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21.06.2012 21:34

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TIPPS DER ANALYSTEN

Updates zu Deutsche Bank, Eon, EADS und Siemens

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Updates zu Deutsche Bank, Eon, EADS und Siemens
Die Banken haben ihre Einschätzungen zu Aktien aus DAX und Co angepasst. Der aktuelle Überblick über die neuen Kursziele.

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 21.06.2012

 

BAYER AG

 

    ZÜRICH  - Die Credit Suisse hat die Einstufung für Bayer auf "Outperform" mit einem Kursziel von 60,00 Euro belassen. Bei der Dividendenrendite bestünden unter den weltweit größten Pharmakonzernen nur geringe Unterschiede, schrieben die Analysten in einer Branchenstudie vom Donnerstag. So liege die 2012er-Dividendenrendite der betrachteten Pharmawerte zwischen 3,3 und 5,3 Prozent. Für Anleger interessante Unterscheidungsmerkmale seien das von der Entwicklungspipeline ausgehende Wachstumspotenzial sowie die Einzigartigkeit des Produktportfolios. Bei Bayer und Novo Nordisk dürfte die Pipeline bis 2016 am meisten zum Umsatzwachstum beitragen.

 

DEUTSCHE BANK AG

 

    FRANKFURT  - Equinet hat die Einstufung für Deutsche Bank auf "Buy" mit einem Kursziel von 40,00 Euro belassen. Der endgültig gescheiterte Verkauf der Vermögensverwaltung sei keine gute Nachricht für die Bank, komme aber auch nicht besonders überraschend, schrieb Analyst Philipp Häßler in einer Studie vom Donnerstag. Nun sei eine Restrukturierung des Bereiches wahrscheinlich.

 

DEUTSCHE EUROSHOP AG

 

    PARIS  - Die französische Großbank Societe Generale hat Deutsche Euroshop (Deutsche EuroShop) von "Hold" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 31,00 auf 26,00 Euro gesenkt. Bei einem Zerfall der Eurozone könnten die Kursziele der Immobilienwerte in Kontinentaleuropa um durchschnittlich 4 Prozent steigen, schrieb Analyst Michael Varaldo in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Standbeine in Dänemark, Belgien, Deutschland, Finnland und den USA würden sich in diesem Fall besonders günstig auf die Bewertung auswirken. Die aus Kurspotenzial und Dividendenrendite resultierende Ertragsaussicht sei bei den Aktien des Betreibers von Shoppingzentren allerdings negativ.

 

E.ON AG

 

    FRANKFURT  - Die Deutsche Bank hat Eon nach einem Medienbericht über eine mögliche Einigung zwischen Gazprom (Gazprom (Spons ADRs)) und den Versorgern Eon und RWE über Gaslieferungen auf "Buy" mit einem Kursziel von 21,00 Euro belassen. Wie sich die Vereinbarung auf die deutschen Versorger letztendlich auswirke, hänge aber von den Details ab, schrieb Analyst Alexander Karnick in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Im europäischen Versorgersektor ohne Großbritannien sehe er derzeit nur wenig positive Kurstreiber. Eine Einigung mit Gazprom würde die Aktien von Eon und RWE attraktiver machen.

 

EADS(EURO AERONAUTIC DEFENSE SPACE)

 

    FRANKFURT  - Die Commerzbank hat EADS von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 21,00 auf 35,00 Euro angehoben. Der Luft- und Raumfahrtkonzern habe gute Aussichten für Volumen- und Margensteigerungen, schrieb Analyst Stephan Böhm in einer Studie vom Donnerstag. EADS gehe mit Projektrisiken zudem nun sorgfältiger um. Der Experte rechnet bis zum Jahr 2014 mit einem durchschnittlichen jährlichen Ergebniswachstum von 34 Prozent und sieht Airbus dabei als wichtigsten Gewinntreiber.

