von Thomas Schmidtutz, €uro am Sonntag
München. Die jüngste Preissenkung für die Videospielekonsole PS3 hat Sony auch in Deutschland einen kräftigen Absatzschub beschert. Im September hat die Spieletochter des japanische Elektronikkonzerns hierzulande rund 88000 Einheiten seiner Konsole verkauft. Das waren rund zweieinhalb Mal so viele wie noch im August, als Sony rund 36000 PS3 verkauft hatte. Das geht aus den neuesten Daten der GfK-Tochter Media Control hervor, die dieser Zeitung vorliegen.
Danach hat Sonys Spielesparte Sony Computer Entertainment (SCE) die Wettbewerber im September weit hinter sich gelassen. Microsoft hatte zwar kurz nach Sonys Schritt ebenfalls den Preis für die Xbox 360 gesenkt. Doch legte der Absatz im September nur um rund 3100 auf insgesamt 16300 Einheiten zu. Nintendo musste für seine Konsole Wii einen Rückgang von knapp 3800 auf rund 31200 hinnehmen.
Damit scheint die Strategie von Sony zunächst aufzugehen. Der Konzern hatte auf der europäischen Spielemesse Gamescom Ende August in Köln eine neue und deutlich schlankere Version seiner Spielekonsole namens PS3 Slim vorgestellt und zugleich eine Preissenkung von 399 auf 299 Euro (UVP) angekündigt. Der neue Preis gilt seit Anfang September. Mit dem Schritt hatte Sony eine neue Preisrunde auf dem hart umkämpften Markt für Videokonsolen eingeläutet. Nach der Preissenkung von Sony zog Erzrivale Microsoft nach und reduzierte den Preis für die Xbox 360 Elite um 50 auf 249 Euro. Zum 1. Oktober hatte auch Nintendo den Preis für seine Konsole Wii um 50 Euro auf 199 Euro zurückgenommen.