Kurse + Charts + RealtimeNews + AnalysenFundamentalUnternehmenzugeh. WertpapiereAktion
Kurs + ChartChart (groß)NewsBilanz/GuVDividende/HVZertifikateDepot/Watchlist
Times + SalesChart-AnalyseAnalysenSchätzungenTermineOptionsscheinemyHome
BörsenplätzeChartvergleichKurszieleVergleichProfilKnock-OutsSenden/Drucken
OrderbuchRealtime StuttgartFundamentalanalyse InsidertradesFondsInvestmentreport
HistorischRealtime PushmyNewsAusblickim ForumAnleihen
Kaufen
Verkaufen

20.03.2013 03:00

Senden
€uro am Sonntag

WINDENERGIE

Nordex vor dem Comeback: Die neue Strategie

Nordex zu myNews hinzufügen Was ist das?



Nordex, der Hersteller von Windkraftanlagen folgt neuerdings dem Motto „Weniger ist mehr“
Der Hersteller von Windkraftanlagen, Nordex, folgt neuerdings dem Motto „Weniger ist mehr“. Die Strategie zahlt sich aus, die Firma ist im Aufwind. Das macht auch die Aktie wieder interessant.

von Joachim Spiering, Euro am Sonntag

Die Reaktion der Börse war eindeutig: Als Nordex am Montag die Zahlen für 2012 und einen Ausblick auf 2013 veröffentlicht hatte, legte die Aktie den Turbo ein. Am Ende blieb ein Tagesplus von 15 Prozent. Die Euphorie hat einen einfachen Grund: Nach jahrelangen Problemen, Verlusten und Fehlentscheidungen hoffen Börsianer auf die lang­ersehnte Wende.

Die Hoffnung hat sogar ein Gesicht: Jürgen Zeschky. Der frühere Manager von Voith Turbo steht seit März vergangenen Jahres an der Spitze des Windanlagenbauers, nachdem sein eher glückloser Vorgänger Thomas Richterich den Sessel geräumt und dabei bemerkenswert offen gesagt hatte: „Es wäre sinnvoll, wenn der neue Chef diesmal einen technischen Hintergrund hätte. Schließlich gibt es für die Windindustrie in Zukunft auch eine Reihe von technischen Herausforderungen.“ Richterich hatte als studierter Betriebswirt zunächst das ­Finanzressort übernommen und war im August 2005 zum Vorstandschef aufgestiegen.

Mit Zeschky, der Maschinenbau studiert und über Gasturbinen promoviert hat, steht jetzt also tatsächlich ein Technik-Mann an der Spitze, und der 52-Jährige räumt kräftig auf. Weil in dem erst vor gut zwei Jahren eröffneten US-Werk in Jonesboro/Arkansas die Auslastung im vergangenen Jahr nur bei 30 Prozent lag und auch eine Fabrik für die Fertigung von Rotorblättern in China viel zu wenig Arbeit hatte, wird das Werk in China geschlossen und die Fabrik in Jonesboro deutlich verkleinert.

Für 2012 muss Nordex deshalb Sonderaufwendungen in Höhe von 75 Millionen Euro verbuchen. Unter dem Strich schrieben die Norderstedter damit über 94 Millionen Euro Verlust bei 1,075 Milliarden Euro Umsatz. Eigentlich ein Horror. Doch operativ läuft es bei Nordex gar nicht so schlecht — und das machte den Börsianern Mut. Laut Zeschky könnte der Umsatz dieses Jahr auf bis zu 1,3 Milliarden Euro steigen, eine Bruttomarge von bis zu drei Prozent sei drin. Mit einer weiteren Sonderbelastung rechnet er nicht.

Auffallend ist, dass vor allem in Europa sowie Südafrika die Geschäfte gut laufen. 94 Prozent aller Neubestellungen kommen aus diesen Regionen. Dabei mischt Nordex als Mittelständler im vermeintlich aussichtsreichsten Markt — Windparks auf hoher See — gar nicht mit. Weil die Norddeutschen keinen ­Partner für das kapitalintensive Geschäft gefunden hatten, gab Zeschky kurz nach seinem Dienstbeginn die Offshore-Sparte auf. Stattdessen konzentriert sich Nordex nun auf ­einige wenige, qualitativ ausgezeichnete Anlagen, die für die Ausstattung neuer Windparks zu Lande und den Ersatz alter Windmühlen geeignet sind.

