Der Zusammenbruch der ehemals größten US-Sparkasse
Washington Mutual war die größte Bankenpleite in der Geschichte der USA. Im September 2008 verkaufte die Einlagensicherung FDIC das Institut zu großen Teilen an
JPMorgan. Fast drei Jahre später sind Streitigkeiten um mögliche Steuervorteile offenbar ausgeräumt. Washington Mutual hat sich mit ihren Anteilseignern auf einen vorläufigen Vertrag geeinigt, um das Ende der Insolvenz zu erreichen.
Washington Mutual hoffe, dies sei nun bis Mitte August möglich, so ein Unternehmensanwalt am Dienstag vor einem US-Insolvenzgericht. Durch die Vereinbarung wird eine der letzten Gruppen an Bord geholt, die der Neustrukturierung des Instituts bislang im Wege stand.
Die Anteilseigner erhoffen sich durch die Vereinbarung Steuervorteile in Milliardenhöhe. Die Aktionäre hatten frühere Insolvenzpläne mit der Begründung abgelehnt, die Gläubiger könnten dadurch milliardenschwere Steuervorteile erlangen. Der Institutsanwalt sagte, in den kommenden sieben bis zehn Tagen werde ein neuer Plan auf Grundlage der Einigung vorgelegt.