 

HEIDELBERGCEMENT AG

 

    LONDON  - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für HeidelbergCement von 57,00 auf 60,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Der Baustoffsektor biete derzeit eine hervorragende Einstiegsgelegenheit und HeidelCement sei dabei neben Lafarge der "Top Pick", schrieb Analyst John Fraser-Andrews in einer Studie vom Donnerstag. Bei beiden Werten werde sein pessimistischstes Szenario mit einer Neuauflage der Krise von 2008/09 eingepreist. Insgesamt verschlafe der Markt die Widerstandsfähigkeit der Branche sowie die Möglichkeiten zur Selbsthilfe bei den Unternehmen.

 

HENNES & MAURITZ

 

    ZÜRICH  - Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für Hennes & Mauritz (H&M) nach Zahlen von 255,00 auf 265,00 schwedische Kronen angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Ergebnisse zum zweiten Geschäftsquartal hätten rund fünf Prozent über seinen Erwartungen gelegen, schrieb Analyst Adam Cochrane in einer Studie vom Donnerstag. Er rechne mit weiterem Umsatzwachstum und einem langsameren Anstieg der operativen Kosten. Die Aktie der Modekette sei auch langfristig ein solides Investment.

 

LAFARGE

 

    LONDON  - Die britische Investmentbank HS BC hat Lafarge von "Neutral" auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 37,00 auf 52,00 Euro angehoben. Der Baustoffsektor biete derzeit eine hervorragende Einstiegsgelegenheit und Lafarge sei dabei neben HeidelCement der "Top Pick", schrieb Analyst John Fraser-Andrews in einer Studie vom Donnerstag. Bei beiden Werten werde sein pessimistischstes Szenario mit einer Neuauflage der Krise von 2008/09 eingepreist. Insgesamt verschlafe der Markt die Widerstandsfähigkeit der Branche sowie die Möglichkeiten zur Selbsthilfe bei den Unternehmen.

 

MTU AERO ENGINES HOLDING AG

 

    FRANKFURT  - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für MTU (MTU Aero Engines) von 67,00 auf 66,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Analyst Benjamin Fidler verwies in einer Studie vom Donnerstag auf Aussagen vom US-Konzern United Technologies, wonach die Schwäche im Ersatzteilmarkt für zivile Flugzeugtriebwerke im zweiten Quartal anhält. Daher habe er seine Prognosen für MTU reduziert.

 

NORDEX AG

 

    ZÜRICH  - Die Schweizer Großbank UBS hat Nordex aus Bewertungsgründen von "Sell" auf "Neutral" hochgestuft und das Kursziel auf 3,00 (Kurs: 2,728) Euro belassen. Analyst Jean-Francois Meymandi verwies in einer Studie vom Donnerstag auf die Kursverluste der vergangenen Wochen. Mit einem Auftragsbestand von mehr als 800 Millionen Euro zum Ende des ersten Quartals sollte der Windkraftanlagen-Hersteller die eigenen Ziele erreichen, glaubt der Experte. Bei der Vorlage der Zweitquartalszahlen Mitte August könnte Nordex mit dem Auftragseingang positiv überraschen, was die Aktie wie schon in der Vergangenheit antreiben könnte.

 

PROCTER & GAMBLE CO

 

    FRANKFURT  - Independent Research hat das Kursziel für Procter & Gamble (ProcterGamble) nach der Gewinnwarnung von 70,00 auf 65,00 Dollar gesenkt und die Einstufung auf "Halten" belassen. Die bereits dritte Gewinnwarnung des Konsumgüterkonzerns im laufendem Geschäfts habe die Stimmung für die Aktie weiter verschlechtert, schrieb Analyst Lars Lusebrink in einer Studie vom Donnerstag. Der Konzern erwarte wegen der verschlechterten Lage in Europa und den USA nun einen Umsatzrückgang um ein bis zwei Prozent.

