22.01.2013 08:40
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Portugal und Irland fordern Aufschub für Kreditrückzahlung

Verzögerte Rückzahlungen
Portugal und Irland haben einen Aufschub für die Rückzahlung der EU-Hilfskredite beantragt.
Der irische Finanzminister Michael Noonan sagte nach den Beratungen der Finanzminister der Eurogruppe in Brüssel, beide Länder hätten offiziell beantragt, die Laufzeiten für die Kredite von der Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF) und dem Europäischen Finanzstabilisierungsmechanismus (EFSM) verlängern zu können.

   Die Mitglieder der Eurogruppe hätten keine Einwände gegen eine Prüfung des Vorschlags gehabt. Wenn die Finanzminister der anderen EU-Länder, die nicht dem gemeinsamen Währungsraum angehören, ebenfalls keine Bedenken hätten, könnte der Vorschlag geprüft werden. Portugal und Irland sollen im März eine Antwort erhalten.

   Irland hat vom EFSF Zusagen über 17,7 Milliarden Euro erhalten und davon 12 Milliarden Euro in Anspruch genommen. Vom EFSM wurden 22,5 Milliarden zugesagt, von denen rund 20 Milliarden Euro gezogen wurden. Portugal hat vom EFSF und vom EFSM jeweils 26 Milliarden Euro erhalten.

   Die EU hatte im Mai 2010 einen befristeten Euro-Rettungsschirm eingerichtet, der sich aus EFSM und EFSF sowie einem Beitrag des Internationalen Währungsfonds zusammensetzte. Im Juli 2012 wurde dann der dauerhafte Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) beschlossen, der EFSM und EFSF ersetzen wird.

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Bildquellen: Joe Gough / Shutterstock.com, aniad / Shutterstock.com
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