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21.01.2013 12:30

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UNTERBEWERTETE AKTIE

Allgeier: Durchblick statt Verwirrung

Allgeier zu myNews hinzufügen Was ist das?


Zukäufe bringen dem IT-Konzern Allgeier kräftige Umsatzsteigerungen. Zugleich müssen die Münchner weniger abschreiben. Anleger steigen jetzt ein.

von Georg Pröbstl, Euro am Sonntag

Immer diese Bilanzierungsvorschriften IFRS. Hier rücken oft Steuerungsgrössen wie EBITDA, EBITA, Abschreibungen, Zuschreibungen oder Aufzinsungen in den Vordergrund. Angesichts des Wirrwarrs und diverser Ergebnis-Verlautbarungen aus den Unternehmen, die sich nicht selten auf völlig unterschiedliche Grundlagen beziehen, schafft IFRS mehr Verwirrung als Durchblick und wenig Vergleichbarkeit. Sachverhalte werden verkompliziert und verschleiert. Warum sollen Unternehmen Positionen heute in die Bücher nehmen, wenn sie diese im nächsten Jahr schon wieder abschreiben müssen? Durch solche Bilanzvorschriften steigt der Gewinn, nur um im nächsten Jahr wieder zu fallen.

Auch Allgeier SE hat mit IFRS zu kämpfen. Der IT-Konzern aus München verbuchte in den letzten Jahren massive Zuwächse insbesondere durch Zukäufe. Dadurch stieg der Umsatz seit 2008 von 178,7 Millionen Euro auf mehr als das Doppelte im vergangenen Jahr. Beim Gewinn allerdings zeigt der Spezialist für Softwareentwicklung, IT-Services und IT-Personaldienstleistungen seit zwei Jahren Schwächen. Lag der Gewinn 2010 noch bei 0,99 Euro je Aktie, so waren es 2011 trotz eines Umsatzplus von 20 Prozent nur 0,52 Euro. 2012 dürfte es trotz Umsatzsteigerungen im zweistelligen Prozentbereich bestenfalls Stagnation beim Gewinn gegeben haben.

Grund für die gebremste Entwicklung waren besagte IFRS. Da Allgeier 2011 und 2012 groß eingekauft hatte, waren in den beiden Jahren erhöhte Abschreibungen beispielsweise auf die Kundenstämme der akquirierten Unternehmen oder Aufzinsungen auf noch auszuzahlende Gewinnanteile vorzunehmen. Diese Abschreibungen dürften sich im Vergleich zu 2010 auf deutlich über zehn Millionen Euro verdoppelt haben.

Für 2013 gehe ich allerdings davon aus, dass sich dieser Gewinnminderungseffekt abschwächt. Zusätzlich sollte sich die höhere Umsatzbasis aus den Zukäufen deutlich bemerkbar machen. So brachte es alleine Tecops, ein im August übernommenes Unternehmen für IT-Zeitarbeit, schon 2011 auf einen Umsatz von 55 Millionen Euro. Darüber hinaus wurde im dritten Quartal ein führender Personaldienstleister in der Türkei übernommen.

Zwei Effekte sollten das laufende Jahr bestimmen: höhere Umsätze und unterproportionale Abschreibungsbelastungen. Deshalb erwarte ich 2013 einen Gewinnschub.

Bei Anlegern ist dies allerdings noch nicht angekommen. Bezogen auf die 2014er-Gewinnschätzung gibt es die Aktie zum 6er-KGV. Bei einem im Branchenvergleich niedrigen Kurs-Buchwert-Verhälnis von 1,1 ist die Aktie spottbillig. Wer Klarheit will, wartet die 2013er- oder 2014er-Bilanz nach IFRS ab. Wer verdienen will, sollte jetzt einsteigen.

Fazit: Bei einem erwarteten 6er-KGV bietet die Aktie rund 50 Prozent Kurspotenzial.

ISIN: DE0005086300
Gew./Aktie 2013e: 1,10 €
Gew./Aktie 2014e: 1,65 €
KGV 2014e: 6,2
Div./Rend. 2012e: 0,50 €/4,9 %
EK-Quote: 29,4 %
EK-je Aktie: 9,56 €
KBV: 1,1
Kurs/Ziel/Stopp: 10,22/16,50/7,40 €

Bildquellen: istock photo

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