31.01.2013 11:15
Bewerten
 (3)

Rajoy und Parteifreunde sollen kräftig abkassiert haben

Korruption in Spanien?
Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy und Parteifreunde seiner Partido Popular (PP) sollen massiv von einem System schwarzer Kassen profitiert haben.
Die Zeitung El Pais berichtet, dass führende Mitglieder der Partei zwischen 1997 und 2008 regelmäßig Geld von versteckten Konten des Schatzmeisters Luis Barcenas erhalten haben. Die Partei trat den Vorwürfen entgegen.

   Der oberste Gerichtshof ermittelt bereits gegen Barcenas, der 2010 seinen Hut nehmen musste, weil er Regionalpolitiker bestochen hatte. Doch jetzt könnte die Schwarzgeldaffäre eine viel größere Dimension bekommen: Anfang des Jahres war bekannt geworden, dass der windige Kassenwart bis zu 22 Millionen Euro aus ungeklärten Quellen auf Schweizer Konten geschafft hatte.

   Barcenas erfreute die Führungsebene der Konservativen PP angeblich mit gut gefüllten Umschlägen. Zeitungen berichten von Tausenden von Euro, die so in die Taschen der Funktionäre gewandert seien. Das Geld soll vor allen von Baufirmen stammen, die sich Vorteile bei der Vergabe öffentlicher Aufträge und Genehmigungen erhofft hatten. Aber auch andere Wirtschaftszweige seien in den Schmiergeldaffäre verwickelt.

   Die Parti Popular wehrt sich gegen die Vorwürfe. Die Parteimitglieder seien "immer legal und im Einklang mit den Steuergesetzen bezahlt worden", heißt es in einer Erklärung. Der Anwalt Barcenas wollte sich nicht zu den prall gefüllten Umschlägen äußern, sagte aber, alle Parteimitglieder seien verantwortlich, dem Finanzamt auch ihre Bareinnahmen korrekt zu erklären. Mariano Rajoy steht seit Ende 2011 an der Spitze der spanischen Regierung.

Dow Jones Newswires,  Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 05 11 AM EST 01-31-13

Bildquellen: matthi / Shutterstock.com
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.

Heute im Fokus

DAX schließt im Plus -- US-Börsen deutlich höher -- Deutsche-Bank-Aktie erholt sich deutlich -- Chinesen wollen offenbar OSRAM übernehmen -- Commerzbank, QUALCOMM im Fokus

Strafe für Deutsche Bank in USA wird wohl auf 5,4 Milliarden Dollar reduziert. Commerzbank verkauft ihr Hochhaus an Südkoreaner. Air Berlin: Alle Flüge werden regulär durchgeführt. Daimler will weiter Renault-Motoren einsetzen. Bahn erhöht Preise im Fernverkehr um 1,3 Prozent.
Wie haben sich die Rohstoffpreise im dritten Quartal 2016 entwickelt?
Jetzt durchklicken
Wer war Top, wer war Flop?
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Jetzt durchklicken

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Umfrage

Kanzlerin Merkel will der Deutschen Bank im Streit mit der US-Justiz nicht helfen. Was halten Sie von dieser Einstellung?