13.02.2013 10:17
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EUR/CHF: Die Schweiz im Währungskrieg!

Währungskrieg! Dieses Schlagwort geht derzeit um. Es ist vor allem die scharfe Abwertung des Yens in den letzten Monaten, die dieses Thema wieder ganz oben auf die Tagesordnung brachte.
Im Grunde findet aber seit der Finanzkrise 2008 ein Abwertungswettlauf statt. Alle großen Notenbanken schütten die Märkte mit Liquidität zu und das setzt zwangsläufig die jeweilige Währung unter – durchaus gewünschten – Verkaufsdruck. Auf dem G20-Treffen am 14./15. Februar in Moskau soll wieder einmal darüber gesprochen werden. Tatsächlich wird es auch voraussichtlich beim Reden und bei Absichtserklärungen bleiben. Doch das ist immer noch besser, als das Thema zu ignorieren.

Alle wollen ihre Währung abwerten

Erst einmal versuchen aber alle nach Kräften, weiter an der Schraube zu drehen. In der Eurozone entdecken immer mehr Politiker den wiedererstarkten Euro als Thema, denn er droht die Rezession in den Problemregionen zu verschlimmern. Japans neuer Premierminister Abe hat die Abwertung des Yens ohnehin ganz oben auf seiner persönlichen T-Do-Liste stehen. Und der Chef der US-Notenbank Ben Bernanke sagte jüngst, dass ein Ende der Anleihekäufe nicht gleichzeitig auch eine Verschärfung der Geldpolitik bedeuten würde. Auch ihn treibt möglicherweise die Furcht vor einer drohenden Dollaraufwertung um. Da wollen auch die Schweizer Notenbanker nicht hintanstehen. Dieser Tage ließ sich Zentralbankratsmitglied Fritz Zurbruegg von einem Journalisten zitieren, dass der Franken trotz der Abwertung der letzten Monate – EUR/CHF ist von 1,20 auf 1,23 gestiegen – immer noch überbewertet sei.

Fazit

EUR/CHF besitzt nach der Konsolidierung der letzten beiden Wochen wieder Aufwärtspotenzial. Der Wechselkurs kann nach dem erfolgreichen Test der Unterstützung bei 1,2250 CHF wieder die Marke von 1,2500 CHF ins Visier nehmen.

Dr. Detlef Rettinger ist Chef-Redakteur von Deutschlands einzigem reinen Devisen-Börsenbrief mit Musterdepot, dem Devisen-Trader. Der promovierte Volkswirt besitzt langjährige Erfahrung in der Analyse des Devisenmarktes und im Handel mit Derivaten. Weitere Infos: www.devisen-trader.de. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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