-->-->
18.05.2013 15:00
Bewerten
 (0)

Sorge vor Handelskrieg mit China

Sorge vor Handelskrieg mit China
Strafzölle en masse
EU-Strafzölle: Außenhandelschef Börner „bestürzt“. Tausende Stellen gefährdet.
€uro am Sonntag

von Wolfgang Ehrensberger, Euro am Sonntag

In der deutschen Wirtschaft wächst nach der Ankündigung von EU-Strafzöllen für chinesische Solarmodule die Sorge vor den negativen Folgen eines Handelskriegs mit China. „Wir sind über die EU-Entscheidung bestürzt“, sagte Außenhandelsverbands-(BGA-)Präsident Anton Börner dieser Zeitung.

„Es ist unverständlich, dass die Kommission der Argumentation einiger teils schon insolventer Unternehmen folgt und damit Tausende moderne europäische Unternehmen schädigt, die auf günstige Solarmodule angewiesen sind.“ Börner verweist dabei auf die starke internationale Vernetzung des Solarmarkts. „Wenn heute in China ein Solarmodul produziert und in Deutschland montiert wird, fallen 70 Prozent der gesamten Wertschöpfung in Deutschland an.“ Zudem seien Unternehmen mit Tausenden Arbeitsplätzen etwa im Solarhandwerk aufgrund von Kostensteigerungen in ­ihrer Existenz bedroht.

Darüber hinaus würden deutsche Maschinenbauer geschädigt, deren Technologie bei der Solarmodul­produktion in China zum Einsatz komme. Über dieses Verfahren hi­naus drohe eine gegenseitige Abschottung der Märkte, so Börner.

China hatte bereits Gegenmaßnahmen etwa bei Stahlrohren angekündigt, die EU wiederum will die Verfahren auf Mobilfunknetztechnik ausweiten. „Es ist zu erwarten, dass nun auch andere Branchen zittern müssen, sollte sich das zu einem Handelskrieg hochschaukeln“, sagte Börner. Auch der Handelskammertag DIHK hat vor einer Eskalation gewarnt: Die deutschen Ausfuhren nach China hätten sich seit dem Jahr 2000 versiebenfacht. Ein Rückschlag in den Wirtschaftsbeziehungen sei eine schwere Bürde für Unternehmen hierzulande.

Bildquellen: Jim Barber / Shutterstock.com, woaiss / Shutterstock.com
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.

Heute im Fokus

DAX geht mit Gewinnen ins Wochenende -- Dow im Minus -- Fed-Vorsitzende Yellen: Argumente für Zinsanhebung stärker geworden -- STADA, VW im Fokus

Opel-Marketing-Expertin Müller zieht in den Stada-Aufsichtsrat ein. Hapag-Lloyd-Chef: Hamburger Reederei nach Fusion wettbewerbsfähiger. Deutsche Post startet ab Montag weitere Tranche des Aktienrückkaufs. Bundesfinanzministerium sieht EZB-Anleihekäufe mit Sorge. Zwei Zinsanhebungen in diesem Jahr möglich. US-Wirtschaft wächst etwas weniger als bislang ermittelt. Bundesbank: Banken drohen schärfere Regeln für riskante Geschäfte.
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Welcher Darsteller verdient am meisten?
Welcher Verein hat die meisten Meistertitel?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Eigenzulassungen 2015
Diese Firmen sind innovativ
In diesen Städten stehen Sie am längsten im Stau
Das sind die besten Universitäten
Die wertvollsten Marken 2016
mehr Top Rankings

Umfrage

Die Bundesregierung will die Bevölkerung wieder zur Vorratshaltung animieren, damit sie sich im Falle schwerer Katastrophen oder eines bewaffneten Angriffs vorübergehend selbst versorgen kann. Panikmache oder begründet?
-->