30.06.2013 15:00
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Konjunkturtermine: EZB und US-Arbeitsmarkt im Fokus

Konjunkturtermine: EZB und US-Arbeitsmarkt im Fokus
Wichtige Termine
An der globalen Konjunkturfront kann man derzeit keine einheitliche Tendenz ausmachen. Relative Stärke kann man am ehesten noch der US-Wirtschaft attestieren.
von Jörg Bernhard

In Europa und China sieht es hingegen eher mau aus. Die chinesische Wirtschaft wächst zwar im Vergleich zum Rest der Welt überdurchschnittlich stark, die Diskussionen um eine Kreditklemme im Reich der Mitte haben die weiteren Perspektiven allerdings erheblich eingetrübt. Eine regelrechte Flut europäischer Konjunkturdaten gilt es in der kommenden Woche zu bewältigen. Zum Wochenstart werden aktuelle Zahlen aus Deutschland und Europa zur Stimmung der Einkaufsmanager im produzierenden Gewerbe sowie europäische Inflations- und Arbeitsmarktdaten veröffentlicht. Am Mittwoch dürften weitere Einkaufsmangerindizes und die europäischen Einzelhandelsumsätze für den Monat Mai für ein hohes Maß an Aufmerksamkeit sorgen. Am Donnerstag – wenn die US-Märkte wegen des Unabhängikeitstags geschlossen bleiben – gibt es auf dem alten Kontinent zwei Highlights: die revidierten Zahlen zum BIP-Wachstum im ersten Quartal und die EZB-Notenbanksitzung.

USA: Hochspannung am Freitag

Während sich die Investoren zum Wochenstart vor allem für die aktuelle Stimmung unter den US-Einkaufsmanagern interessieren dürften, gibt es am Freitag eine regelrechte „Überdosis an Arbeitsmarktdaten“. Wegen des Feiertags am Donnerstag werden die wöchentlichen Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe auf Freitag verschoben. Zeitgleich steht um 14.30 Uhr dann noch der Monatsbericht des US-Arbeitsministeriums zur Veröffentlichung an. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten wird mit einem Rückgang der Arbeitslosenrate von 7,6 auf 7,5 Prozent und 161.000 neu geschaffener Stellen (Vormonat: 175.000) gerechnet. Weil die Fed ihre Geldpolitik vor allem an die Entwicklung des Arbeitsmarktes gekoppelt hat, könnte es an den internationalen Finanzmärkten vor dem Wochenende noch zu markanten Kursbewegungen kommen. Anleger sollten sich daher nicht zu früh ins Wochenende verabschieden.

Bildquellen: Jorg Hackemann / Shutterstock.com
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