25.09.2012 13:33
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Apple vor Niederlage im Prozessreigen gegen Samsung

Apple vs. Samsung
Der US-Computerriese Apple steht in Düsseldorf in seinem Prozessreigen gegen den Konkurrenten Samsung vor einer Niederlage auf ganzer Linie.
Apple will fünf Modelle von Samsung-Tablet-Computern nach Teilerfolgen im Eilverfahren nun im Hauptsacheverfahren verbieten lassen. Das Unternehmen sieht in den Samsung-Geräten unzulässige Nachahmungen seines iPad. Doch Richterin Johanna Brückner-Hofmann machte am Dienstag deutlich, dass das Gericht bei keinem Modell eine Verwechslungsgefahr mit dem geschützten Apple-Design sehe. Es geht um die Samsung-Geräte Galaxy 7.7, 8.9, 10.1, 10.1N und 10.1V.

    Danach setzte die Richterin das Verfahren aus, um eine Entscheidung des Europäischen Markenamts im spanischen Alicante abzuwarten. Dort hat Samsung beantragt, die Apple-Geschmacksmuster zu löschen. Sollte das Markenamt dem nachkommen, wäre die Klage in Düsseldorf ohnehin hinfällig. Während es in den für Apple zum Teil erfolgreichen Eilverfahren noch um ein Geschmacksmuster aus dem Jahr 2004 ging, beruft sich das Unternehmen im Hauptsacheverfahren nun auf neuere Geschmacksmuster aus den Jahren 2010 und 2011.

  Das Düsseldorfer Oberlandesgericht hatte erst Ende Juli Samsungs Mini-Tablet Galaxy Tab 7.7 vom europäischen Markt verbannt. Die bislang von Apple in den Eilverfahren erwirkten Einstweiligen Verfügungen haben bis zu einer Entscheidung im Hauptsacheverfahren weiterhin Bestand, sagte ein Gerichtssprecher.

   Die Prozess-Stafette in Düsseldorf ist Teil eines weltweiten Konflikts zwischen Apple und Samsung. Apple sieht in den Samsung-Geräten "unlautere Rufausbeutung". Apple hatte zunächst in Düsseldorf Erfolg und Samsungs Galaxy Tab 10.1 vom deutschen Markt verbannt. Die Südkoreaner hatten daraufhin das abgewandelte Modell 10.1N für den deutschen Markt entwickelt.

    DÜSSELDORF (dpa-AFX)

Apple vor Gericht: Die spektakulärsten Klagen

 

Platz 15: Apple vs. Apple

Im jahrelangen Markenstreit mit den Ex-Beatles und deren Erben aufgrund ihrer Plattenfirma Apple Corps Ltd. konnte nur ein gerichtliches Urteil helfen. Dem Computerhersteller war die Verwendung des Logos und Namens erlaubt, solange die Firma nichts mit Musik zu tun hatte. Dies änderte sich jedoch mit iPod, iTunes und Co. gewaltig. Die Richterin entschied: Sie sprach Apple Recht zu und die Plattenfirma musste sämtliche Prozesskosten tragen. Somit darf Apple unter dem Apfel-Logo weiterhin Musik in seinem iTunes Music Store verkaufen.

Quelle: Bild: nito / Shutterstock.com

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