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13.07.2012 16:18

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TROTZDEM MILLIARDENGEWINN

JPMorgan verspekuliert 4,4 Milliarden Dollar

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Die US-Großbank hat neben den Quartalszahlen auch den Schaden der Fehlspekulationen des London Whale-Desasters gemeldet - nicht 2 Milliarden sondern 4,4 Milliarden Dollar wurden verbrannt.

Der Gewinn der US-Großbank JPMorgan ist trotz des milliardenschweren Spekulationsdesasters nur leicht gesunken. Der Überschuss ging im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9 Prozent auf 4,96 Milliarden Dollar zurück, wie das Institut am Freitag in New York mitteilte. Damit hielt es sich auf den ersten Blick besser als von Analysten erwartet. Dazu trugen vor allem niedrigere Rückstellungen für faule Kredite und Bewertungseffekte bei, die nichts mit dem tatsächlichen Geschäft zu tun haben. Ohne die Buchgewinne wäre das Ergebnis viel stärker eingebrochen.

Im zweiten Quartal verbuchte die Bank einen Verlust von 4,4 Milliarden Dollar vor Steuern durch die fehlgeschlagenen Finanzwetten einer Londoner Handelssparte. Zudem korrigierte sie ihren Gewinn für das erste Quartal um knapp eine halbe Milliarde auf 4,92 Milliarden Dollar nach unten. Als Begründung führte sie an, dass Händler falsche Zahlen angaben, um Verluste zu kaschieren. Den erwarteten Gesamtverlust in diesem Jahr aus dem Londoner Fehlschlag bezifferte die Bank auf 5,8 Milliarden Dollar.

DAS SCHLIMMSTE SOLL VORBEI SEIN

JPMorgan hatte bereits vor zwei Monaten hohe Verluste aus dem Spekulationsflop angekündigt. Die dafür verantwortliche Sparte ist bereits geschlossen, die Manager entlassen. Von ihnen will die Bank nun Gehälter zurückfordern. Im vorbörslichen Handel ging es für die JPMorgan-Aktie zunächst nach unten, im weiteren Verlauf erholte sich das Papier und drehte in die Gewinnzone. Konzernchef Jamie Dimon kündigte an, den ausgesetzten Aktienrückkauf im vierten Quartal wieder aufnehmen zu wollen.

"Wir haben das Schlimmste hinter uns", sagte Dimon. Ein Großteil der Spekulationspositionen sei inzwischen abgebaut. Die verbliebenen Papiere seien aus der Krisensparte ins normale Investmentbanking überführt. Im schlimmsten Fall rechnet JPMorgan mit weiteren Belastungen von 1,6 Milliarden Dollar. Kunden seien nicht geschädigt worden seien, erklärte Dimon.

BANK WILL LEHREN ZIEHEN

Die Untersuchung des Vorfalls dauere an. "Wir gehen davon aus, dass es sich um einen Einzelfall gehandelt hat", sagte der Bankchef. JPMorgan werde Lehren für das ganze Haus daraus ziehen. JPMorgan galt lange als Hort der Stabilität. Selbst in der Finanzkrise schrieb die Bank gute Gewinne./enl/stb/stk

NEW YORK (dpa-AFX)

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Kommentare zu diesem Artikel

Credit Default Swap schrieb:
14.07.2012 12:55:37

na un die amis machen jedes jahr 1,5 billionen neue schulden. jedes jahr zu ihrem riesen schuldenberg noch dazu....

belfegore schrieb:
14.07.2012 12:36:26

1,6 MRD Dollar, ach gottchen, das gibt die Bu-Reg. jeden Monat an Tranquilizer fürs Volk aus.

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