von Georg Pröbstl, €uro am Sonntag
Quimica ist mit 40 Prozent plus in zwölf Monaten einer der schwächeren Werte. Die Aktie von FMC Corp stieg auf Jahressicht um 50 Prozent. Avalon Rare Metals kletterte seit Anfang 2010 um 150 Prozent nach oben. Neben den kräftigen Kursgewinnen haben die drei Firmen noch zwei weitere Dinge gemeinsam: Sie sind im Lithiumgeschäft tätig und notieren im neuen Global-Lithium-Index von Structured Solutions.
Lithium – und damit auch den Firmen, die auf dieses Metall spezialisiert sind – steht ein Megaboom bevor. Denn Lithium ist der wichtige Grundstoff bei der Herstellung von Lithium-Ionen-Akkumulatoren. Diese Akkus werden schon seit Längerem etwa in Notebooks oder Mobiltelefonen verwendet.
Einen Nachfrageschub erleben diese Lithium-Ionen-Batterien nun aber immer mehr durch die Einsatzmöglichkeit in Elektroautos. Denn sie haben gegenüber anderen Technologien den Vorteil, dass sie über eine sehr lange Lebensdauer verfügen und sich schnell wieder aufladen lassen.
Das Elektroauto ist zwar kein Allheilmittel, ein Massenmarkt verspricht es dennoch zu werden. So geht die Bundesregierung davon aus, dass im Jahr 2020 auf Deutschlands Straßen eine Million Fahrzeuge mit dem umweltfreundlichen Antrieb unterwegs sein werden. Nach Schätzungen verschiedener Unternehmensberatungen soll der weltweite Marktanteil von Elektrofahrzeugen dann zwischen zwei und 20 Prozent liegen. Bei derzeit insgesamt rund 65 Millionen produzierten Pkw im Jahr tut sich ein Milliardenmarkt auf – auch für Minen- und Chemieunternehmen, die auf die Förderung und Verarbeitung von Lithium spezialisiert sind.

Hier gehts zum aktuellen Heft
Mit einem Zertifikat der Société Générale (ISIN: DE 000 SG1 3SL 6) auf den Global-Lithium-Index können Anleger mitverdienen. Der Index enthält derzeit die 22 größten und liquidesten börsennotierten Unternehmen, die sich auf Exploration und Abbau des Rohstoffs oder die Herstellung von Lithiumbatterien fokussiert haben. Quimica, FMC Corp und Avalon sind die Schwergewichte in dem Total-Return-Index, der so konzipiert ist, dass die Nettodividenden reinvestiert werden.
Das nicht währungsgesicherte Zertifikat bildet die Entwicklung des Index bei endloser Laufzeit und einer Managementgebühr von 1,5 Prozent im Jahr nahezu eins zu eins ab.
Bildquellen: Ernst Rose/pixelio.de