17.07.2013 17:50
Bewerten
 (13)

Bernanke verspricht: Geldpolitik bleibt noch lange locker

Fed bleibt expansiv
Die amerikanische Notenbank Fed hat ihr Versprechen bekräftigt, die Geldpolitik noch lange locker zu halten.
Auf absehbare Zeit werde der Kurs expansiv bleiben, sagte Fed-Chef Ben Bernanke am Mittwoch vor Vertretern des Repräsentantenhauses in Washington laut Redetext. Die Arbeitslosigkeit sei weiter hoch und die Inflation gering. Ihre milliardenschwere Anleihekäufe werde die Fed so lange fortsetzen, bis sich der Arbeitsmarkt "substanziell" verbessert habe. Jede Entscheidung über das Tempo der Wertpapierkäufe hänge vom konjunkturellen Ausblick ab.

Gegenwärtig kauft die Fed Staatsanleihen und Hypothekenpapiere im Wert von 85 Milliarden Dollar pro Monat. Es ist bereits die dritte Runde der quantitativen Lockerung zur Stützung der Konjunktur. Mitte Juli hatte Bernanke einen ersten Zeitplan vorgestellt, nach dem die Wertpapierkäufe im Laufe des Jahres verringert und Mitte 2014 eingestellt werden könnten.

Bernanke bekräftigte diese Marschrichtung: Sollte sich die konjunkturelle Entwicklung wie von der Fed erwartet fortsetzen, werde man "später in diesem Jahr" damit beginnen, die Anleihekäufe zu verringern. Das Tempo der Rücknahme sei aber "auf keinen Fall" vorgegeben, sondern hänge von der Entwicklung der Konjunktur und an den Finanzmärkten ab. Selbst nach einem Kaufstopp werde die Fed ihre faktische Nullzinspolitik noch lange Zeit fortführen./bgf/jkr

WASHINGTON (dpa-AFX)

Bildquellen: Sascha Burkard / Shutterstock.com
Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Heute im Fokus

DAX schließt fast 3 Prozent fester -- Deutsche Bank vor Postbank-Verkauf? -- Daimler-Partner BYD verliert 50-Prozent -- United Internet, QSC im Fokus

IPO: Samsungs De-facto-Holding mit erfolgreichem Börsengang. sieht im kommenden Jahr deutliches Wachstum. Uralkali weitet Produktion aus. Zynga hofft auf Bugs Bunny & Co. EZB veröffentlicht Sitzungsprotokolle nach vier Wochen. Bundestag stellt sich hinter Kreditlinie für Griechenland. Daimler legt 600 Millionen Euro wegen Kartellverfahren zurück.
Wer hat die USA von Platz 1 verdrängt?

schaften der Welt

europa

Umfrage

Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich mit Haut und Haar für das Freihandelsabkommen mit den USA stark machen. Was halten Sie von TTIP?

Anzeige