26.10.2012 15:09
Bewerten
 (0)

Der Mitmach-Kunde

DDV-Kolumne

Lars Brandau
Der Mensch mag ein vernunftbegabtes Wesen sein. In der Finanzanlage erweisen sich viele hingegen nach wie vor allzu oft als emotional statt rational.
Zugegeben: Egal ob Wirtschaftsforscher oder Privatanleger, sich Informationen zu beschaffen, zu selektieren und zu bewerten, ist mit Blick auf die Finanzmärkte nicht immer ganz leicht. Dennoch gehört es zu den zentralen Aufgabe jedes Einzelnen – und es ist eben oft harte Arbeit. Auch wenn es für den ein oder anderen unterhaltsamer sein mag, Zusatzfeatures des neuen Smartphones zu entdecken oder die Sonderausstattung des neuen Kleinwagens zu bestimmen, ist die Beschäftigung mit Funktionsweisen, Chancen und Risiken von Finanzprodukten sicher sinnvoller investierte Zeit.

Doch welchen Informationen trauen Kleinanleger in Deutschland am ehesten, bevor sie ein Finanzprodukt erwerben? Das wollte der Deutsche Derivate Verband bei seiner Trend-Umfrage im Oktober erfahren.

Das Resultat kann sich sehen lassen. Denn private Anleger haben in den zurückliegenden Jahren enorm dazugelernt. Sie nutzen in der Regel am meisten die stets aktuellen Informationsmöglichkeiten des Internets. Mehr als 2100 Personen nahmen an der Umfrage auf sechs großen Online-Finanzportalen teil. Dabei handelt es sich in der Regel um gut informierte Anleger, die als Selbstentscheider ohne Berater investieren.

Beim Kauf eines Finanzprodukts beziehen 52 Prozent der Befragten die entscheidenden Anlageinformationen von unabhängigen Finanzportalen. Auf Informationen aus Zeitungen und Zeitschriften vertrauen 16 Prozent der Teilnehmer. Für 12 Prozent ist der jeweilige Bank- oder Anlageberater die erste Wahl, während ebenso viele Anleger sich direkt auf den Internetseiten der Emittenten informieren. 9 Prozent der Befragten ziehen Newsletter als Hauptinformationsquelle heran.

Die Ergebnisse lassen den Rückschluss zu, dass private Anleger bei Finanzprodukten zu Recht ein hohes Maß an Transparenz erwarten und auch bekommen. Diesem Kunden-bedürfnis werden vor allem Emittenten und Finanzportale gerecht, die ihr Informationsangebot in den zurückliegenden Jahren zum Nutzen der Anleger intensiv ausgebaut haben.

So kann sich jeder Anleger heute auf vielfältige Art über Zertifikate informieren. Nicht nur bei Online-Portalen, sondern auch bei den Emittenten und nicht zuletzt unter www.derivateverband.de.

Der DDV ist die Branchenvertretung der führenden Emittenten derivativer Wertpapiere. Er fördert den Derivatemarkt und somit die Akzeptanz von Zertifikaten, Aktienanleihen und Optionsscheinen. Zu den Zielen zählen Anlegerschutz, Verbesserung der Verständlichkeit und Transparenz. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Heute im Fokus

DAX schließt nach ifo-Daten im Plus -- Verizon macht Yahoo-Deal perfekt -- VW-Konzern wohl trotz Diesel-Krise Halbjahres-Absatzkönig -- Sartorius, Daimler, Tesla im Fokus

Neue Spekulationen über Marktstart des Apple Car. US-Telekom-Rivale Sprint weiter tief in den roten Zahlen. Allianz will sich bei Pimco stärker einmischen. Nintendo-Aktie stürzt ab - Ernüchterung über "Pokémon Go". ifo-Geschäftsklima trübt sich nach Brexit-Votum nur leicht ein. Philips schlägt sich erneut besser als gedacht.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Bayer: Monsanto-Deal würde ein neues Burg­graben-Unter­nehmen ergeben!
Mit der Übernahme des US-Saatgutspezialisten Monsanto will Bayer im Agrarchemie-Geschäft den großen Wurf landen und zur weltweiten Nummer Eins aufsteigen. Der strategisch sinnvolle Megadeal ist allerdings mit großen Unsicherheiten behaftet. Lesen Sie in der neuen Ausgabe des Anleger­magazins, warum der Life-Science-Konzern dennoch einen näheren Blick wert ist.
Welche deutsche Stadt hat die meiste Kohle?
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Die wertvollsten Marken 2016

Umfrage

Die Bundesregierung sieht keine Auswirkungen des Putschversuchs in der Türkei auf das Flüchtlingsabkommen mit der EU. Sehen Sie das auch so?