24.03.2013 03:00
Bewerten
 (3)

Forward-Darlehen: Glücklich bauen

Immobilien finanzieren: Forward-Darlehen: Glücklich bauen | Nachricht | finanzen.net
Forward-Darlehen: Glücklich bauen
Immobilien finanzieren

Baufinanzierung: Mit Forward-Darlehen lassen sich die niedrigen Zinsen von heute für morgen sichern. €uro am Sonntag zeigt die günstigsten Anbieter.

€uro am Sonntag

von Markus Hinterberger, Euro am Sonntag

Wer hätte gedacht, dass die Zinsen so tief ­sinken“, sagt Sebastian Grünewald. Der 39-Jährige hat 2005 eine Wohnung in der Nähe von Frankfurt gekauft. Damals waren er und seine Frau sich sicher, für ihr zehnjähriges Darlehen mit 4,1 Prozent einen günstigen Effektivzins erwischt zu haben. Doch dann kam die Finanzkrise und die Zinsen auf Baugeld sanken.

Heute könnten die Grünewalds denselben Kredit bereits für 2,31 Prozent haben. Da ihre Zinsbindung in zwei Jahren ausläuft, überlegt Sebastian Grünewald, wie er sich die Zinsen von heute für 2015 sichern kann. Aussteigen kommt nicht infrage: Wenn er seinen Kredit jetzt kündigen würde, müsste er seiner Bank wahrscheinlich mehrere Tausend Euro Vorfälligkeitsentschädigung zahlen. Also versucht er es mit einem Forward-Darlehen. Damit sichert sich Grünewald gegen einen Aufschlag von aktuell 0,35 Prozentpunkten ein weiteres zehnjähriges Darlehen. Der Kredit läuft ab Mitte 2015 und kostet unterm Strich 2,75 Prozent Zinsen. „Ohne den Aufschlag hätte ich zwar nur einen Sollzins von 2,4 Prozent, aber wer weiß, wie hoch die Zinsen in zwei Jahren sind“, sagt Sebastian Grünewald.

Paradoxe Situation
Max Herbst weiß zwar auch nicht, was Baugeld in zwei Jahren kostet, doch der Inhaber der FMH-Finanzberatung kennt den Markt und solche Bedenken, wie Sebastian Grünewald sie hat: „Es klingt zwar paradox, aber Forward-Darlehen lohnen sich vor allem dann, wenn die Aufschläge steigen“, erklärt Herbst. „Denn in den Aufschlägen haben die Anbieter, also Banken und Versicherer, künftige Zinssteigerungen bereits eingepreist.“ Sind die Aufschläge niedrig oder sinken sie sogar, könne man, so Herbst, mit einem Forward-Darlehen noch warten.

Und haben die Grünewalds alles richtig gemacht? Laut einer Untersuchung von FMH haben sich die Aufschläge für ein Darlehen, das in zwei Jahren fällig wird, seit 2009 im Schnitt zwischen 0,4 und 0,5 Prozentpunkten eingependelt — Ausreißer gibt es immer. Das spricht nicht für steigende Zinsen, doch was in zwei Jahren ist, weiß niemand.

„Wer ein Forward-Darlehen nutzen will, sollte sich vorbereiten“, rät Herbst. Das heißt: sich von Zeit zu Zeit bei mehreren Anbietern informieren, Angebote einholen, aber erst unterschreiben, wenn die Aufschläge steigen. Wer wie das Ehepaar Grünewald sicherheitsbewusst ist, kann jetzt zuschlagen, zahlt aber unter Umständen einen höheren Aufschlag, denn der Zinsvergleich (rechts) zeigt: je länger die Vorlaufzeit, desto höher der Aufschlag.

€uro am Sonntag listet die günstigsten Forward-Darlehen auf. Dabei wurde zwischen Anschlussdarlehen, die innerhalb der kommenden zwölf Monate fällig werden, und echten Forward-Darlehen mit bis zu vier Jahren Vorlauf unterschieden.
Egal ob man eine Anschlussfinanzierung sucht oder erst in ein paar Jahren eine Immobilie kaufen will, ein Forward-Darlehen schafft vor allem eines: Sicherheit.
Die besten Anschlussdarlehen und Forward-Angebote (pdf)

Bildquellen: iStock, travellight / Shutterstock.com

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Heute im Fokus

DAX schließt um Nulllinie -- US-Börsen schwächer -- Draghi verteidigt lockere Geldpolitik -- EZB-Leitzins bleibt unverändert -- Netflix Umsatzsprung erfreut Anleger -- VW, Fresenius im Fokus

Spannung vor dem Eid: Trump übernimmt die Macht in Washington. Goldman Sachs, UBS & Co. bringen wegen Brexit wohl Tausende Jobs nach Frankfurt. Experte der Bank of America: Jeder Forex-Trader braucht jetzt einen Twitter-Account. Haustürgeschäfte, falsche Rechnungen, Kundenhotlines: Diese Rechte haben Verbraucher.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Technologieaktien: Drei Möglichkeiten, um vom Trend "Digitale Fabrik" zu profitieren!
Die vierte industrielle Revolution ist im vollen Gange und verändert, vom Großteil der Gesellschaft völlig unbemerkt, bereits die Produktionsabläufe in den großen, industriellen Hallen. Wir zeigen Ihnen in der aktuellen Ausgabe des Anlegermagazins drei Möglichkeiten, wie Sie in den kommenden Monaten und Jahren von dem Zukunftstrend "Digitale Fabrik" profitieren können.
Anlegermagazin kostenlos erhalten
Diese 10 Automobil Neuheiten gibt es bei der Detroit Auto Show 2017
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Diese 10 Aktien kann sich nicht jeder Investor leisten
Jetzt durchklicken

Umfrage

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat die Nato als obsolet bezeichnet. Halten Sie das Militärbündnis ebenfalls für überflüssig?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Volkswagen AG Vz. (VW AG) 766403
Deutsche Bank AG 514000
Daimler AG 710000
BASF BASF11
Commerzbank CBK100
Bayer BAY001
Nordex AG A0D655
E.ON SE ENAG99
Apple Inc. 865985
Netflix Inc. 552484
Allianz 840400
Deutsche Telekom AG 555750
K+S AG KSAG88
Siemens AG 723610
Tesla A1CX3T