12.10.2017 22:13
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Morgan Stanley: Teslas größter Wettbewerbsvorteil sind nicht die E-Autos

Überraschender Vorteil: Morgan Stanley: Teslas größter Wettbewerbsvorteil sind nicht die E-Autos | Nachricht | finanzen.net
Überraschender Vorteil
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Teslas Zukunftsperspektive im Kampf um den Elektroautomarkt wurde in den letzten Monaten eng an den Erfolg des Model 3 geknüpft - inklusive Zitterpartie am Aktienmarkt. Ein Analyst sieht Teslas größten Vorteil jedoch an einer ganz anderen Stelle.
Seit Monaten richten sich die Augen der Tesla-Anleger und -Anhänger wie gebannt auf Teslas erstes Massenmodell Model 3, das als wesentliche Stütze für den größtenteils glänzenden Lauf des Tesla-Aktienkurses auf rund 70 Prozent in diesem Jahr angesehen wird. Trotzdem sorgten immer wieder aufkommende Bedenken ob der Produktionsschnelligkeit seitens Tesla für wackelige Knie unter den Investoren - zuletzt am vergangenen Montag als der Aktienkurs aus diesem Grund um rund 2 Prozent in den Keller rauschte. Ein Analyst von Morgan Stanley hat nun jedoch Teslas Kursziel entscheidend heraufgesetzt. Und seine Begründung hat nicht das geringste mit dem Model 3 zu tun.

Analyst: Das ist Teslas größter Wettbewerbsvorteil

"Es gab schon eine Vielzahl an Veröffentlichungen über die Einführung neuer Elektrofahrzeuge. Doch die meisten bieten nur geringe Informationen in Sachen Ladestationen und über die Strategie der Batterieproduktion", schrieb Morgan Stanley-Analyst Adam Jonas in seinem Statement am Dienstagmorgen. "Wir sehen Teslas schnell wachsende Infrastruktur daher als Hauptunterscheidungsmerkmal gegenüber den anderen Wettbewerbern." Diese Einschätzung unterstrich die Bank mit einer deutlichen Anhebung des Kursziels für Tesla-Aktien von 317 auf 379 US-Dollar. Im Mai hatte Tesla in einem Brief an die Aktionäre angekündigt, dass es gegen Jahresende 10.000 Supercharger geben werde. Morgan Stanley schätzt, dass es im August bereit 6.246 Stück gab und geht davon aus, dass Tesla das selbstgesteckte Ziel bis zum Ende des Jahres mit 15.000 Chargern weit übertreffen wird.

Die Ladeinfrastruktur - der blinde Fleck der Autobauer?

Morgan Stanley zufolge ist die Investition Teslas in den Ausbau der Infrastruktur für die hauseigenen E-Auto-Modelle beispiellos. Insgesamt acht Milliarden Dollar soll der Elektroautopionier in sein Supercharger-Netzwerk, den Service und in die Batterieproduktion investiert haben. Ausgaben für eine spezielle Infrastruktur für die hauseigenen Fahrzeuge blieben traditionellen Autobauern wie etwa dem Marktführer GM bislang erspart. Doch genau darin könnte in Zukunft der entscheidende Wettbewerbsnachteil der großen Autobauer gegenüber Elektro-Pionier Tesla liegen. Dann nämlich, wenn die Elektrofahrzeuge die Verbrennungsmotoren allmählich vom Markt verdrängen werden, wird Tesla mit seiner umfassenden Infrastruktur die Nase gegenüber seinen Konkurrenten höchstwahrscheinlich vorne haben. Bis zum Jahr 2040 erwarten zumindest die Analysten von Morgan Stanley, dass das Elektroauto-Volumen weltweit auf mehr als 520 Millionen Fahrzeuge angewachsen sein wird. Spätestens dann werde es auch für jede Regierung unabdingbar sein, einen Plan für die entsprechende Infrastruktur parat zu haben. Tesla wird sich zu diesem Zeitpunkt aller Voraussicht nach gut am Markt positioniert haben. Adam Jonas geht davon aus, dass Teslas Anteil am weltweiten Elektroautomarkt im Jahr 2040 sechs Prozent betragen wird.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Taina Sohlman / Shutterstock.com, Bjoern Wylezich / Shutterstock.com, Lukas Gojda / Shutterstock

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