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24.01.2012 09:29

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Credit Suisse lagert erneut Risiken an Mitarbeiter aus - Derivate als Bonus

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    ZÜRICH (dpa-AFX) - Die Credit Suisse (Credit Suisse Group (CS Group) (N)) lagert wie schon in der Finanzkrise 2008 Risiken an Mitarbeiter aus. Leitende Angestellte und Investmentbanker sollen einen Teil ihrer Boni in durch Derivate abgedeckten Anleihen erhalten. Dies sei ein Transfer von Risiken von der Bank auf die Mitarbeiter, zitiert die Nachrichtenagentur Bloomberg aus einer Mitteilung von Credit-Suisse-Chef Brady Dougan an die Angestellten. Dies sei der Versuch, einen Ausgleich zwischen den verschiedenen Interessen der Aktionäre und der Mitarbeiter zu schaffen. Eine Sprecherin der Bank bestätigte den Inhalt des Schreibens, lehnte aber eine weitere Stellungnahme ab.

 

    Damit geht der Deutsche-Bank-Konkurrent (Deutsche Bank) den gleichen Weg wie in der Finanzkrise 2008. Damals hatten die Schweizer Boni in Form von damals als wertlos geltenden Wertpapieren ausbezahlt und damit einen Teil der Risiken aus der Bilanz gebracht. Da sich diese Papiere in der Folge deutlich erholten, war es letztendlich auch für die Angestellten ein großer Gewinn. Nach Bloomberg-Informationen stieg der Wert dieser Papiere die Papiere von 2009 bis Ende November 2011 im Durchschnitt um 75 Prozent.

 

    Mit dem jetzigen Schritt will die Credit Suisse rund 18 Prozent der Kreditrisiken aus dem Derivate-Portfolio an die Mitarbeiter auslagern. Dougan verwies darauf, dass 94 Prozent der über die Anleihe gebündelten Produkte derzeit bei den Ratingagenturen nicht als Spekulationsobjekte eingestuft werden, sondern den sogenannten "Investment Grade" haben. Die Anleihen, die an die Mitarbeiter gehen wollen, werden mit 5 bis 6,5 Prozent verzinst und damit deutlich höher als zum Beispiel US-Staatsanleihen.

 

    "Es ist eine Risikoanlage. Wir gehen aber davon aus, dass die Papiere voll bedient werden und auch Zinsen gezahlt werden können", schreibt Dougan in der Mitteilung. Die Credit Suisse sichere zudem die ersten 500 Millionen Dollar Verlust des Portfolios ab. Über die absolute Höhe der an die Mitarbeiter verlagerten Risiken stand darin ebenso wenig wie über die Aufteilung der für 2011 gezahlten Boni in Aktien und Baranteil./zb/stw/tw

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