10.01.2017 14:21
Bewerten
(0)

Lufthansa ist nicht mehr Europas größte Fluggesellschaft

Vom Billigflieger überholt: Lufthansa ist nicht mehr Europas größte Fluggesellschaft | Nachricht | finanzen.net
Vom Billigflieger überholt
Die Lufthansa ist 2016 trotz Zuwächsen im Passagiergeschäft erstmals hinter den irischen Billigflieger Ryanair zurückgefallen.
Zusammen mit ihren Töchtern Eurowings, Swiss und Austrian Airlines beförderte der DAX-Konzern im abgelaufenen Jahr 109,67 Millionen Fluggäste und damit 1,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie er am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Ryanair konnte die Zahl der Fluggäste dank eines kräftig ausgeweiteten Angebots jedoch um 15 Prozent auf 117 Millionen steigern.

Gemessen an der Zahl der Fluggäste musste Lufthansa seine Stellung als Europas größte Fluggesellschaft an Ryanair abtreten. Allerdings sind die Lufthansa-Kunden im Schnitt auf längeren Strecken unterwegs, da der Konzern im Gegensatz zu Europas größtem Billigflieger ein weltweites Streckennetz betreibt. Ryanair ist vor allem innerhalb Europas und im Mittelmeerraum unterwegs.

Bei der Auslastung der Flugzeuge verbuchte Lufthansa 2016 einen Rückgang um 1,4 Prozentpunkte auf 79,1 Prozent. Zu schaffen machten ihr weiter gesunkene Ticketpreise und der Pilotenstreik im November. Dieser fügte dem Konzern einen Schaden von rund 100 Millionen Euro.

Im neuen Jahr will Lufthansa-Vorstandschef Carsten Spohr das Flugangebot um drei Prozent ausbauen. Dazu soll ein Deal mit der vor der Zerschlagung stehenden zweitgrößten deutschen Fluglinie Air Berlin beitragen. Das Unternehmen will 38 Jets samt Piloten und Flugbegleitern an den Lufthansa-Konzern vermieten, davon 33 an dessen Tochter Eurowings. Weiteres Wachstum kommt mit der jüngst besiegelten Übernahme der belgischen Brussels Airlines, die auch bei Eurowings angedockt wird und bis 2018 integriert werden soll.

Eine mögliche Übernahme von Air Berlin sieht Spohr aber skeptisch. Er verwies vor allem auf die ungünstige Kostenstruktur des Konkurrenten. Dieses unter anderem von teuren Piloten verursachte Problem wäre sicher am schwersten zu lösen, sagte Spohr. Daneben müsste man den hohen Schuldenstand der Air Berlin sowie kartellrechtliche Probleme bei einer Übernahme beachten, wobei er letztere für lösbar hielte.

Lufthansa sieht auch die Digitalisierung als weiteren Schub für neue Geschäftsmodelle. Man wolle sich nicht wie die Hotel- oder Taxibranche beim Zugang zum eigenen Produkt überholen lassen, sagte Spohr auf dem "Digital Aviation Forum" des Unternehmens. Die Vermarktung der Flüge habe sich bereits stark verändert und Lufthansa habe in ihren digitalen Services ihre Innovationskraft bewiesen.

Zusätzliche Profite erwartet der Dax-Konzern aus der Nutzung der Kundendaten. "Die Menschen vertrauen uns ihr Leben an. Wir werden auch mit ihren Daten vertrauensvoll umgehen", sagte Spohr. Lufthansas "Miles & More" sei das erfolgreichste und größte Treueprogramm in Europa. Es komme darauf an, den Kunden die bestmögliche persönliche Erfahrung bei Lufthansa zu bieten.

2016 hat Lufthansa voraussichtlich einen bereinigten operativen Gewinn von 1,8 Milliarden Euro erzielt. Der Vorstand bekräftigte jüngst die Prognose - die Belastung des Pilotenstreiks herausgerechnet. Eine Gewinnprognose für 2017 wagte das Management nicht. Indes rechnet es mit weiter sinkenden Ticketpreisen und 400 Millionen Euro mehr Treibstoffkosten./stw/ceb/she

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Lufthansa / George Hall, 360b / Shutterstock.com, Jorg Hackemann / Shutterstock.com, Vytautas Kielaitis / Shutterstock.com
Anzeige

Nachrichten zu Lufthansa AG

  • Relevant
    6
  • Alle
    8
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Lufthansa AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
19.06.2017Lufthansa UnderweightJP Morgan Chase & Co.
15.06.2017Lufthansa SellGoldman Sachs Group Inc.
13.06.2017Lufthansa VerkaufenDZ BANK
13.06.2017Lufthansa ReduceCommerzbank AG
13.06.2017Lufthansa NeutralCredit Suisse Group
02.06.2017Lufthansa buyHSBC
01.06.2017Lufthansa buySociété Générale Group S.A. (SG)
08.05.2017Lufthansa buyUBS AG
28.04.2017Lufthansa buyCitigroup Corp.
20.04.2017Lufthansa OutperformBNP PARIBAS
13.06.2017Lufthansa NeutralCredit Suisse Group
08.06.2017Lufthansa HoldKepler Cheuvreux
06.06.2017Lufthansa HoldS&P Capital IQ
22.05.2017Lufthansa HoldKepler Cheuvreux
12.05.2017Lufthansa HoldKepler Cheuvreux
19.06.2017Lufthansa UnderweightJP Morgan Chase & Co.
15.06.2017Lufthansa SellGoldman Sachs Group Inc.
13.06.2017Lufthansa VerkaufenDZ BANK
13.06.2017Lufthansa ReduceCommerzbank AG
23.05.2017Lufthansa ReduceCommerzbank AG

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Lufthansa AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Stabile Dividendenaktien gehören in jedes Depot!

Die Investition in ausgewählte Blue-Chip-Dividendenaktien gehört zu den sichersten Strategien, um an den Aktienmärkten langfristig ein Vermögen aufzubauen. Dividendenaktien von hochkapitalisierten Unternehmen werfen langfristig höhere Renditen als der Gesamtmarkt ab und bieten einen guten Schutz in unsicheren Börsenzeiten. Wir stellen im aktuellen Anlegermagazin drei Aktien mit stabilen und attraktiven Dividendenrenditen vor.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht schwächer ins Wochenende -- US-Börsen wenig verändert -- Commerzbank erwartet Verlust im 2. Quartal -- Toshiba fliegt aus Japans Leitindex Nikkei 225 -- Allianz, AIB, Volkswagen im Fokus

Harley-Davidson prüft Kauf der Audi-Tochter Ducati. Tesla plant erstes Werk in China. RWE schüttet Sonderdividende an Aktionäre aus. Wechsel in der Infineon-Geschäftsführung. Verschärfte Golf-Krise bringt Katars Landeswährung zum Absturz. ZUMTOBEL mit Gewinnsprung und Umsatzrückgang.

Top-Rankings

Die reichsten Länder der EU
Das sind die reichsten Länder der EU
KW 25: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 25: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Wenn morgen Bundestagswahl wäre, wen würden Sie wählen?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Scout24 AGA12DM8
BMW AG519000
Apple Inc.865985
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
E.ON SEENAG99
Allianz840400
CommerzbankCBK100
TeslaA1CX3T
adidas AGA1EWWW
Coca-Cola Co.850663
Amazon.com Inc.906866
Siemens AG723610
Santander S.A. (Banco Santander Central Hispano)858872