18.12.2012 07:03

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EUROKRISE

Zypern droht in nächsten Tagen Staatsbankrott



Zypern droht in nächsten Tagen Staatsbankrott
Zypern hat vor einem möglichen Staatsbankrott in den nächsten Tagen gewarnt. Da im Dezember einige Zahlungen auf Kredite fällig werden, braucht das Land finanzielle Mittel.

Finanzstaatssekretär Christos Patsalides sagte, Zypern benötige 250 Millionen Euro von der staatlichen Telekomgesellschaft sowie der Hafenverwaltungsbehörde, um auch laufende Ausgaben wie Gehälter bezahlen zu können. Bisher habe das Land 170 Millionen Euro aus internen Quellen aufgetrieben.

   "Falls diese zusätzlichen Finanzbedürfnisse nicht gedeckt werden, dann sprechen wir über einen Zahlungsausfall in den nächsten Tagen", sagte Patsalides im Wirtschaftsausschuss des Parlaments.

   Zypern verhandelt seit dem Sommer mit der Eurozone und dem Internationalen Währungsfonds über ein Rettungsprogramm, aber bislang ist kein endgültiges Abkommen zustande gekommen. Besonders umstritten ist die Rekapitalisierung der Banken, weil die Institute viele Gelder von russischen Oligarchen verwalten.

   Die Eurozone steht vor einem Dilemma: Rettet sie Zypern und seine Banken, könnten russische Oligarchen profitieren. Tut sie es aber nicht, steht der Zusammenhalt des Euroraums auf dem Spiel. Derzeit läuft eine Bilanzprüfung der zyprischen Banken. Mit einem Ergebnis ist erst Mitte Januar zu rechnen.

   Der Kapitalbedarf der zyprischen Banken dürfte bei etwa 10 Milliarden Euro liegen. Die gesamte Rettung des Landes vor der Pleite könnte rund 17 Milliarden Euro kosten.

   (Mitarbeit: Andreas Plecko)

   Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

   DJG/apo

   (END) Dow Jones Newswires

   December 17, 2012 12:25 ET (17:25 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 12 25 PM EST 12-17-12

Von Michalis Persianis

ATHEN--

Bildquellen: iStock/creisinger

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Kommentare zu diesem Artikel

KarajaM schrieb:
18.12.2012 09:43:37

Vielleicht finden sich noch ein paar russische Korrputies, die sich Gewinn bringend einkaufen wollen in einem von der Mafia zerfressenen Staat.

DiBoFfm schrieb:
18.12.2012 09:21:29

Die nächsten Steuererhöhungen in Deutschland sind bereits angekündigt !
Mit dem Erlös können die Oligarchen gestützt werden. Schließlich werden auch Luxusgüter wegen der großen Nachfrage immer teurer.

Credit Default Swap schrieb:
18.12.2012 08:28:27

garnix passiert das is doch die scheisse. genau deswegen wünsche ich mir das endlich mal ein grosses land wie frankreich oder portugal vor der pleite steht! dann müssen unsere nixtu aussitz politiker endlich was machen um die zins u zinseskrise herr zu werden. nehmt das schwarzgeld aus der schweiz!!

hotWolf schrieb:
18.12.2012 07:31:57

Konto und Bankleitzahlbitte - wir überweisen...

reini54 schrieb:
17.12.2012 21:20:18

Wenn die Banken in Zypern gerettet werden, dann sollte man doch mal eine deutsche Staatsanwaltschaft überprüfen lassen, ob das nicht Beihilfe zur Geldwäsche ist. Das BKA hat entsprechende Warnungen bereits ausgesprochen. Mal sehen was dann passiert.

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