16.03.2013 12:50

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EUROKRISE

Sparern droht doppelte Enteignung


Finanzexperten wie Gottfried Heller warnen vor einer doppelten Enteignung der Sparer durch niedrige Zinsen und drohende Inflation. Als Vermögensschutz empfehlen sie Aktien mit Substanz.

Live vom Börsentag München berichtet Sabine Gusbeth, €uro.

Die Geldschwemme der Notenbanken und die niedrigen Zinsen bedrohen das Vermögen der Sparer gleich doppelt. Wie die Anleger darauf reagieren solten, ist das Hauptthema des diesjährigen Börsentags in München. Erster Redner war Finanzexperte Gottfried Heller. Er empfiehlt, Anlegern in Aktien zu investieren. Heller, der 1971 gemeinsam mit André Kostolany die Münchner Vermögensverwaltung Fiduka gründete, hält Wertpapiere für die einzige langfristig steigende Anlageklasse. Er begreift nicht, wie niedrig die Aktienquote in Deutschland ist – trotz Anlagenotstand: „Es ist eine Schande, dass ein führendes Industrieland wie Deutschland, solch eine schiefe Vermögenslage hat“. Insbesondere weil die Gefährdung der Anleger in Europa besonders groß sei. Dies gelte für institutionelle Investoren wie Versicherungen ebenso wie für Privatanleger.

Das wichtigste für Privatanleger sei richtige, ausgewogene Depotstruktur. Als Vorbild nennt Heller dabei die Aufstellung einer Fußballmannschaft. Am wichtigsten sei die Verteidigung. „Erst muss man hinten dicht machen“, so Heller. Torwart, Viererkette und defensives

Mittelfeld vereinten beim Fußball einen Großteil der Mannschaftsstärke auf sich. Der Stürmer dagegen, das seien einzelne Werte, von denen sich der Anleger ein besonderes Wachstums erwartet. Dieser dürfe aber nicht überschätzt werden, warnt Heller. Als Vergleich zieht er Studien über die erfolgreiche Anlage von US-Pensionsfonds heran: Lediglich zehn Prozent der Wertenwicklung beruhe auf erfolgreichem Stockpicking. Der Rest ist auf eine diversifizierte Struktur zurückzuführen.

Eine gutes Depot enthalte Hellers Ratschlag nach „lieber Substanzwerte wie BASF als Wachstumswerte wie Apple und Co.“. Zudem sollte nicht nur auf Standard-, sondern auch auf Nebenwerte gesetzt werden. Denn „Kleine sind oft behänder als Dickschiffe“, sagt Heller. Neben Wertpapieren aus Industrieländern, dürfen auch Aktien aus Schwellenländern nicht fehlen. Vor allem bei Nebenwerten und Schwellenländeraktien rät Heller dabei zu Fonds. Wichtig sei dabei auf Einfachheit zu setzen: „Wenn Sie ein Produkt nicht verstehen, fassen Sie es nicht an“, warnt er.

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Bildquellen: Axel Griesch

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Kommentare zu diesem Artikel

Philippinen schrieb:
17.03.2013 20:18:15

Hallo Leute, geauere Tips wie man richtig investiert heute von mir:
Hände weg von Aktienfonds die nur in den DAX investieren der DAX ist viel zu volatil, lieber in den MDAX investieren. Geeignete Fonds WKN 848176, 940640, 973882, 975165 dies könnte ein kleiner Anfang sein.

Philippinen schrieb:
Wertung: 5/5

16.03.2013 18:17:37

Wer langfristig Rendite machen möchte kommt in unseren schlechten Tagen an ausgesuchten Aktienfonds nicht mehr vorbei. Die Enteigung der Sparer hat schon begonnen, immer schön das sauer verdiente Geld der Bank bringen ?

findanddecide schrieb:
16.03.2013 17:15:10

Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Wer in der Schule bei der Zinsrechung nicht aufgepasst hat, und die Zinseszinsrechnung als 7. Weltwunder betrachtet, dem ist nicht zu helfen.

Hamtaro schrieb:
16.03.2013 14:31:08

Das Problem mit solchen Beiträgen ist immer das Gleiche. Gut gemeint, zum Teil auch richtig erkannt, nur die Tipps zeigen immer nur eine ungefähre Richtung an ohne dabei das Ziel zu benennen. Somit stochert man danach im Nebel herum und ist am Ende genauso schlau wie vorher. Genauere Tipps bitte.

taxus5 schrieb:
16.03.2013 14:07:54

besser spät als nie investieren

Seite: 12
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