26.03.2013 08:07
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Devisen: Euro leicht erholt nach Dijsselbloem-Schock

1,29-er Marke bleibt fern
Der Euro hat am Dienstag leichte Gewinne im frühen Handel verbucht, blieb aber deutlich unter der Marke von 1,29 US-Dollar.
Der Schock über das Machtwort von Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem zum Kurs bei künftigen Bankensanierungen lasse etwas nach, hieß aus dem Handel. Am Morgen handelte die Gemeinschaftswährung moderat im Plus bei 1,2873 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagmittag noch auf 1,2935 (Freitag: 1,2948) Dollar festgesetzt.

    Am Vortag war der Euro nach anfänglicher Erleichterung über die Einigung auf Hilfen für das pleitebedrohte Zypern massiv unter Druck gekommen. Eurogruppen-Chef Dijsselbloem hatte gesagt, die Belastung von zyprischen Bankkunden könne als Vorbild für weitere kriselnde Euro-Länder dienen. Die "Büchse der Pandora" sei weiter geöffnet worden, kommentierte Experte Dirk Gojny von der National-Bank die Aussagen Dijsselbloems. Zwar betonte der niederländische Finanzminister später in einer Mitteilung, dass Zypern ein besonderer Fall sei und es sich bei den Hilfsprogrammen für Euro-Krisenländer stets um maßgeschneiderte Lösungen handle. Die Nervosität an den Märkten blieb aber hoch.

    Im weiteren Handelsverlauf steht vor allem eine italienische Geldmarktauktion im Fokus der Anleger. Das nach chaotischen Parlamentswahlen politisch gelähmte Euro-Schwergewicht will Anleger um insgesamt 8,5 Milliarden Euro anpumpen. Zudem könnte eine Reihe von US-Konjunkturdaten für Kursbewegung sorgen. Vor allem die Auftragseingänge langlebiger Güter dürften Beachtung finden. Darüber hinaus werden neue Zahlen vom Häusermarkt und das Verbrauchervertrauen des Conference Boards veröffentlicht.

    FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Rijksoverheid, Denis Vrublevski / Shutterstock.com

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