von Tim Schäfer, Euro am Sonntag
Der Konzern mit 7,5 Milliarden Dollar Börsenwert profitiert clever vom Schiefergasboom. Der Chef des 1.000-Mann-Unternehmens, Mark Ellis, reißt sich Förderareale unter den Nagel, die günstig zum Verkauf stehen. So kaufte Ellis im Februar von BP das Hugoton-Gasfeld für 1,2 Milliarden Dollar und im Juni Jonah-Ressources für eine weitere Milliarde. BP braucht dringend Geld, um Forderungen für Schäden durch die Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko zu bezahlen. Michael Linn gründete seine Firma 2003 und führte sie knapp drei Jahre später, im Januar 2006, an die Nasdaq. Heute hält er noch 17 Prozent der Anteile. Die Strategie seiner Firma ist es, Risiken so weit wie möglich zu vermeiden. Um einem Preisverfall vorzubeugen, wurde die Erdgasproduktion bis 2016 und die Ölförderung noch ein Jahr länger preislich abgesichert. Linns Reserven teilen sich je zur Hälfte auf Gas und Öl auf. Für die bisher 54 Zukäufe gab Linn zehn Milliarden Dollar aus. Gekauft werden ausschließlich reife Vorkommen, die vom ersten Tag an Kapitalzuflüsse liefern. Die Dividendenrendite der Aktien beträgt über
sieben Prozent.
WKN: A0H023
Stopp: 22,30 Euro
Kursziel: 35,00 Euro
Zum Autor
Tim Schäfer ist Journalist und schreibt seit 1998 über Börse, Aktien und Unternehmen. Seit 2006 lebt der studierte Diplom-Betriebswirt und DVFA-Aktienanalyst in New York und berichtet von dort über die Geschehnisse an der Wall Street, unter anderem für Euro am Sonntag. Bekannt ist Schäfer für seine Berichterstattungen über kleine Nebenwerte.
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