07.01.2013 16:52
Bewerten
 (0)

Bank of America berappt Milliarden für Problemkredite

10 Milliarden Dollar: Bank of America berappt Milliarden für Problemkredite | Nachricht | finanzen.net
10 Milliarden Dollar

Fragwürdige Hypothekengeschäfte aus der Vergangenheit verhageln der Bank of America ein weiteres Mal die Bilanz.

Die Bank of America überweist insgesamt mehr als 10 Milliarden Dollar (7,6 Mrd Euro) an den staatlichen Hausfinanzierer Fannie Mae, um Streitfälle aus der Welt zu schaffen. "Diese Vereinbarungen sind ein großer Schritt nach vorne, um unsere Hypothekenthemen aus der Vergangenheit zu lösen", sagte Bankchef Brian Moynihan am Montag. Die Aktie stieg im frühen New Yorker Handel um 1 Prozent.

Fannie Mae kauft Banken deren Hauskredite ab, wodurch die privaten Institute frisches Geld erhalten und neue Kredite vergeben können. Soweit die Theorie. In der Finanzkrise waren jedoch viele Kredite geplatzt, weil die Hauseigentümer ihre Raten nicht mehr zahlen konnten. Fannie Mae und die ebenfalls staatliche Schwesterfirma Freddie Mac erlitten massive Verluste.

Die Bank of America zahlt Fannie Mae nun 3,6 Milliarden Dollar in bar und kauft für weitere 6,75 Milliarden Dollar Eigenheimkredite zurück. Damit übernimmt die Bank das Risiko von Kreditausfällen wieder selbst. Die Summen sind deshalb so hoch, weil die Bank im Jahr 2008 den größten privaten US-Hausfinanzierer Countrywide übernommen hatte. Ihm werfen Geschäftspartner und Staatsanwälte einen besonders schlampigen Umgang mit Hypotheken vor.

Die Zugeständnisse der Bank of America sind weitgehend durch Reserven gedeckt. Das Geldhaus muss im vierten Quartal allerdings weitere rund 2,7 Milliarden Dollar vor Steuern aus den Vergleichen mit Fannie Mae verbuchen. Dadurch und durch weitere Belastungen im Zusammenhang mit Hypothekengeschäften dürfte im letzten Jahresviertel nur noch ein "bescheidener" Gewinn herauskommen, schätzt der Finanzkonzern. Die genauen Zahlen legt die Bank kommende Woche vor.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Bank of America für Countrywide verantworten muss. Der Finanzkoloss ist in zahlreiche Rechtsstreitigkeiten verstrickt, die regelmäßig in milliardenschweren Vergleichen münden. Auch Staatsanwälte haben sich eingeschaltet. Hintergrund ist, dass Countrywide selbst denjenigen Hauskäufern noch Kredit gewährt hatte, die kaum Sicherheiten besaßen und sich deshalb eigentlich keine eigenen vier Wände hätten leisten können. Das rächte sich in der Krise, als reihenweise die Ratenzahlungen ausblieben.

Die Bank of America hatte im Rahmen eines Vergleichs bereits Ende 2010 Fannie Mae und Freddie Mac jeweils 1,3 Milliarden Dollar überwiesen. Die beiden Baufinanzierer gehören zu den größten Opfern der Finanzkrise. Der Staat hatte sie wegen horrender Verluste bei ihren Krediten auffangen müssen. Auch andere Banken waren wegen zwielichtiger Hypothekengeschäfte schon in das Visier der US-Justiz geraten oder streiten sich mit ihren ehemaligen Geschäftspartnern. Die Bank of America leidet jedoch besonders stark./das/DP/fn CHARLOTTE (dpa-AFX)

Bildquellen: Northfoto / Shutterstock.com, SeanPavonePhoto / Shutterstock.com

Nachrichten zu Bank of America Corp.

  • Relevant1
  • Alle1
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Bank of America Corp.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
03.01.2017Bank of America Equal WeightBarclays Capital
01.12.2016Bank of America HoldStandpoint Research
16.11.2016Bank of America NeutralRobert W. Baird & Co. Incorporated
08.11.2016Bank of America HoldDeutsche Bank AG
20.01.2016Bank of America buyJefferies & Company Inc.
20.01.2016Bank of America buyJefferies & Company Inc.
20.01.2016Bank of America buySociété Générale Group S.A. (SG)
25.08.2015Bank of America OutperformRobert W. Baird & Co. Incorporated
20.07.2015Bank of America OutperformRBC Capital Markets
17.07.2015Bank of America BuyArgus Research Company
03.01.2017Bank of America Equal WeightBarclays Capital
01.12.2016Bank of America HoldStandpoint Research
16.11.2016Bank of America NeutralRobert W. Baird & Co. Incorporated
08.11.2016Bank of America HoldDeutsche Bank AG
27.02.2015Bank of America NeutralUBS AG
21.12.2012Bank of America verkaufenJMP Securities LLC
23.01.2012Bank of America verkaufenIndependent Research GmbH
27.10.2011Bank of America verkaufenRaiffeisen Centrobank AG
20.10.2011Bank of America verkaufenIndependent Research GmbH
14.09.2011Bank of America verkaufenIndependent Research GmbH
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Bank of America Corp. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Analysen
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX leicht im Plus -- Dow Jones um Nulllinie -- Anleger sehen Ausbreitungsrisiko der Euro-Krise auf Allzeithoch -- HOCHTIEF, Steinhoff, ElringKlinger im Fokus

AIXTRON: Für 2016 keine Dividende. SAP-Chef verdient fast drei Mal soviel wie 2015. Deutsche Post kassiert ab März für Postfächer. SpaceX plant für 2018 eine Mondumrundung mit Weltraumtouristen. Netflix flirtet mit Mobilfunkern. Der Dow Jones könnte heute die längste Rekordserie aller Zeiten perfekt machen.
Welche Branchen man besser meiden sollte.
Jetzt durchklicken
Diese Autos hat Trump in seinem Fuhrpark
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Top-Positionen von Warren Buffett
Jetzt durchklicken
Jetzt durchklicken
Welche Airline schneidet am besten ab?
Jetzt durchklicken
Diese 10 Automobil Neuheiten gibt es bei der Detroit Auto Show 2017
Jetzt durchklicken
Diese 10 Aktien kann sich nicht jeder Investor leisten
Jetzt durchklicken
mehr Top Rankings

Umfrage

Würden Sie sich auf ein computergesteuertes Auto verlassen?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Nordex AGA0D655
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
BASFBASF11
Apple Inc.865985
BMW AG519000
Deutsche Telekom AG555750
BayerBAY001
CommerzbankCBK100
TeslaA1CX3T
E.ON SEENAG99
AMD Inc. (Advanced Micro Devices)863186
Allianz840400
Infineon Technologies AG623100