Euroraum könnte Rezession Anfang 2013 hinter sich lassen

Bankvolkswirte sahen sich in ihren Erwartungen bestätigt, dass der wirtschaftliche Sinkflug im Währungsraum bald ein Ende finden könnte. Allerdings würde Deutschland daran einen sehr großen Anteil haben. Dort deuten jüngste Frühindikatoren auf eine konjunkturelle Wende im Frühjahr hin, während die wirtschaftliche Lage in vielen anderen Euroländern vorerst schlecht bleiben dürfte. Das Ifo-Geschäftsklima, das an diesem Freitag veröffentlicht wird, dürfte die günstigeren Aussichten für Deutschland bestätigen. Die Einkaufsmanagerindizes verbesserten sich für die größte Volkswirtschaft des Euroraums zu Jahresbeginn spürbar.
FRANKREICH SCHWACH
Anders sieht es in Frankreich aus: Dort verschlechterte sich die Stimmung der Einkaufsleiter im Januar deutlich. Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) erklärten die Entwicklung vor allem mit den ungünstigeren Rahmenbedingungen in der zweitgrößte Euro-Wirtschaft. "Umso mehr kommt es in Frankreich darauf an, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu stärken." In den großen Krisenländern Italien und Spanien, wo wie üblich keine vorläufigen Umfragewerte veröffentlicht wurden, könnte sich die konjunkturelle Lage zu Jahresbeginn zwar etwas bessern. Mit Wachstum rechnen die meisten Experten aber erst zum Jahresende hin.
Trotz der jüngsten Aufhellung liegt der Gesamtindikator für den Euroraum immer noch unter der Wachstumsschwelle. Werte unterhalb von 50 Punkten deuten auf eine Schrumpfung hin, Werte darüber signalisieren Wachstum. Im Gegensatz etwa zum Geschäftsklima werden bei der Einkaufsmanagerstimmung konkrete Fragen zu Produktion und Auftragslage gestellt. Die Umfrageergebnisse orientieren sich mithin stärker an realwirtschaftlichen Zahlen als andere Frühindikatoren.
LONDON (dpa-AFX)
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