Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von GSC Research, Klaus Kränzle, empfiehlt die Aktie von EquityStory (ISIN DE0005494165/ WKN 549416) nach wie vor zu kaufen.
Die EquityStory AG sei nach eigenen Angaben Marktführer für Online Investor Relations im deutschsprachigen Raum und betreue über 1.200 börsennotierte Firmen aus dem In- und Ausland mit Dienstleistungen in den Bereichen Meldepflichten, Finanzportale, Audio- und Video-Übertragungen von Investorenveranstaltungen, Online-Finanzberichte sowie ausgelagerte Webseiten.
Das dritte Quartal habe bei EquityStory leichte Abschwächungen des Wachstums gezeigt. Vor allem auf operativer Ebene (EBIT) hätten die Ergebniskennziffern leicht unter den Erwartungen der Analysten gelegen. Auf Neunmonatsebene sei dieser Effekt jedoch noch von dem sehr guten Zahlen des ersten Halbjahrs überdeckt worden.
EquityStory habe im 3. Quartal (Q3) des laufenden Geschäftsjahres trotz der in dieser Periode bereits beginnenden Finanzmarktkrise ein Umsatzplus von 8,0 Prozent auf 2,1 (Vj. 2,0) Mio. Euro verzeichnet. Verglichen mit dem Wachstum auf Halbjahresbasis in Höhe von 12 Prozent zeige sich in Q3 bereits eine abgeschwächte Tendenz.
Der Jahresüberschuss nach Steuern habe sich hingegen um 13,4 Prozent auf 530 (467) TEUR überproportional verbessert. Dazu hätten ein auf plus 17 (-5) TEUR verbessertes Finanzergebnis und eine auf 27 (34) Prozent reduzierte Steuerquote beigetragen.
Auf Neunmonatsbasis habe EquityStory den Umsatz um 11,1 Prozent auf 6,7 (Vj. 6,0) Mio. Euro gesteigert. Das operative Ergebnis habe aufgrund eines proportional gewachsenen Kostenblocks mit 11,6 Prozent im gleichen Umfang zugelegt. Hinter dieser auf den ersten Blick proportionalen Entwicklung der Kostenbasis hätten sich jedoch sehr unterschiedliche Bewegungen verborgen.
Der Jahresüberschuss nach Steuern habe sich um ein Viertel auf 1,6 (1,3) Mio. Euro verbessert, was über dem Zuwachs des operativen Ergebnisses von 11,6 Prozent gelegen habe. Der Grund sei eine auf 28 (37) Prozent gesunkene Steuerquote. Das mit minus 32 (+7) TEUR im Zuge von Bewertungsänderungen auf Wertpapiere ins negative gedrehte Finanzergebnis falle hingegen kaum ins Gewicht. Das Ergebnis je Aktie habe nach neun Monaten 1,36 (1,08) Euro betragen.
EquityStory habe mit der Bekanntgabe der Neunmonatszahlen folgerichtig seine Umsatzprognose auf ein Wachstum in einem Korridor von 10 bis 20 nach zuvor 20 bis 30 Prozent gesenkt. Zwangsläufig sei mit der erneut verwendeten Wortwahl "überproportionaler EBIT-Anstieg" jetzt auch ein niedrigerer Gewinnausweis als zuvor geplant verbunden. Die Analysten würden jedoch aus Vorsichtsgründen mit ihrer Schätzung etwas unter dieser relativen Vorgabe des Unternehmens bleiben.
Man habe deshalb die Schätzungen für 2008 und 2009 auch in der Gesamtheit leicht nach unten gesetzt, bekräftige aber an dieser Stelle die These, dass EquityStory aufgrund seines breit aufgestellten Geschäftsmodells die Finanzkrise vergleichsweise unbeschadet überstehen werde.
Die Analysten von GSC Research sehen die derzeitige Kursschwäche der EquityStory-Aktie somit als übertrieben an und bekräftigen ihre Kaufempfehlung, reduzieren allerdings ihr Kursziel vor dem Hintergrund des Gesamtmarktumfelds von 26,00 auf 20,50 Euro. (Analyse vom 04.12.2008) (04.12.2008/ac/a/nw)
Analyse-Datum: 04.12.2008