 

PROSIEBENSAT1 MEDIA AG

 

    LONDON  - Goldman Sachs hat das Kursziel für ProSiebenSat.1 (ProSiebenSat1 Media vz) von 31,20 auf 26,10 Euro gesenkt, die Aktie aber auf der "Conviction Buy List" belassen. Vor allem wegen der schwachen europäischen Märkte habe er seine Prognose für das weltweite Wachstum der Werbeerlöse von 4,9 auf 4,5 Prozent reduziert, schrieb Analyst Richard Jones in einer am Donnerstag vorgelegten Studie zur Medienbranche. Der Positionierung der einzelnen Unternehmen innerhalb der Branche komme nun entscheidende Bedeutung zu. Satellitenbetreiber, Werbeunternehmen, Bezahlsender sowie Unternehmen mit Schwerpunkt Bildung lägen diesbezüglich im oberen, Verlage und kostenlose TV-Sender im unteren Bereich. ProSiebenSat.1 werde derzeit aber mit einem erheblichen Abschlag gehandelt und biete zudem eine ansprechende Dividendenrendite.

 

SGL GROUP

 

    LONDON  - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für SGL Carbon von 31,00 auf 31,20 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Sell" belassen. Einige europäische Investitionsgüter-Unternehmen böten derzeit starke Marktpositionen und gute Kapitalrenditen mit einem Bewertungsabschlag, schrieb Analyst Aaron Ibbotson in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Jüngste Meldungen wie von SKF deuteten zwar auf einen relativ scharfen Abschwung im zweiten Quartal hin, ab dem vierten Quartal sollte aber der Wachstumstrend wieder aufgenommen werden. Ibbotson überarbeitete alle Schätzungen und Kursziele im Sektor.

 

SIEMENS AG

 

    LONDON  - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Siemens von 86,60 auf 86,90 Euro angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Einige europäische Investitionsgüter-Unternehmen böten derzeit starke Marktpositionen und gute Kapitalrenditen mit einem Bewertungsabschlag, schrieb Analyst Aaron Ibbotson in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Jüngste Meldungen wie von SKF deuteten zwar auf einen relativ scharfen Abschwung im zweiten Quartal hin, ab dem vierten Quartal sollte aber der Wachstumstrend wieder aufgenommen werden. Ibbotson überarbeitete alle Schätzungen und Kursziele im Sektor.

 

SMA SOLAR TECHNOLOGY AG

 

    FRANKFURT  - Die Commerzbank hat die Einstufung für SMA Solar (SMA Solar Technology) nach einem Pressebericht über den Angriff von Power One aus den USA auf "Reduce" mit einem Kursziel von 30,00 Euro belassen. Der deutsche Hersteller von Solar-Wechselrichtern verliere bereits Marktanteile, da Power One wesentlich aggressiver beim Preis sei, schrieb Analystin Yasmin Moschitz in einer Studie vom Donnerstag. Von 36 Prozent in 2010 sei SMA im Vorjahr auf 33 Prozent zurückgefallen.

 

THYSSENKRUPP AG

 

    LONDON  - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für ThyssenKrupp auf "Overweight" mit einem Kursziel von 21,00 Euro belassen. Der Wert für Steel Americas dürfte unter den aktuellen Marktbedingungen zwischen 1,7 und 2,7 Milliarden US-Dollar liegen, schrieb Analyst Alessandro Abate in einer Studie vom Donnerstag. Das Unternehmen sollte jedoch nicht der Finanzmarktlogik, sondern der Unternehmenslogik folgen und einen höheren Preis näher am Buchwert anstreben.

 

TOM TAILOR

 

    FRANKFURT  - Die Commerzbank hat Tom Tailor nach der angekündigten Übernahme des Herstellers von Damenoberbekleidung Bonita auf "Buy" mit einem Kursziel von 18,00 (Kurs: 12,40) Euro belassen. Mit dem Zukauf werde der Spezialist für Freizeitbekleidung seinen Gewinn 2013 ohne Berücksichtigung von Kosten und Synergien auf bereinigter Basis um mehr als 10 Prozent steigern, schrieb Analyst Andreas Riemann in einer Studie vom Donnerstag. Mit Frauen ab 40 werde bei begrenzten Risiken eine neue Zielgruppe erreicht.

 

/stw

 

Bildquellen: Julian Mezger

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