DAX6.050-3,4%  Dow12.119-2,2%  Euro1,24320,6% 
ESt502.069-2,4%  Nas2.748-2,8%  Öl98,82-2,8% 
TDax730,9-2,7%  Nikkei8.440-1,2%  Gold1.6264,2% 

10.01.2011 09:47

Senden
KOLUMNE
DEVISEN-TRADER-KOLUMNE

Stoppt Brasilien die Aufwertung des Reals?


Die brasilianische Regierung will auch im neuen Jahr ...

... ihren Kampf gegen die massiven Kapitalzuflüsse und die Aufwertung des Reals fortsetzen. Finanzminister Guido Mantega warnte Anfang Januar Investoren davor, auf einen weiteren Kursanstieg des Reals zu setzen. Da Mantega keine konkreten Schritte verkündete, verpuffte der Warnschuss allerdings wirkungslos – im Gegenteil, der Real wertete sogar weiter auf. Doch der Regierung ist es Ernst, das zeigten schon die im letzten Jahr ergriffenen Maßnahmen, mit denen ausländischen Anlegern das Leben schwerer gemacht wurde. Zudem ist die brasilianische Währung nach Ansicht mancher Experten unter fundamentalen Gesichtspunkten hoch bewertet. Einige spekulative Investoren könnten daher die Gelegenheit nutzen und die in den letzten Monaten mit Wetten auf den Real erzielten Gewinne mitnehmen.

Warum der Real langfristig interessant beliebt

Der Real eignet sich aufgrund des hohen Zinsniveaus hervorragend als Anlagewährung für so genannte Carry Trades. Der Leitzins wurde vom Rekordtief bei 8,75 Prozent bereits auf 10,75 Prozent erhöht und die Notenbank hat weitere Anhebungen angekündigt, um die mit 5,6 Prozent ihrer Ansicht nach zu hohe Inflationsrate zu bekämpfen. Das wird den Real mittelfristig für Investoren weiterhin attraktiv halten, zumal auch die wirtschaftlichen Aussichten für Brasilien hervorragend sind. Die lange nicht gekannte politische und wirtschaftliche Stabilität ist langfristig vermutlich der größte Pluspunkt. Dazu kommen der beispiellose Ressourcenreichtum und die Stärke der Binnennachfrage. Nicht zuletzt werden für die Großereignisse Fußball-WM 2014 und Olympische Spiele 2016 zusätzlich viele Milliarden in die Modernisierung des Landes gesteckt.

Fazit

Kurzfristig könnten aber Gewinnmitnahmen den Real unter Druck setzen, vor allem wenn es auch bei den Rohstoffpreisen eine Korrektur geben sollte. Langfristig orientierte Anleger könnten dies aber zum Einstieg nutzen.

Dr. Detlef Rettinger ist Chef-Redakteur von Deutschlands einzigem reinen Devisen-Börsenbrief mit Musterdepot, dem Devisen-Trader. Der promovierte Volkswirt besitzt langjährige Erfahrung in der Analyse des Devisenmarktes und im Handel mit Derivaten. Weitere Infos: www.devisen-trader.de. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
 Kommentar hinzufügen 

ANZEIGE

Devisen in diesem Artikel

NameKurs+/-%
EUR/BRL2,530,0328
1,31 %
USD/BRL2,040,0182
0,90 %
NameKurs+/-%
Dollarkurs1,24300,0070
0,5663
Japanischer Yen96,96000,0800
0,0826
Britische Pfund0,80900,0065
0,8100
Schweizer Franken1,2007-0,0004
-0,0333
Hong Kong-Dollar9,64580,0510
0,5315
weitere Devisen im Währungsrechner

ANZEIGE

Was halten Sie von nutzergenerierten Chartanalysen auf finanzen.net?
Ich würde liebend gerne mein Wissen über Chartanalyse dem Publikum von finanzen.net zur Verfügung stellen.
Ich kenne mich bei Chartanalyse nicht so gut aus, halte nutzergenerierte Chartanalysen aber für einen echten Mehrwert.
Ich halte nichts von den Methoden der Chartanalyse und habe deshalb auch kein Interesse an nutzergenerierten Analysen.
 Abstimmen