aktualisiert: 02.10.2012 17:23
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Fondsmanager Winkelmann: Nordeuropa im Fokus

Interview: Fondsmanager Winkelmann: Nordeuropa im Fokus | Nachricht | finanzen.net
In Norwegen ist Thorsten Winkelmann mit Novo-Nordisk ebenfalls fündig geworden
Interview
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Allianz Wachstum Europa: Fondsmanager Thorsten Winkelmann über seine Definition von Wachstumswerten und seine Vorliebe für skandinavische Aktien.
€uro am Sonntag
von Peter Gewalt, Euro am Sonntag

Der Allianz Wachstum Europa gehört seit Jahren zu den besten Europa-Aktienfonds. €uro am Sonntag sprach mit Fondsmanager Thorsten Winkelmann über seine Investmentstrategie.

€uro am Sonntag: Herr Winkelmann, Europa geht es wirtschaftlich schlechter. Sind da Wachstumswerte das richtige Investitionsziel?
Thorsten Winkelmann:
Wir investieren nicht im herkömmlichen Sinn in Growth-Aktien. Es steht daher bei der Titelauswahl nicht das kurzfristige Gewinnwachstum eines Unternehmens im Mittelpunkt. Ich konzentriere mich auf die Wachstumsmöglichkeiten eines Unternehmens über einen Zyklus von rund vier Jahren. Diese Firmen können sich meist selbst in schwierigeren Zeiten gut entwickeln.

Welche Faktoren berücksichtigen Sie bei Ihrer Analyse?
Neben der kontinuierlichen Entwicklung der Gewinne und des Cashflows, also der Mittelzuflüsse, analysieren wir das Wachstumsmodell der Firmen. Hier spielen langfristige Markttrends, die Technologieführerschaft und das Geschäftsmodell des Unternehmens eine große Rolle. Gleichzeitig sollten die Wachstumsmöglichkeiten vom breiten Markt noch nicht entdeckt, die Aktie noch günstig bewertet sein.

Wie reagieren solche Aktien, wenn der Markt wie in den vergangenen Monaten stark nach oben tendiert?
Unsere Titel legen natürlich auch zu, gehören aber nicht zu den Top­werten. Wenn der breite Markt nach oben schießt, gewinnen auf kurze Sicht in der Regel qualitativ schlechtere Werte überproportional.

Wie viele Unternehmen gibt es in Europa, die Ihre Kriterien erfüllen?
Wir haben europaweit rund 150 Aktien im Visier, die interessant erscheinen, aber nicht alle ins Port­folio aufgenommen wurden.

Setzen Sie auf kleinere oder eher auf größere Werte?
Bei uns machen Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von über drei Milliarden Euro 90 Prozent des Portfolios aus. Richtige Schwergewichte wie den Ölkonzern Shell finden Sie bei uns aber kaum.

Deutsche Werte machen gerade einmal elf Prozent in Ihrem Fonds aus. Das erscheint verwunderlich angesichts der allgemeinen Euphorie um made in Germany.
Ich bin Stock-Picker. Daher steht das Unternehmen und nicht die Ländergewichtung bei der Auswahl im Mittelpunkt. Mit SAP ist ein deutsches Unternehmen im Portfolio aktuell am stärksten gewichtet. Auch Linde ist gut vertreten. Insgesamt zeigt sich aber, dass in Nordeuropa mehr Unternehmen zu finden sind, die in unser Konzept passen. Vor allem in Skandinavien gibt es viele aussichtsreiche Titel wie Novo Nordisk, den Weltmarktführer für Insulinprodukte.

Worauf führen Sie das zurück ?
Die Unternehmen in Schweden, Finnland und Dänemark, denen ihre Heimatmärkte zu klein geworden waren, haben sich schon vor Jahrzehnten für den Weltmarkt fit gemacht. Das zahlt sich heute aus.

Wie stehen Sie zu Unternehmen aus den europäischen Problemstaaten?
Aktuell erfüllen recht wenige Unternehmen aus den südeuropäischen Ländern unsere Qualitäts- und Wachstumskriterien. Allerdings ist etwa der spanische Modekonzern Inditex seit Jahren sehr stark im Fonds vertreten.

Fonds im Fokus
Allianz Wachstum Europa

Ein Blick in die Statistik verrät, wie gut der Allianz RCM Wachstum Europa wirklich ist. Während die überwiegende Mehrheit der Europa-Portfolios auf Sicht von fünf Jahren ein Minus eingefahren hat, legte der von Thorsten Winkelmann gemanagte Fonds mit der €uro-FondsNote 1 um über 25 Prozent zu. Dabei hat der Fonds sowohl in den Krisenjahren 2008 und 2009 als auch in diesem Jahr überzeugt. Hier zahlt sich aus, dass Stock-Picker Winkelmann nicht auf volatile Wachstumswerte setzt, ­sondern auf Unternehmen mit einem langfristig angelegten Gewinn- und Umsatzwachstum Wert legt. Und davon findet er im krisengeplagten Europa immer noch genug.
Fazit: So macht Investieren in Europa Spaß.

Bildquellen: Stefan Krutsch Photographie
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