dort deuten jüngste Frühindikatoren auf eine konjunkturelle Wende im Frühjahr hin, während die wirtschaftliche Lage in vielen anderen Euroländern vorerst schlecht bleiben dürfte. Das Ifo-Geschäftsklima, das an diesem Freitag veröffentlicht wird, dürfte die günstigeren Aussichten für Deutschland bestätigen. Die Einkaufsmanagerindizes verbesserten sich für die größte Volkswirtschaft des Euroraums zu Jahresbeginn spürbar.

FRANKREICH SCHWACH

 Anders sieht es in Frankreich aus: Dort verschlechterte sich die Stimmung der Einkaufsleiter im Januar deutlich. Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) erklärten die Entwicklung vor allem mit den ungünstigeren Rahmenbedingungen in der zweitgrößte Euro-Wirtschaft. "Umso mehr kommt es in Frankreich darauf an, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu stärken." In den großen Krisenländern Italien und Spanien, wo wie üblich keine vorläufigen Umfragewerte veröffentlicht wurden, könnte sich die konjunkturelle Lage zu Jahresbeginn zwar etwas bessern. Mit Wachstum rechnen die meisten Experten aber erst zum Jahresende hin.

    Trotz der jüngsten Aufhellung liegt der Gesamtindikator für den Euroraum immer noch unter der Wachstumsschwelle. Werte unterhalb von 50 Punkten deuten auf eine Schrumpfung hin, Werte darüber signalisieren Wachstum. Im Gegensatz etwa zum Geschäftsklima werden bei der Einkaufsmanagerstimmung konkrete Fragen zu Produktion und Auftragslage gestellt. Die Umfrageergebnisse orientieren sich mithin stärker an realwirtschaftlichen Zahlen als andere Frühindikatoren.

    LONDON (dpa-AFX)

Bildquellen: iStock/SusanneB

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