29.11.2012 13:00
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Bei Siemens geht es erst 2014 weiter aufwärts

Umweltziele in Gefahr: Bei Siemens geht es erst 2014 weiter aufwärts | Nachricht | finanzen.net
Umweltziele in Gefahr
Der Elektrokonzern Siemens rechnet erst im Geschäftsjahr 2013/2014 mit spürbaren Verbesserungen. Im Vergleich zum aktuellen Geschäftsjahr werde sich der Gewinn aus fortgeführten Geschäften dann stark verbessern.
Dies teilte das Unternhemen am Mittwochabend in einem Bericht an die US-Börsenaufsicht SEC mit. Der Umsatz dürfte moderat zulegen, wenn sich die Lage in den Märkten des Unternehmens wie erwartet aufhelle.

    Für das aktuelle Geschäftsjahr 2012/2013 (Ende September) rechnet Siemens mit einem Gewinn aus fortgeführten Geschäften zwischen 4,5 und 5,0 Milliarden Euro. Darin enthalten sind Kosten von einer Milliarde Euro für das Sparprogramm. Das Gewinnziel ist wegen Änderungen in der Rechnungslegung nicht mit den 5,2 Milliarden Euro aus dem vergangenen Jahr vergleichbar. Mit diesem Effekt hätte es stattdessen rund 4,9 Milliarden Euro betragen. Bei den Bestellungen kalkuliert der Vorstand mit einem Plus zwischen 3 und 5 Prozent. Der Umsatz soll sich dem Niveau des vergangenen Jahres "annähern", als er 78,3 Milliarden Euro erreichte.

    Das für 2013/2014 angepeilte Umsatzziel von mehr als 40 Milliarden Euro für das Geschäft mit umweltfreundlichen Technologien, wie Windkraftanlagen oder umweltfreundlichen Zügen ist für Siemens unterdessen immer schwerer zu erreichen. Der Schlussstrich unter das Solargeschäft, die Abspaltung der Lichttochter Osram und der Verkauf von Teilen des Wassergeschäfts führten dazu, dass diese Zielmarke nun wesentlich anspruchsvoller sei. Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte Siemens einen Umsatz von 33 Milliarden Euro mit den "grünen" Produkten.

    Anfang November hatte Vorstandschef Löscher ein sechs Milliarden Euro schweres Sparprogramm für den Konzern angekündigt, das bis 2014 läuft. Dann soll die Ergebnismarge der Sektoren mindestens zwölf Prozent erreichen. Dazu zieht der Vorstand die Zügel überall im Konzern an und schraubt mit Zu- und Verkäufen am Portfolio.

    MÜNCHEN (dpa-AFX)

Bildquellen: Siemens AG
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