19.02.2013 13:34
Bewerten
(3)

Doch kein Währungskrieg?

Hebelzertifikate-Trader: Doch kein Währungskrieg? | Nachricht | finanzen.net
Hebelzertifikate-Trader
Stephan Feuerstein
Die Politik zeigte sich auf dem G20-Gipfel vom Wochenende harmonisch. „Es gibt keinen Währungskrieg“...
..., verkündete Angel Gurria, Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gegen Ende der Pressekonferenz lautstark. Man sollte keine Kriege von gestern führen, sondern sich auf die Zukunft konzentrieren. Und so fiel auch eine Rüge zur japanischen Vorgehensweise aus. Schließlich ist allen klar, dass es bei einem Abwertungswettlauf der Währungen am Ende nur Verlierer geben kann.

Abseits ausgetretener Pfade der Geldpolitik...

Auslöser für die beim G20-Gipfel nicht gestellte Frage war, ob aufgrund des Verhaltens Japans ein Währungskrieg droht. So ist der Druck des japanischen Premiers Shinzo Abe auf die japanische Notenbank erheblich, was nicht zuletzt am vorgezogenen Rücktritt des obersten Währungshüters Nassaki Shirakawa erkennbar wird. Regierungschef Abe will mit einem niedrigen Yen die Exportwirtschaft ankurbeln und geht dabei mit seinem Einfluss auf die Notenbank für den einen oder anderen Ökonomen fragwürdige Wege.

Des einen Freud des anderen Leid?

Die Vorgehensweise in Japan lockt natürlich auch den einen oder anderen Akteur an bzw. fordert eine Strategie geradezu heraus. Man darf also nicht verwundert sein, dass die meisten Hedgefonds mittlerweile contra Yen positioniert sind und im Zuge der Talfahrt der Währung in den vergangenen Wochen üppige Gewinne eingefahren haben. So soll der bekannte Hedgefonds-Manager George Soros, welcher ohnehin seine Berühmtheit durch den einen oder anderen Währungstrade erlangt hat, die Gunst der Stunde frühzeitig erkannt haben und mit der Abwertung des japanischen Yen mittlerweile rund eine Mrd. US-Dollar verdient haben.

Ist das „Eisen noch heiß“?

Das Geschehen um den G20-Gipfel hat jedenfalls noch nicht zu diplomatischem Druck auf Japans Regierung geführt. Und auch charttechnisch ist das Währungspaar aufgrund der aktuellen Konsolidierung immer noch interessant. Wenngleich natürlich nach der Rally der letzten Wochen durchaus Rückschlagsgefahr vorhanden ist, heißt ein steiler Anstieg noch nicht zwingend, dass eine Korrektur unmittelbar bevorsteht. Rein charttechnisch hätte der Kurs in den kommenden Wochen durchaus noch Potenzial bis in die Region um etwa 139 JPY (aktueller Stand: ca. 125,5 JPY). Das Eisen ist momentan also noch nicht verglüht!

Stephan Feuerstein ist Chefredakteur des Börsenbriefes Hebelzertifikate-Trader. Bereits seit Anfang der 90er Jahre beschäftigt er sich mit dem Thema Börse, speziell der Technischen Analyse. Infos: www.hebelzertifikate-trader.de Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,1753-0,0011
-0,10
Japanischer Yen128,8625-0,0475
-0,04
Pfundkurs0,9170-0,0003
-0,04
Schweizer Franken1,13910,0003
0,03
Russischer Rubel69,3598-0,0649
-0,09
Bitcoin3471,3789-12,6296
-0,36
Chinesischer Yuan7,83070,0037
0,05

Heute im Fokus

DAX schließt mit kräftigen Zugewinnen -- Dow im Plus -- ZEW-Konjunkturerwartungen fallen -- Bitcoin-Zertifikat lässt spekulative Anleger voll auf ihre Kosten kommen -- BMW, UniCredit, BHP im Fokus

Euro gibt Vortagesgewinne ab. Angeblich vier neue Audi-Vorstände im Gespräch. Tesco-Aktie mit kräftigem Plus nach starkem Wachstum. Kenneth Rogoff sieht den Crash kommen - das ist seine Lösung. Brüssel vertieft Prüfung der Monsanto-Übernahme durch Bayer. Grand City womöglich vor Aufnahme in MDAX. Great Wall: Kein Kontakt zu Fiat wegen Übernahme.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Aktien mit Sicherheit und Potenzial

Für die neue Ausgabe des Anlegermagazins haben unsere Redakteure Aktien identifiziert, die aus ihrer Sicht Sicherheit und Potenzial bieten. Einen besonderen Blick werfen sie dabei auf die Chemie- und Versicherungsbranche. Erfahren Sie im aktuellen Magazin, wie Sie "Richtig investieren" und lesen Sie, welche Aktien bei überschaubarem Risiko einiges an Potenzial bieten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Top-Rankings

KW 33: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 33: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Nicht nur schön und talentiert
Diese Frauen haben in Hollywood am meisten verdient

Umfrage

Donald Trump steht zunehmend in der Kritik. Was glauben Sie, wie lange wird er US-Präsident sein?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net!

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren und Depot eröffnen


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt verknüpfen

Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Apple Inc.865985
CommerzbankCBK100
TeslaA1CX3T
E.ON SEENAG99
BASFBASF11
BMW AG519000
Amazon906866
Allianz840400
EVOTEC AG566480
Nordex AGA0D655
Lufthansa AG823212
Siemens AG723610