19.07.2012 05:59
Bewerten
 (0)

Zinssätze von Dispokrediten laut Gutachten zu hoch

12,4 Prozent Zinsen: Zinssätze von Dispokrediten laut Gutachten zu hoch | Nachricht | finanzen.net
12,4 Prozent Zinsen

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) präsentiert heute eine Studie zur Höhe der Dispokredit-Zinsen deutscher Banken.

Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" kommt der 254-seitige Bericht zu dem Ergebnis, dass die Zinsen deutlich zu hoch sind.

    Die Experten des Zentrums für europäische Wirtschaftsforschung und des Instituts für Finanzdienstleistungen schreiben in ihrem gemeinsamen Gutachten, dass "die Erträge aus dem Dispokreditgeschäft die Kosten, die dem Kreditinstitut für dieses einzelne Produkt entstehen, deutlich übersteigen". Das Extra-Geld werde "zur Quersubventionierung anderer Leistungen oder zur Gewinnsteigerung verwendet".

    Laut einer Erhebung der Stiftung Warentest verlangen die deutschen Banken durchschnittlich 12,4 Prozent Zins für Dispokredite. Spitzenreiter bei der letzten Erhebung der Stiftung im Herbst 2011 war eine Bank mit 18,25 Prozent. Die Experten kommen in ihrem Gutachten jetzt zu dem Ergebnis, dass die Banken auch mit einem Zinssatz von höchstens zehn Prozent profitabel arbeiten könnten.

    Die beiden Institute widerlegen laut "SZ" auch die Argumente der Banken. Diese rechtfertigen ihre Zinsen gerne mit hohen Kosten für die Abwicklung der zumeist kleinen Kredite - und mit dem vermeintlich großen Ausfallrisiko. Die Studie zeigt, dass beides nicht stimmt.

    So belegen die Forscher, dass die Ausfallquote der Dispokredite mit durchschnittlich 0,3 Prozent außerordentlich niedrig ist, bei normalen Konsumentenkrediten liegt sie bei 2,5 Prozent. Außerdem habe sich der Bearbeitungs- und Verwaltungsaufwand für die Kredite in den vergangenen Jahren nicht erhöht, schreiben die Experten.

    Laut Studie summieren sich die Dispokredite der Deutschen aktuell auf mehr als 40 Milliarden Euro, das sind 500 Euro pro Bürger.

BERLIN (dpa-AFX)

Bildquellen: iStock/assalve
  • Tagesgeld
  • Festgeld
  • Depot
  • Giro
  • Autokredit
  • Privatkredit

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Heute im Fokus

DAX schließt um Nulllinie -- Draghi verteidigt lockere Geldpolitik -- EZB-Leitzins bleibt unverändert -- Netflix Umsatzsprung erfreut Anleger -- VW, Fresenius im Fokus

Spannung vor dem Eid: Trump übernimmt die Macht in Washington. Goldman Sachs, UBS & Co. bringen wegen Brexit wohl Tausende Jobs nach Frankfurt. Experte der Bank of America: Jeder Forex-Trader braucht jetzt einen Twitter-Account. Haustürgeschäfte, falsche Rechnungen, Kundenhotlines: Diese Rechte haben Verbraucher.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Technologieaktien: Drei Möglichkeiten, um vom Trend "Digitale Fabrik" zu profitieren!
Die vierte industrielle Revolution ist im vollen Gange und verändert, vom Großteil der Gesellschaft völlig unbemerkt, bereits die Produktionsabläufe in den großen, industriellen Hallen. Wir zeigen Ihnen in der aktuellen Ausgabe des Anlegermagazins drei Möglichkeiten, wie Sie in den kommenden Monaten und Jahren von dem Zukunftstrend "Digitale Fabrik" profitieren können.
Anlegermagazin kostenlos erhalten
Diese 10 Automobil Neuheiten gibt es bei der Detroit Auto Show 2017
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Diese 10 Aktien kann sich nicht jeder Investor leisten
Jetzt durchklicken

Umfrage

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat die Nato als obsolet bezeichnet. Halten Sie das Militärbündnis ebenfalls für überflüssig?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG 514000
Daimler AG 710000
Volkswagen AG Vz. (VW AG) 766403
BASF BASF11
Commerzbank CBK100
Bayer BAY001
E.ON SE ENAG99
Apple Inc. 865985
Nordex AG A0D655
Netflix Inc. 552484
Allianz 840400
Deutsche Telekom AG 555750
K+S AG KSAG88
Siemens AG 723610
BMW AG 519000