07.10.2011 16:05
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Neue FondsNoten im Oktober 2011

FondsNote
Bei 276 Fonds gab es im Oktober Veränderungen bei der FondsNote. Wir analysieren die wichtigsten Änderungen. Schwerpunkt diesmal: Nebenwerte.
Sind ETFs die besseren Fonds? Zumindest sind sie kostengünstiger als herkömmliche Fonds. Und auf längere Sicht schlägt sich dies in einer höheren Rendite nieder.

Oft genug sind aktiv gemanagte Fonds jedoch überlegen. Das zeigt sich bei deutschen Aktien. So wurde der ishares DAX ETF im Oktober 2011 auf FondsNote 4 runter gestuft. Das steht für eine unterdurchschnittliche Leistung in den vergangenen vier Jahren. Deutsche Aktienprodukte wie der Kapitalfonds L.K. Deutschland oder der Pioneer German Equity waren in dieser Zeit erfolgreicher. Sie bewertet €uro fondsxpress deshalb mit FondsNote 1.

Doch Anleger sollten nicht allein auf die FondsNote schauen. Ein Blick in die jeweiligen Portfolios ist ebenfalls hilfreich. Harald Berres und Karl Huber, die Manager der beiden Note-1-Fonds, investieren zum Beispiel in deutsche Nebenwerte. Davon haben sie zuletzt profitiert. Ein DAX-ETF hält dagegen nur die 30 größten deutschen Aktien. Dieser Ansatz ist nicht per se unterlegen, aber unflexibler.

Auf Anhieb FondsNote 2. Auch in den Schwellenländern können Nebenwerte punkten. Das zeigt der JPM Emerging Markets Small Cap, der im Oktober 2011 auf Anhieb mit FondsNote 2 ausgezeichnet wurde. Dort investiert Fondsmanager Greg Mattiko nicht in Schwellenländer-Blue-Chips wie Gazprom, Petrobras oder Samsung, sondern in unbekanntere Firmen wie O Media Holdings, Simplo Technology oder United Spirits. Auch der Comgest Growth GEM Promising von Vincent Strauss sowie der Templeton Emerging Market Small Cap von Mark Mobius verfolgen eine ähnliche Strategie und werden bereits seit längerem mit FondsNote 2 bewertet. Dabei agieren der JPM- und Templeton-Fonds jedoch vergleichsweise offensiv und haben seit Jahresbeginn stärker eingebüßt als das defensivere Comgest-Produkt.

Asset Allocation. Den passenden Fonds auszuwählen ist wichtig. Bedeutender ist aber die Asset Allocation, also die Aufteilung des Vermögens auf verschiedene Aktien- oder Anleihefonds. Wer hier Fehler macht, kann viel Geld verlieren. Anleger können diese Entscheidung aber auch an einzelne Fondsmanager delegieren. Zum Beispiel an Johanna Kyrklund, die den Dachfonds STS Global Diversified Growth von Schroders managt. Dort investiert sie aktienlastig, hält aber ebenso Fonds aus den Bereichen Absolute Return, Anleihen, Gold, Immobilien, Infrastruktur, Private Equity und Rohstoffe. So will sie Renditen wie mit Aktien erzielen, ohne deren Verlustrisiko einzugehen. Das Konzept funktioniert, im Oktober 2011 wurde der Fonds auf Note 1 hochgestuft.

Bildquellen: Laborant / Shutterstock.com
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