28.06.2011 18:00
Bewerten
 (0)

Russland: Trubel beim Rubel

Devisen: Russland: Trubel beim Rubel | Nachricht | finanzen.net
Der russische Rubel hat in den vergangenen Jahren zweifellos an Bedeutung gewonnen
Devisen

Der Euro verlor seit 2009 auch gegenüber dem russischen Rubel zweistellig an Wert. Mit Knock-Out-Zertifikaten können Anleger an dessen Schwankungen partizipieren.

€uro am Sonntag

von Marc Hofmann, €uro am Sonntag

In der vergangenen Woche verhaftete die Stuttgarter Polizei eine Bande von Geldfälschern. Die Kopisten hatten es allerdings nicht auf Euro- oder Dollarnoten, sondern auf Rubelscheine abgesehen. Nicht nur bei Fälschern, sondern auch bei Devisenhändlern erfreut sich die Währung wachsender Beliebtheit. Denn seit 2009 wertete der Rubel gegen­über dem Euro um 12,5 Prozent auf. Ein guter Grund also, den „Zarendollar“ einmal näher zu betrachten.

Rund 17 Prozent des russischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) werden durch den Export von Öl und Gas ­erwirtschaftet. Der Rubel gilt daher als klassische Rohstoffwährung. Aufgrund der Korrektur des Ölpreises im April verbilligte sich Russ­lands Exportmarke Ural Crude Oil von 121 auf 111 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Ein ernstes Problem für die Wirtschaft des Landes. Denn erst ab einem Preisniveau von 115 US-Dollar je Barrel arbeitet die russische Förderung kostendeckend. Der Rubel geriet daher gegenüber dem Euro unter Abwertungsdruck.


Hier gehts zum aktuellen Heft

Gezeigt hat sich das im Chartverlauf allerdings nicht. Grund sind Interventionen der russischen Notenbank. Um die hohe Inflation von 9,6 Prozent zu bekämpfen, hat die Zent­ralbank im Februar und Mai den Leitzins auf zuletzt 8,25 Prozent erhöht. Kurzfristig führte dies immer zu einer Aufwertung des Rubel, da durch das attraktivere Zinsniveau mehr Geld aus dem Ausland nach Russland strömte. Nach wenigen Wochen war die Wirkung allerdings wieder verpufft, und die Währung setzte ihre Abwertung fort. Der Währungschart beschrieb deshalb in den vergangenen Monaten einen Zickzackkurs. Vorerst könnte diese Entwicklung anhalten. Denn einerseits sollte der Ölpreis durch die erlahmende globale Konjunktur nur geringes Aufwärts­potenzial zeigen, andererseits kündigte die russische Notenbank an, sie werde den Leitzins zur Inflations­bekämpfung weiter anheben.

Aktive Anleger können daher zwischen einem Euro/Rubel-Long-Zertifikat (ISIN: NL 000 071 403 8) und einem Short-Zertifikat (ISIN: NL 000 907 314 7) auf denselben Basiswert hin- und herwechseln. Da der nächste Zinsschritt erst für August erwartet wird, sollte man bis dahin mit dem Long-Zertifikat von einer Aufwertung des Euro zum Rubel profitieren können.

Bildquellen: Wolfgang Wehl/www.pixelio.de

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,06750,0013
0,12
Japanischer Yen122,5855-0,0945
-0,08
Britische Pfund0,8643-0,0002
-0,02
Schweizer Franken1,0730-0,0001
-0,01
Russischer Rubel63,69460,0448
0,07
Bitcoin841,0300-3,6500
-0,43
Chinesischer Yuan7,33190,0051
0,07

Heute im Fokus

DAX schließt um Nulllinie -- US-Börsen schwächer -- Draghi verteidigt lockere Geldpolitik -- EZB-Leitzins bleibt unverändert -- Netflix Umsatzsprung erfreut Anleger -- VW, Fresenius im Fokus

Spannung vor dem Eid: Trump übernimmt die Macht in Washington. Goldman Sachs, UBS & Co. bringen wegen Brexit wohl Tausende Jobs nach Frankfurt. Experte der Bank of America: Jeder Forex-Trader braucht jetzt einen Twitter-Account. Haustürgeschäfte, falsche Rechnungen, Kundenhotlines: Diese Rechte haben Verbraucher.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Technologieaktien: Drei Möglichkeiten, um vom Trend "Digitale Fabrik" zu profitieren!
Die vierte industrielle Revolution ist im vollen Gange und verändert, vom Großteil der Gesellschaft völlig unbemerkt, bereits die Produktionsabläufe in den großen, industriellen Hallen. Wir zeigen Ihnen in der aktuellen Ausgabe des Anlegermagazins drei Möglichkeiten, wie Sie in den kommenden Monaten und Jahren von dem Zukunftstrend "Digitale Fabrik" profitieren können.
Anlegermagazin kostenlos erhalten
Diese 10 Automobil Neuheiten gibt es bei der Detroit Auto Show 2017
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Diese 10 Aktien kann sich nicht jeder Investor leisten
Jetzt durchklicken

Umfrage

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat die Nato als obsolet bezeichnet. Halten Sie das Militärbündnis ebenfalls für überflüssig?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Volkswagen AG Vz. (VW AG) 766403
Deutsche Bank AG 514000
Daimler AG 710000
BASF BASF11
Commerzbank CBK100
Bayer BAY001
Nordex AG A0D655
E.ON SE ENAG99
Apple Inc. 865985
Netflix Inc. 552484
Allianz 840400
Deutsche Telekom AG 555750
K+S AG KSAG88
Siemens AG 723610
Tesla A1CX3T