06.02.2017 16:26
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Neuer Robo-Advisor gestartet

Mit truevest ist ein ist eine neue IT-gestützte Vermögensverwaltung in den Markt gestartet. Laut Betreiber ist das Angebot ein Robo-Advisor der „Generation 2.0“. Dabei setzt die Online-Vermögensverwaltung eher auf erprobte Konzepte, gemanagte Fonds und ETFs.

Robo-Advisor sind en vogue. Mit Scalable Capital, Quirion, Vaamo oder etwa Liqid sind in den vergangenen zwei Jahren einige IT-gestützte Vermögensverwalter an den Start gegangen, um den Markt im Bereich Finanzdienstleitung zu revolutionieren. Tatsächlich geht der Trend in Richtung Selbstberatung. Insbesondere jüngere Anleger sind offen gegenüber neuen Anbietern außerhalb der klassischen Bankenwelt, wie aktuelle Studie der Managementberatung Cofinpro zeigt. Die Kunden nutzen die sogenannten Robo-Advisor, um ihr Geld in Eigenregie anzulegen. In der Regel handelt es sich bei den verwendeten Tools um internetgestützte Angebote im Selbstentscheider-Segment, dem sogenannten Execution-Only-Markt.

Das Prinzip: Der Nutzer kann mithilfe einer einfach strukturierten Website seine Anlageziele und Risikoneigung ermitteln. Darauf basierend wird ihm individuell die zu seinen Vorgaben am besten passende standardisierte Anlagestrategie vorgeschlagen. In diese Strategien kann er dann direkt – ohne Einbindung eines Beraters –  und ohne großen Aufwand sofort online investieren.

Deutschland hinkt der Entwicklung in den USA hinterher

Die Newcomer in der Vermögensverwaltung verzeichnen weltweit starke Wachstumsraten: Das von Robo-Advisorn verwaltete Vermögen stieg laut der Unternehmensberatung Oliver Wyman von 13 Milliarden US-Dollar im Jahr 2014 auf 60 Milliarden US-Dollar im Jahr 2016. Daran gemessen, ist Deutschland noch ein Entwicklungsland. Scalable Capital, der bisher größte deutsche Anbieter, verwaltet nach eigenen Angaben etwa 100 Millionen Euro an Vermögen.

So lässt sich feststellen: Das Interesse an den neuen Tools ist zwar groß, doch viele deutsche Anleger haben noch Berührungsängste. „Die meisten Robo-Advisor werden bisher ohne belastbare Anlagehistorie betrieben“, analysiert Dirk Fischer, Geschäftsführer der Patriarch Multi-Manager GmbH, die nun selbst mit einem neuen Robo-Advisor namens truevest an den Start geht.

„Die angebotenen Finanzprodukte haben noch keinen längerfristigen Track-Record und Anleger somit keine Anhaltspunkte, ob sich die Strategien auch in schwierigen Marktphasen bewähren.“ Fischer will mit seiner Frankfurter Patriarch Multi-Manager GmbH diesem Kritikpunkt mit Erfahrung entgegentreten. Seine Ansage: Mithilfe des neuen Online-Tools truevest könnten Selbstentscheider von Patriarchs 13-jähriger Erfahrung in der Vermögensverwaltung profitieren. Denn anders als bei den Wettbewerbern bekämen truevest- Nutzer keine Neukonzeptionen angeboten. Stattdessen haben sie Zugriff auf vier bewährte Anlagestrategien des Hauses Patriarch.

Alle angebotenen Strategien basieren Fischer zufolge auf der erfolgreichen Trend-200-Methode: Dabei wird das Investitionstiming aufgrund der Signale der 200-Tage-Linie der jeweiligen Strategiebenchmark getroffen, einem jahrzehntelang bewährten technischen Indikator der globalen Börsen. „Die Qualität der von truevest angebotenen Produkte und der Konzepte, die über den bisherigen Vertriebsweg vermittelt werden, ist dabei absolut identisch. Für preisbewusste Kunden ist die Abwicklung über den Robo-Advisor jedoch günstiger, da die Kosten für die Beratungsleistung entfallen“, so Fischer.

Bewährte Konzepte, verkauft mit neuer Technologie

Das Online-Angebot ist nach knapp einjähriger Entwicklungsarbeit nun neu auf dem Markt. Doch die vier Strategien verwalten nach Angaben Fischers bereits ein Volumen von über 90 Millionen Euro. Verantwortlich für das Fondsmanagement sind renommierte, aktive Vermögensverwalter wie die DJE Kapital AG (Zielfondsstrategien) und die StarCapital AG (ETF-Strategien).

„Verbrauchern, die ihre Geldanlage zwar selbst in die Hand nehmen, dabei aber nicht auf die Expertise eines etablierten Unternehmens verzichten wollen, bieten wir mit truevest einen neuen, unkomplizierten und kostengünstigen Zugang in die Welt der qualitativ hochwertigen Fondsvermögensverwaltung“, sagt Dirk Fischer.

Die Zahl der deutschen Robo-Advisor ist damit wieder um einen Anbieter reicher. Von einer Revolution oder gar einer neuen „Robo-Advisor Generation 2.0“ kann aber wohl eher nicht die Rede sein.

(MvA)

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