Ein Sorgenkind bleibt aber nach wie vor China, der neben den USA größte Markt für Windräder. 2012 wurden dort Anlagen mit einer Leistung von 13 Gigawatt (GW) aufgestellt. Zum Vergleich: In Deutschland waren es laut Global Wind Energy Council zwei GW. Deshalb sind auch sämtliche großen westlichen Anbieter in China am Start. Doch selbst Branchengrößen wie die dänische Vestas tun sich extrem schwer. Grund: Die Chinesen haben den Markt für Ausländer nahezu abgeschottet, 90 Prozent der Aufträge gehen an heimische Firmen. Nordex ist deshalb auf der Suche nach einem chinesischen Partner. „Allein schaffen wir es nicht“, so Zeschky. Erste Verhandlungen mit einem staatlichen Ver­sorger sind im Sande verlaufen. Nun werden mit anderen Interessenten Gespräche geführt. Sollten auch diese nicht fruchten, wird die verbliebene Produktion auf ein Minimum heruntergefahren.

Grundsätzlich sinnlos soll das Engagement aber nicht gewesen sein. Der Standort in Peking wird nun zur Gesamtzentrale für den Raum Asien/Pazifik umorganisiert. Das ist auch eine Art von Reaktion.

Investor-Info

Die Aktie
Viele Chancen, viel Risiko

Der Auftragsbestand beträgt 1,27 Milliarden Euro. Insofern sollte das Umsatzziel von bis zu 1,3 Milliarden (2012: 1,075) eher konservativ gerechnet sein. Die Kursziele fast aller Analysten liegen unter dem aktuellen Kurs. Wir sehen das anders: Die neue Strategie wirkt, der Börsenwert ist gemessen am Umsatz gering, die Nettoliquidität beträgt 50 Millionen Euro. Bestätigt sich der positive Trend, hat die Aktie viel Potenzial. Noch aber muss man sagen: riskant!

Bildquellen: iStock

Weitere Links:

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
Kommentar hinzufügen
  • Relevant
  • Alle
    1
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • Sprache:
  • Alle
  • DE
  • EN
  • Sortieren:
  • Datum
  • meistgelesen
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Nordex AG

mehr
  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
13:56 UhrNordex HaltenIndependent Research GmbH
17.04.14Nordex buyCommerzbank AG
16.04.14Nordex buyWarburg Research
02.04.14Nordex buyCommerzbank AG
27.03.14Nordex HoldWarburg Research
17.04.14Nordex buyCommerzbank AG
16.04.14Nordex buyWarburg Research
02.04.14Nordex buyCommerzbank AG
26.03.14Nordex kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
28.02.14Nordex kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
13:56 UhrNordex HaltenIndependent Research GmbH
27.03.14Nordex HoldWarburg Research
25.03.14Nordex HaltenIndependent Research GmbH
20.03.14Nordex HoldWarburg Research
28.02.14Nordex haltenWarburg Research
15.11.13Nordex verkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
04.10.13Nordex verkaufenIndependent Research GmbH
19.08.13Nordex verkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
20.06.13Nordex verkaufenIndependent Research GmbH
15.05.13Nordex verkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Nordex AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

AKTIEN IN DIESEM ARTIKEL

ANZEIGE

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Anzeige

ANZEIGE

Die 5 beliebtesten Top-Rankings






Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Albig hat mit einer Forderung nach einer Sonderabgabe für Straßen für Aufsehen gesorgt.
Wenn so endlich die deutschen Straßen und Brücken saniert werden, wäre eine solche Abgabe zu unterstützen.
Die Regierung sollte endlich lernen, mit den bestehenden Einnahmen auszukommen.
Eine solche Abgabe berücksichtig weder den Umfang der Straßennutzung noch die finanzielle Situation des einzelnen Autofahrers und wäre deshalb ungerecht.
Abstimmen