03.01.2013 21:20
Bewerten
(0)

FOMC uneins über Dauer von Wertpapierkäufen

DRUCKEN

   Von Jon Hilsenrath und Jeffrey Sparshott

   Die Geldpolitiker der US-Notenbank haben bei ihrer Sitzung im Dezember 2012 zwar ein neues Programm zum Kauf langfristiger Staatsanleihen beschlossen, sie sind aber uneinig darüber, wie lange dieses Programm Geltung haben soll. Länger als bis Jahresende will offenbar keiner der Währungshüter monatliche Wertpapierkäufe von 85 Milliarden Dollar verantworten.

   Wie aus dem Protokoll der Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) der Federal Reserve am 11. und 12. Dezember hervor geht, plädierten einige Mitglieder dafür, die Käufe Ende 2013 einzustellen, andere plädierten dafür die Käufe schon deutlich vor Ende 2013 einzustellen oder zumindest abzuschwächen, wieder andere sahen ganz allgemein die Notwendigkeit einer "beträchtlichen" geldpolitischen Lockerung.

   Bei seiner Sitzung am 11. und 12. Dezember hatte der FOMC ein zusätzliches Programm zum Kauf von Staatsanleihen für "anfänglich" 45 Milliarden US-Dollar pro Monat beschlossen. Dieses Programm ersetzt die am Jahresende ausgelaufene "Operation Twist", den Ersatz kurzlaufender durch langlaufende Wertpapiere. Außerdem will die Fed die Wiederanlage von Erlösen aus fälligen Anleihen ebenso fortführen wie den Kauf von Hypotheken-Anleihen für monatlich 40 Milliarden Dollar.

   Sollte die Fed ihre Wertpapierkäufe im derzeitigen Volumen - 85 Milliarden Dollar pro Monat - fortführen, würde sich die Fed-Bilanzsumme von derzeit 2.900 Milliarden Dollar bis Jahresende um weitere 1.020 Milliarden erhöhen.

   Die FOMC-Mitglieder waren sich laut Sitzungsprotokoll zwar einig darüber, dass die bisherigen Wertpapierkäufe das Wirtschaftswachstum gestützt haben, sie waren aber nicht durchgängig sicher, dass weitere Käufe überhaupt noch etwas bringen werden. Sie forderten, die Wirksamkeit und Kosten der Käufe ebenso fortlaufend zu prüfen wie die Entwicklung am Arbeitsmarkt.

   Der Offenmarktausschuss hatte im Dezember auch beschlossen, die Zinsen so lange außergewöhnlich niedrig zu lassen, wie die Arbeitslosenquote höher als 6,5 Prozent ist und die auf Sicht von zwei Jahren erwartete Inflation niedriger als 2,5 Prozent. Im November lag die Arbeitslosenquote bei 7,7 Prozent, und für den am Freitag anstehenden Dezember-Ausweis wird eine unveränderte Quote erwartet.

   Nach den im Dezember veröffentlichten Prognosen rechnen die FOMC-Mitglieder überwiegend damit, dass die Arbeitslosenquote erst 2105 in den angestrebten Bereich sinken wird. Bankökonomen rechnen einer Bloomberg-Umfrage zufolge jedoch damit, dass das Ende der Niedrigzinspolitik bereits Ende 2013 oder Anfang 2014 kommen wird.

   Kontakt zu den Autoren: konjunktur.de@dowjones.com

   (Mitarbeit: Hans Bentzien)

   DJG/hab/cln

   (END) Dow Jones Newswires

   January 03, 2013 14:50 ET (19:50 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 02 50 PM EST 01-03-13

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Payment-Trend: Der Vormarsch von digitalen Zahlungsabwicklern

Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, warum vor allem asiatische Unternehmen beim Mobile-Payment eine wichtige Rolle spielen und welche Aktien vom mobilen Bezahlen profitieren könnten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht schwächer ins Wochenende -- Dow schließt leichter -- Sinn: Krise der Eurozone nicht vorbei -- Morgan Stanley-Chef: Bitcoin könnte weitere 700% steigen -- Tesla stellt Lkw & Roadster vor

Apple verschiebt Marktstart seines smarten Lautsprechers. Air-Berlin-Chef: Etihad wollte schon vor einem Jahr aussteigen. Tausende protestieren bei Siemens gegen Stellenabbau. Londoner Startup will Bitcoin zum normalen Zahlungsmittel machen. Foot Locker: Hoffnung auf anziehende Sportschuh-Käufe in den USA.

Top-Rankings

KW 46: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
KW 45: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Die Länder mit den größten Goldreserven 2017
Wo lagert das meiste Gold?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Das sind die bestbezahlten Schauspieler 2017
Wer verdiente am meisten?
Die wertvollsten Unternehmen nach Marktkapitalisierung 2017
Welches Unternehmen macht das Rennen?
Erster Job
Wo Absolventen am meisten Geld verdienen
Das sind die größten Privatbanken weltweit
Welche Bank macht 2017 das Rennen?
Die besten Städte für Londoner Banker
Welche Stadt bietet die meisten Vorteile?
mehr Top Rankings

Umfrage

Glauben Sie, dass eine Jamaika-Koalition zustande kommt?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Scout24 AGA12DM8
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Apple Inc.865985
BMW AG519000
BASFBASF11
Allianz840400
TeslaA1CX3T
E.ON SEENAG99
EVOTEC AG566480
Siemens AG723610
adidas AGA1EWWW
Deutsche Telekom AG555750
Coca-Cola Co.850663