15.02.2013 16:05
Bewerten
(8)

Steuerkeule aus Brüssel

Euro fondsxpress: Steuerkeule aus Brüssel | Nachricht | finanzen.net
Euro fondsxpress
DRUCKEN
Wenn die Eurokraten in Brüssel Dinge aushecken, kommt meist nichts Gutes dabei raus. Gestern präsentierten sie wieder einmal Beunruhigendes für Anleger. Die Finanztransaktionsteuer nimmt nun konkrete Züge an. 2014 soll sie eingeführt werden.
Die Mindeststeuersätze auf Aktien- und Anleihehandel sollen 0,1 Prozent und für Derivate 0,01 Prozent betragen. Die Steuer soll jährliche Einnahmen von insgesamt 30 bis 35 Milliarden Euro bringen. Deutschland, Frankreich, Belgien, Österreich, Spanien, Portugal, Italien, Griechenland, Slowenien, die Slowakei und Estland wollen die Steuer einführen. Kompliziert wird die Sachen bei der Erhebung der Steuer. Sie soll nach dem Ansässigkeitsprinzip erhoben werden. Heißt: Die Steuer muss gezahlt werden, wenn eine der an der Transaktion beteiligte Partei in einem der elf Mitgliedstaaten ihren Sitz hat. Egal wo die Transaktion abgewickelt wird.

Man kommt kaum an der Steuer vorbei

Damit die Banken die Steuer nicht umgehen können, soll zudem das Ausgabeprinzip gelten. Stammt die Aktie oder Anleihe aus einem der elf teilnehmenden Staaten, wird die Steuer fällig — selbst wenn das Papier in London oder Tokio gehandelt würde. Damit dürfte die Attraktivität der kerneuropäischen Märkte massiv zurückgehen. Wer handelt dann noch kurz laufende Anleihen? Selbst fünfjährige Bunds notieren bei 0,6 Prozent. Mit Transaktion­steuer sinkt die Rendite gegen null. Ergo würde wohl keine Pensionskasse kaufen. Also müssten im Gegenzug die Renditen steigen, und unterm Strich würde von 35 Milliarden Mehreinnahmen nichts mehr übrig bleiben. Sinnvoller wäre es, Zwangsabgaben für Banken einzuführen.

Ein ruhiges Wochenende wünscht Ihnen Jörn Kränicke, Chefredakteur

Zum Download von Euro fondsxpress klicken Sie bitte HIER



Sie können den fondsxpress, der immer freitags per E-Mail zugestellt wird, auch kostenlos abonnieren unter: www.fondsxpress.de

Fondsfinder

Suchen

Heute im Fokus

DAX schließt im Plus -- Berlin favorisiert angeblich Fusion von Commerzbank und BNP Paribas -- Apple räumt Probleme mit neuer Watch ein -- MorphoSys, Air Berlin im Fokus

METRO-Aktie steigt: Konzern dementiert Bericht über angeblich geplantes Delisting. Deutsche Bank- & Commerzbank-Aktien legen zu. S&P stuft Kreditwürdigkeit Chinas ab. AMD-Aktien steigen kräftig: Angebliche Kooperation mit Tesla.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

The rise of Tiger and Dragon: Die besten Aktien aus China!

China ist das Bevölkerungsreichste Land der Erde. Mit einem zuletzt gemeldeten Wirtschaftswachstum von fast 7 % im 1. Halbjahr 2017 ist das Land auf bestem Wege, das eigene Wachstumsziel zu übertreffen. Erfahren Sie im neuen Anlegermagazin, bei welchen chinesischen Aktien vielversprechende Zukunftsaussichten bestehen und warum.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Umfrage

Der Dieselskandal hat die Reputation der deutschen Wirtschaft beschädigt. Unterstützen Sie deshalb die Forderung der Anti-Korruptions-Organisation nach einem Unternehmensstrafrecht?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
BYD Co. Ltd.A0M4W9
CommerzbankCBK100
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Apple Inc.865985
Bitcoin Group SEA1TNV9
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
SolarWorldA1YCMM
E.ON SEENAG99
Deutsche Telekom AG555750
GeelyA0CACX
BASFBASF11
TeslaA1CX3T
AMD (Advanced Micro Devices) Inc.863186
Allianz840400